Freitag , 9 Dezember 2016
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USA testen den Ernstfall: Totaler Blackout am Mittwoch

no_signalZum ersten Mal in der Geschichte, ist für kommenden Mittwoch, 20:00 Uhr MEZ, ein totaler Übertragungs-Blackout in den Vereinigten Staaten angesagt. Schon vor Monaten informierte die Nationale Notfallsbehörde FEMA die entsprechenden Stellen und Betreiber. Der Test soll bis zu dreieinhalb Minuten dauern und alle Sendestationen, TV ebenso wie Radio, simultan betreffen. Inwieweit das Internet in diese Übung einbezogen wird, geht aus den verfügbaren Informationen nicht eindeutig hervor. Als offizieller Grund wird angegeben, dass im Falle eines wirklichen Notfalls der Präsident über alle Kanäle zum Volk sprechen könnte.

Im Jahr 1997 wurde in den USA ein „Notfall-Warnsystem“ (EAS) ins Leben gerufen, das dem Präsidenten ermöglichen soll, innerhalb von nur 10 Minuten zu den Bürgern in Regionen zu sprechen, die etwa durch Tornados oder andere Katastrophen bedroht werden. Diese Einrichtung untersteht der FEMA, der nationalen Koordinationsstelle für Katastrophenhilfe, bei der es sich wiederum um eine Abteilung des sogenannten „Department of Homeland Security“ handelt, was sich am besten mit „Heimatschutz-Ministerium“ übersetzen lässt. Regionale Tests wurden schon mehrfach durchgeführt.

Wie die FEMA auf ihrer eigenen Webseite informiert, werden am Mittwoch, den 9. November, um 14:00 EST (20:00 Uhr MEZ) alle Kanäle in den Vereinigten Staaten, Hawaii, die Virgin-Islands und Puerto Rico eingeschlossen, aus Testgründen blockiert. Auf der genannten Webseite wird zwar eine Dauer von nur 30 Sekunden erwähnt, Mail-Online berichtet jedoch von einer Presseaussendung, die auf dreieinhalb Minuten verweist.

Inwieweit Nachrichtenseiten, die durch das Internet übertragen werden, davon betroffen sein könnten, geht aus den verschiedenen Meldungen nicht eindeutig hervor. The Intelligence (unser Server befindet sich im US-Bundesstaat Michigan) sollte, so wurde uns versichert, bei dieser Übung nicht eingeschlossen sein. Trotzdem möchten wir unsere Leser informieren, dass, sollte am Mittwoch gegen 20:00 Uhr abends der Zugang nicht möglich sein, die Notfallsübung in den Vereinigten Staaten der Anlass dafür sein müsste.

Die Bundesstaatliche Kommunikationsbehörde FCC informierte, dass kein Anlass zur Panik bestehe. Trotzdem sorgt eine landesweite Übung dieser Art durchaus für Verwunderung. Schließlich gäbe es einige Anlässe, die in naher Zukunft weltweite Katastrophen auslösen könnten. Die Situation des Finanzsystems ist, sowohl aufgrund der Euro-Krise als auch einer bedrohlichen Überschuldung der Vereinigten Staaten, mehr als nur instabil. Gleichzeitig werden immer mehr Meldungen darüber laut, dass die Vereinigten Staaten zusammen mit Großbritannien und Israel einen neuen Angriffskrieg, dieses Mal gegen den Iran, planen könnten. Auch am 11. September 2001 war es eine Notfallsübung, in der Flugzeugangriffe auf die Wolkenkratzer Manhattans simuliert werden sollten, die den Einsatz von Militär-Jets, trotz einer gravierenden Kursabweichung der Linienmaschinen, die auf das World Trade Center zusteuerten, unterband. Grund zur Panik besteht gewiss keiner. Grund zur Besorgnis aber durchaus.

Update, Mittwoch, 9. November, 23:30 Uhr MEZ:

Wenige Minuten vor 14:00 Uhr Ortszeit (20:00 Uhr MEZ), schaltete ich den Fernseher auf CNN und hörte eine kurze Info über die Programmunterbrechung aus Übungszwecken. Ich wartete und wartete, doch nichts passierte. Mein Standort: Montreal, Kanada. Und jetzt lese ich bei Mail-Online, dass der lange geplante Test ein Flop war. In einigen Fällen, etwa für Kunden von MSNBC und CNBC in Washington, soll es ja funktioniert haben. Für Kabelkunden von Warner in New York passierte hingegen gar nichts. In einigen Fällen, so wurde über Twitter verbreitet, soll anstatt eines Testsignals die Stimme von Lady Gaga zu hören gewesen sein. Angaben von FEMA zufolge, wird es einige Zeit in Anspruch nehmen, bis die Ergebnisse ausgewertet sind.

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