Zweifelhafter Erfolg gegen somalische Piraten
In einigen Zeitungen (Deutsche Welle, Adhoc, Bild) wird vom Erfolg vor der Küste Somalias berichtet. Die Schlagzeile: „Deutsche Marine stoppt Piraten!“. Im Januar machte sich die Fregatte Emden auf den Weg zum afrikanischen Horn, um sich an einer multinationalen Aktion gegen die dortige Piraterie, unter dem Namen EU NAVFOR SOMALIA – Operation Atalanta, zu beteiligen. Am 11. März wurde ein vermutliches Piratenschiff mit 12 Mann Besatzung entdeckt. Erst durch Warnschüsse und dem Einsatz des Bordhubschraubers, konnten die Flüchtenden zum Anhalten gezwungen werden. Und dann
Neben dem sogenannten „Mutterschiff“ bewegen sich zwei kleinere Boote (Skiffs), die mit Leitern zum Kapern von Schiffen ausgestattet waren, was durch Photos dokumentiert ist. Diese Leitern, bei denen es sich offensichtlich um den Beweis für, zumindest die Absicht, krimineller Aktivitäten handelte, wurden von den somalischen Piraten rechtzeitig über Bord geworfen. Wie die Webseite der deutschen Bundeswehr erklärt, wurden das Piratenschiff, auf Weisung des „Force Commander EU NAVFOR ATALANTA“, mit ausreichend Treibstoff und Nahrungsmittel versorgt, um die Küste Somalias heil und unversehrt erreichen zu können. Der einzige Erfolg in der ganzen Geschichte: Eines der beiden Skiffs wurde versenkt, das andere beschlagnahmt.
Ob sich Piraterie auf diese Art bekämpfen lässt? Dass die Bundeswehr dieses sonderbare vorgehen auf ihrer Webseite preisgibt, scheint darauf hinzudeuten, dass man dort bezüglich derartiger Weisungen wohl nicht ganz glücklich ist.









