Montag , 11 Dezember 2017
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Pool richtig reinigen so geht es

In den ersten warmen Tagen des Jahres kommt bei vielen der Wunsch nach einem eigenen Pool auf. Wie schön wäre es doch, direkt im eigenen Garten ins kühle Nasse springen zu können? Wenn da nicht die Reinigung und Pflege des Pools wäre, die viele Interessierte abschreckt. Wir verraten, worauf es bei der Pool-Reinigung ankommt und welche Fehler vermieden werden sollten.

Dabei ist es nicht nur vor hygienischen Gesichtspunkten essentiell, den Pool zu reinigen. Niemand hat Lust, in einem dreckigen Gewässer zu schwimmen – Entspannung und Spaß kommen dabei wahrscheinlich nicht auf. Dabei wird der Pool nicht nur durch die darin schwimmenden Menschen verunreinigt, sondern auch durch Algen, Blätter oder Insekten.

Regelmäßig gereinigt muss neben dem Wasser auch der Boden des Schwimmbeckens.

Bild sauberer Pool

Regelmäßiges Chloren beugt Algen vor

Dabei kann manchen Verunreinigungen durch die Zugabe von Hilfsmitteln ins Wasser vorgebeugt werden, andere müssen in bestimmten Abständen gesäubert werden. Gegen Algen etwa helfen chemische Produkte, die dem Wasser zugegeben werden. Am effektivsten ist dabei Chlor. Chlorprodukte für die Poolreinigung sind in unterschiedlich hoher Konzentration erhältlich. Falls das Wasser schon mit Algen überzogen ist, empfiehlt sich eine sogenannte Stoßchlorierung. Über die Filteranlage wird das Chlor dem Wasser beigemischt. Um Algen dauerhaft vom Pool fernzuhalten, sollte regelmäßig chloriert werden. Auch Keimen und Bakterien wird damit vorgebeugt. Alternativ kann, jedoch mit geringerer Wirksamkeit, Aktivsauerstoff zur Entfernung der Algen verwendet werden.

Wer seinen Pool reinigen möchte, braucht dafür auch eine leistungsstarke Pumpe. Der enthaltene Filter sorgt dafür, dass Schmutz und Verunreinigungen aus dem Wasser abgesaugt werden. Die Pumpe wird auf eine bestimmte Filterleistung und das jeweilige Wasservolumen des Pools eingestellt. Die Pumpe läuft dann je nach Einstellung automatisch.

Den richtigen Filter finden

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Filterarten, die den Pool reinigen: Sandfilter und Kartuschenfilter.

Sandfilter sind dabei die verbreitetste Lösung zur Poolreinigung. Das Wasser wird dabei mithilfe von Sand gefiltert, das eine Körnung von einem halben Millimeter bis zu 0,8 Millimetern aufweist. Das Wasser wird dabei über die Pumpe in den Filter geleitet. Zwei bis drei Mal am Tag sollte das Wasser auf diese Art umgewälzt werden. Zudem müssen die Verunreinigungen mindestens einmal pro Woche in den Abfluss rückgespült werden.

Kartuschenfilter halten den Schmutz mit einer Papierkartusche zurück. Der Filter kann dabei entweder ausgetauscht werden, wenn er schmutzig ist, oder manuell gereinigt werden. Im Vergleich zum Sandfilter ist der Kartuschenfilter weniger effektiv, zudem filtert er nicht alle Verunreinigungen. Blätter oder Steinchen werden hierdurch nicht aus dem Pool entfernt. Der Kartuschenfilter eignet sich deshalb vor allem für kleinere Indoor-Pools. Dafür ist er in der Anschaffung günstiger als ein Sandfilter.

Unabhängig davon, um welche Art von Filter es sich handelt, sollte ein Poolfilter täglich rund acht Stunden laufen, um das Wasser sauber zu halten.

Pool Sauger

Boden muss regelmäßig gesäubert werden

Schmutz oder Fremdkörper, die durch den Filter nicht aus dem Wasser befördert wurden, müssen mit anderen Mitteln entfernt werden. Dabei helfen zum einen ein Kescher und zum anderen ein Bodensauger für den Boden des Pools. Mit dem Kescher können Blätter, die auf dem Wasser treiben, einfach entfernt werden. Was zu Boden gesunken ist, kann durch manuelle oder automatische Bodensauger gereinigt werden.

Trotz des Filters sollte der Boden des Schwimmbeckens regelmäßig gesäubert werden.

Dabei wird dieser abgesaugt. Manuelle Bodensauger werden mithilfe einer Stange, die bis zum Boden reicht, bewegt. Meist handelt es sich um Kunststoff-Platten mit einer Tülle, auf der der Saugschlauch befestigt wird. Auf dem Siebkorb wird die Platte gesetzt. Stange und Schlauch werden mit dem Bodensauger verbunden, der Schmutz bleibt dann im Korb hängen.

Bild Poolroboter

Pool reinigen mit selbsttätigen Poolrobotern

Alternativ sind auch Poolroboter erhältlich, die vollautomatisch arbeiten. Für den Poolbesitzer bedeutet das sehr viel weniger Arbeit. Die Roboter reinigen dabei selbstständig nicht nur den Boden, sondern auch die Wände des Pools. Auch Stufen können sie überwinden. Dabei kann programmiert werden, welche Bereiche des Beckens gereinigt werden sollten. Der Roboter sorgt zudem dafür, dass das Wasser umgewälzt wird.

Zusätzlich zur regelmäßigen Reinigung im Sommer, muss der Pool vor der ersten Benutzung im Jahr im Frühjahr grundgereinigt werden. Das Wasser sollte dazu mit einer Tauchpumpe abgelassen werden. Anschließend wird das Poolbecken gereinigt und mögliche Schmutzränder entfernt. Wenn die Grundreinigung erfolgt ist, kann wieder Wasser eingelassen werden.

Der Pool muss winterfest gemacht werden

Auch im Winter sollte der Pool nicht vollkommen aus den Augen verloren werden. Die richtigen Vorkehrungen für diese Jahreszeit erleichtern auch die Reinigung im Frühjahr. Wichtig ist im Winter bei einem Außenpool insbesondere, dass alle Rohre und Pumpen komplett entleert sind, weil sie sonst durch Frost Schaden nehmen können. Die Einlaufdüse sollte mit Stopfen verschlossen werden.

Um Schmutz zu entfernen, kann eine Stoßchlorung durchgeführt werden. Der pH-Wert des Wassers sollte zwischen 7 und 7,4 liegen. Zum Ausgleich des Eisdrucks kann ein Eispuffer ins Becken eingelegt werden. Außerdem empfiehlt es sich, den Pool mit einer winterfesten Plane abzudecken.

Bildernachweis: Titelbild – Pool Urheber: iriana88w / 123RF Lizenzfreie Bilder sauberer Pool Urheber: CC0 Public Domain-Pixabay.com Pool Bodensauger Urheber: pitchayarat2514 / 123RF Lizenzfreie Bilder Poolroboter Urheber: CC0 Public Domain-Pixabay.com

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