Donnerstag , 20 Juli 2017
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Lauschangriff auf Firmen

Lauschangriff – Was tun, wenn die eigene Firma abgehört wird?

Den Begriff des Lauschangriffs kennen die meisten Menschen nur aus Büchern, Filmen oder den Nachrichten. Doch leider werden heutzutage immer mehr Unternehmen und auch Privatpersonen Opfer von Abhörattacken. Sollten Sie tatsächlich einmal mit einem Lauschangriff konfrontiert werden, werden Sie zunächst sicher sehr verunsichert sein, wie Sie auf solch einen rechtswidrigen Eingriff reagieren sollten und wer Ihnen in einer derartigen Situation helfen kann. Denn alleine werden die meisten Betroffenen solch einer Situation nicht Herr. Deshalb wollen wir Ihnen ein paar Tipps für das richtige Verhalten im Falle eines Lauschangriffs geben.

Keine überstürzten Entscheidungen treffen

Natürlich ist die Reaktion der meisten Menschen auf die Entdeckung eines Lauschangriffs erst einmal Schock und der Wunsch, die Wanzen oder Kameras sofort zu entfernen. Doch wenn Sie aus Ihrer Angst heraus überstürzte Entscheidungen treffen, kann die erfolgreiche Ermittlung des Täters torpediert werden. Versuchen Sie sich unauffällig zu verhalten, damit der Täter nicht weiß, dass sein Abhörequipment entdeckt wurde. So stehen die Chancen besser, ihn langfristig zu enttarnen. Doch gerade in Unternehmen, in denen innovative Techniken entwickelt werden, sollten nach der Entdeckung der Abhörtechnik keine sensiblen Daten mehr vor den Wanzen oder Kameras preisgegeben werden. Achten Sie unbedingt darauf, keine Betriebsgeheimnisse zu besprechen, solange die Abhörgeräte noch nicht aus Ihrer Firma entfernt wurden.

Wenden Sie sich an Experten für Lauschabwehr

Moderne Technik macht es möglich, dass schon mit winzig kleinen Kameras oder Miniwanzen Betriebsgeheimnisse ausspioniert werden können, ohne dass Sie etwas davon bemerken. Sollte auch nur entfernt der Verdacht im Raum stehen, dass Sie Opfer eines Lauschangriffs geworden sind, sollten Sie sofort einen Profi einschalten. Erfahrene Lauschabwehrexperten, z.B. von ultima-ratio-gmbh.de können all Ihre Räume und Anlagen untersuchen, Abhörequipment ausfindig und unschädlich machen und Ihre Räume anschließend abhörsicher gestalten. Da diese Arbeit sehr anspruchsvoll ist, sollte sie unbedingt nur von Spezialisten durchgeführt werden.

Kommunikation nur noch außerhalb der verwanzten Räume und mit neuen Handys aufrechterhalten

Sobald Sie entdeckt haben, dass Sie abgehört werden, sollten Sie wichtige Gespräche nicht mehr in dem Gebäude führen, in dem Sie den Lauschangriff vermuten. Zudem sollten Sie auch nicht mehr von den Telefonapparaten in besagten Räumlichkeiten oder ihrem „normalen“ Mobiltelefon aus telefonieren. Sie könnten sich beispielsweise ein günstiges Prepaid-Handy kaufen und mit diesem alle wichtigen, geschäftlichen Telefonate erledigen, bis Ihr Büro wieder abhörsicher ist. Auch beim Verfassen von E-Mails oder dem Versenden von Faxen sollten Sie erst mal vorsichtig sein.

Versuchen Sie nicht die Wanze oder die Kamera selber ausfindig zu machen

Ein Fehler, den die viele Opfer eines Lauschangriffs begehen ist, das Problem selber aus der Welt schaffen zu wollen. Denn so einfach es in Spionageromanen und Büchern auch aussieht, das Aufspüren und Entfernen von Abhörtechnik erfordert viel Erfahrung. Nur zu leicht könnten Sie kleine Wanzen oder Kameras übersehen und so am Ende einen noch größeren Schaden anrichten. Denn dann weiß der Täter nicht nur, dass Sie seine Abhörtechnik gefunden haben, sondern kann Sie auch weiterhin überwachen.

