Dienstag , 17 Oktober 2017
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Immer mehr Jugendliche scheitern an scheinbar belanglosen Sicherheitsabfragen im Internet

(ARK) Deutschlands Internetwirtschaft steht vor einem Problem und es wächst täglich. Es geht um eine lange Zeit verschwiegene aber stets vorhandene und unterschwellig brodelnde Thematik vor der sich viele Menschen beschämt wegdrehen, solange es zumindest sie selbst nicht betrifft. Vor allem junge Leute sind davon betroffen und wissen sich kaum zu helfen. Die Anonymität wie auch die Dunkelziffer dieser Sache ist das eine, der Umgang und vor allem die Auswirkungen, die Tragweite, stehen auf der anderen Seite. Jugendliche aber auch Erwachsene scheitern zunehmend an den Barrieren der Internetbenutzung, genauer gesagt an den Sicherheitsabfragen, die kleinen bunten Boxen diverser Onlinedienste und Angebote.

>>Hätte ich doch nur in der zweiten Klasse im Fach Mathematik aufgepasst<<. Der 16 jährige Matthias Dunghöfer (Anmerkung: Name wurde von der Redaktion geändert) sitzt verzweifelt vor seinem PC und hält seinen Kopf in seine Hände gestützt. Immer wieder versucht er eine andere Taste der Tastatur zu betätigen, doch vergeblich, der Zugang bleibt ihm verwahrt. Es ist ihm deutlich anzumerken, er ist traurig und den Tränen nahe, Wut steigt in ihm auf. Gerne hätte er sich mit seinen Kumpels zum Online Game “Brainstorm-Apocalypse“ getroffen, scheitert aber an der Sicherheitsabfrage des Onlineanbieters. Diese Abfrage dient normalerweise dazu, dass nur natürliche Personen auf diverse Dienste und Angebote zugreifen können. Von Hackern programmierte Abfragen scheitern an dieser Form des Datenschutzes, da sie nur bereits programmierte Aufgaben ausführen können. So steht nun aber auch Matthias vor der schwierigen, scheinbar unüberwindbaren Aufgabe, eine an sich simple Mathematikaufgabe zu lösen.
Zahlenabfrage

Noch unabsehbarer wirtschaftlicher Schaden

Neben des Schamgefühls und der Frustration enttäuschter Anwender, wie hier bei Matthias, entwickelt sich eine weitere Problematik. Anbieter von Onlinediensten müssen aufgrund von Datenschutzvorgaben solche Sicherheitsbarrieren einsetzen. Das schadet letzten Endes vor allem den Firmen, die ihrer Waren, Dienstleistungen und Services an den Kunden bringen wollen. Gerade mit der Klientel, zu der auch Matthias Dunghöfer gehört, konnten Onlinedienste wie “schaffnix24.de“ oder der bereits genannte Onlinespiele Entwickler von Brainstorm-Apocalypse, viel, sehr viel Geld verdienen. Ohne die vorgegebene Rechenaufgaben oder Zahlen-Ziffernkombinationen würde es den Unternehmen wirtschaftlich deutlich besser ergehen. Ein Pressesprecher des VFIUGD (Verband für Internetkriminalität und gegen Datenschutz) spricht von einem zunehmenden Anstieg der Absprungrate, besonders im Bereich zwischen den 10. und 15. Wiederholungsversuchen, Tendenz steigend. Dieser zusätzliche Webtraffic führe weiterhin auch zu einer Schädigung der Webperformance dieser Webinhalte.

Nur ein Generationsproblem?

Übrigens, die Dunkelziffer ist nicht nur bei den Jugendlichen hoch. Auch Erwachsene sehen sich mehr und mehr der Diskriminierung sogenannter intellektueller Sicherheitsbarrieren ausgesetzt. So auch bei Familie Dunghöfer. Matthias hat sich in seiner Verzweiflung an seinen Vater gewandt. Dieser sitzt mit seiner Lieblingstasse Kaffee und einer frisch gestopften Zigarette auf der Wohnzimmercouch und verfolgt das Vormittagsprogramm der privaten TV Sender. Jetzt kann auch er nur mit den Schultern zucken und seinem Sohn Mut zu sprechen es weiter zu versuchen. Herr Dunghöfer weiß es eigentlich, resigniert aber, es ist zu spät noch etwas verändern zu können. Für heute jedenfalls, denn um 11:30 Uhr muss er zur Trinkhalle, vorne an die Vorfelder Landsstraße, dort warten seine Kumpels bereits schon mit dem ersten Bier. Vielleicht kommt Matthias heute ja auch wieder mit.

 

Redaktioneller Zusatz:

Dieser Beitrag wurde unter der Absicht der Satire erstellt und veröffentlicht. Themen, Beschreibung und Standpunkte sollen absichtlich überspitzt wirken. Die Nähe zu bekannten Persönlichkeiten und Geschehnissen ist gegeben, jedoch spiegeln sie nicht unbedingt wahre Begebenheiten wieder.

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