Achten Sie auf Anzeichen für Abhören oder andere Überwachungsmaßnahmen

Sollten Sie plötzlich neue Hardware an Ihren Computern bemerken, deren Zweck sich Ihnen nicht erschließt und die Sie so auch gar nicht in Auftrag gegeben haben, dann sollten Sie misstrauisch werden. Auch wenn plötzlich Handwerker vor Ihrer Tür stehen, die Sie nicht bestellt haben, sollten bei Ihnen die Alarmglocken schrillen. Auch ein Einbruch, der bei dem nichts gestohlen wurde oder Autos, die neuerdings immer vor Ihrer Firma bzw. Ihrer Privatwohnung parken, sind einen zweiten Blick wert.

Wirtschaftsspionage kann sich auch auf die Privatwohnung erstrecken

Zwar wird sich ein Lauschangriff, der die wirtschaftlichen Informationsbeschaffung zum Ziel hat, hauptsächlich auf die Büro- oder Produktionsräume eines Unternehmens konzentrieren, dennoch können theoretisch auch Privatwohnungen abgehört werden. Denn auch im privaten Bereich werden häufig geschäftliche Telefonate geführt oder Gespräche über den Betrieb mit der Familie getätigt. Seien sie deswegen auch in Ihren eigenen vier Wänden aufmerksam und beauftragen Sie im Zweifel einen Experten für Abhörtechnik um zu überprüfen, ob auch Ihr Zuhause abgehört wird.

Bei der Wahl des Abhörspezialisten auf Seriosität achten

Leider gibt es auch bei Abhörspezialisten und Detekteien schwarze Schafe, die ihr Handwerk nicht verstehen und Ihnen nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Überprüfen Sie die Referenzen Ihres favorisierten Dienstleisters daher sorgfältig und lesen Sie sich auch Bewertungen von anderen Kunden in Bezug auf die Leistungen des Unternehmens im Internet durch.

Überblick: Wie sollte man sich verhalten, wenn man abgehört wird?

  • nach der Entdeckung des Lauschangriffs unauffällig agieren
  • keine sensiblen Daten vor den Wanzen, Kameras oder Richtmikrofonen ausplaudern
  • wichtige Unterhaltungen nur noch außerhalb der abgehörten Räume führen
  • nicht das Festnetz Telefon oder das eigene Handy verwenden, sondern Prepaid-Handy kaufen
  • engagieren Sie einen Experten für Lauschabwehr und unterziehen Sie Ihren Betrieb einer gründlichen Überprüfung
  • versuchen Sie nicht die Wanzen oder Kameras selber zu finden und zu entfernen
  • achten Sie auf Anzeichen für Überwachungsmaßnahmen oder andere Auffälligkeiten
  • auch die Privatwohnung sollte bei dem Verdacht auf einen Lauschangriff auf Abhörtechnik hin untersucht werden
  • entscheiden Sie sich nur für seriöse Anbieter in Sachen Lauschabwehr

Zusammenfassung: Wirtschaftsspionage ist leider ein weit verbreitetes Phänomen, mit dem sich immer mehr erfolgreiche Unternehmen konfrontiert sehen. Wer den Verdacht hat, dass er abgehört oder ausspioniert wird, sollte sich daher unbedingt an einen Spezialisten wenden, der verifiziert, ob der Verdacht des Lauschangriffs zutreffend ist oder nicht. Sie sollten sich jedoch davor hüten zu versuchen, die Wanzen und Kameras in Ihrem Unternehmen selber zu finden und zu entfernen.

Wenn Sie festgestellt haben, dass Sie abgehört werden, sollten Sie darauf achten, keine Betriebsgeheimnisse oder sensiblen Daten vor dem Überwachungsequipment preiszugeben. Zum Telefonieren sollten Sie weder den Festnetzanschluss in ihrem Büro, noch Ihr privates Handy benutzen. Stattdessen sollten Sie auf ein günstiges Prepaid Handy umsteigen, bis die Lauschangriff Experten das Problem für Sie behoben haben. Neben Ihrem Unternehmen sollten Sie auch Ihre Privatwohnung von den Abhörexperten überprüfen lassen um zu sehen, ob Sie auch in Ihrem privaten Bereich belauscht werden. Bei der Auswahl eines geeigneten Dienstleisters, der für Sie den Abhörschutz übernimmt, sollten Sie auf die Referenzen des Unternehmens und die Bewertungen im Internet in Bezug auf den Dienstleister achten. So werden Sie keine böse Überraschung erleben.

ARD PlusMinus Wirtschaftsspionage
 

 

Bildernachweis:
Titelbild – Urheber: flynt / 123RF Lizenzfreie Bilder
Lauschangriff – Urheber: gangiskhan / 123RF Lizenzfreie Bilder

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