Montag , 5 Dezember 2016
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Wassereinlagerung in Beinen schnell behandeln

Wassereinlagerung – schnelle Hilfe gegen Wasser in den Beinen

Wenn keine akute Krankheit vorliegt, die für eine Wassereinlagerung in den Beinen verantwortlich ist, dann kann man mit wenigen, schellen und einfachen Mitteln, dieser Einlagerung entgegen treten. Bei Problemen mit den Nieren, Herzkrankheiten oder bei eingeschränktem Lymphfluss hingegen, helfen diese Mittel gegen die Wassereinlagerungen nicht. Hier muss in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Wer jedoch seine Beine mit einem erhöhten Körpergewicht belastet, sich in einer Schwangerschaft befindet oder tagein tagaus in einer stehenden Beschäftigung arbeitet, der kann mit geschwollenen Beinen belastet sein, bei denen einfache Mittel und Anwendungstipps helfen können.

Zur Entwässerungstablette sollte man möglichst nicht greifen, denn diese, oftmals frei verkäuflichen Medikamente, belasten den Organismus und sorgen oftmals dafür, dass wichtige Mineralien mit dem Wasser ausgeschieden werden. Medikamentöse Entwässerungskuren sind nur unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen, wenn nichts anderes mehr hilft.

Schnelle Hilfe bei Wassereinlagerungen in den Beinen

Bei leichten Schwellungen ist zunächst einmal der Rückfluss des Wassers zu ermöglichen. Am Einfachsten geschieht dies durch eine höhere Lage der Füße vor dem Schlafengehen. Die Füße müssen hierzu höher als das Becken liegen, dann nutzt man die physikalischen Kräfte für den Rückfluss. Auch mit einer bewussten Atmung wird der Rückfluss des Wassers aus den Beinen günstig beeinflusst. Hierzu sollte ins Brustbein eingeatmet und dabei der Bauch eingezogen werden. Danach solltest du passiv ausatmen (es einfach geschehen lassen) und den Bauch locker lassen. Beim nächsten Atemzug sollte sich dann der Bauch sichtbar wölben, du solltest also in den Bauch einatmen. Anschließend geht die nächste Atmung wieder in das Brustbein. Immer abwechselnd sollte diese Übung einmal täglich für ein paar Minuten erfolgen.

Nach dem morgendlichen Duschen können kalte Güsse für die Beine folgen. Zur Eingewöhnung kann zwischen lauwarmen und warmen Güssen gewechselt werden, wobei die lauwarmen Güsse von Anwendung zu Anwendung kälter werden sollten. Wichtig bei dieser Anwendung ist, dass immer zum Herzen hin gearbeitet und zunächst das rechte, dann das linke Bein mit dem Wasser übergossen wird. Damit werden das Gewebe der Beine und die Venen gestärkt. Der Abfluss der Flüssigkeit im Gewebe wird gefördert.

Naturheilmittel gegen Wassereinlagerungen

Entwässernder Tee

Dieser Tee sollte gleiche Anteile von der Kamille, dem Löwenzahn, dem Steinklee und der Gartenraute enthalten. Zwei Teelöffel dieser Mischung sollten mit kochendem Wasser übergossen werden und dann 10 Minuten ziehen. Nach dem Abseihen des Tees kann er zweimal täglich getrunken werden. Ebenso wirkt Hafertee mit der gleichen Zubereitungsart, der zwei- bis dreimal täglich getrunken wird. Dies beugt Wassereinlagerungen in den Beinen vor und hilft vorbeugend gegen geschwollene Beine. Auch Tee aus Johannisbeeren hilft gegen Wassereinlagerungen in den Beinen. Pro Tasse werden zwei Esslöffel getrocknete Beeren benötigt, die mit ca. 150 Milliliter Wasser aufgekocht werden. 20 Minuten ziehen lassen und abseihen. Drei Tassen täglich helfen und entlasten die Beine.

Wacholderbeeren bei Wassereinlagerungen in den Beinen
Wacholderbeeren eignen sich ideal bei Wassereinlagerungen / Bild: uroburos – Pixabay.com/de

Wacholderbeeren

Die Wacholderbeere besitzt eine stark entwässernde Wirkung. Acht bis 10 Beeren pro Tag verzehrt, bewirken eine schnelle und äußerst wirksame Entwässerung auf natürliche Weise. Leider ist der intensive Geschmack der Wacholderbeere nicht für jeden Gaumen ideal, wer diesen Geschmack allerdings mag, der sollte zu dieser sanften Methode greifen. Auch der Sud aus Wacholderbeeren ist hilfreich bei der Entwässerung. Zwei Teelöffel dieser getrockneten Beeren mit einem Mörser zerkleinern und mit 500 Milliliter Wasser aufkochen. Dieser Sud muss über Nacht an einem warmen Ort ziehen. Nach dem Abseihen kann die Flüssigkeit im Kühlschrank kaltgestellt werden. Zur Behandlung gegen Wassereinlagerungen wird eine dreiwöchige Kur damit empfohlen, bei der man vor jeder Mahlzeit ca. 2 cl Wacholderbeersud trinken sollte.

Salbe aus Rosskastanien

Der Wirkstoff der Rosskastanie Aescin erzielt eine enorme Wirkung auf geschwollene Beine bei der Entwässerung. Diese Salbe ist in Drogeriemärkten und Apotheken erhältlich und sollte regelmäßig in die Beine eingerieben werden. Besonders geeignet ist die Rosskastaniensalbe zur Prävention.

Spargel hilft bei Wassereinlagerungen
Spargel wirkt stark entwässernd / Bild: PublicDomainPictures – Pixabay.com/de

Ernährungstipps gegen Wassereinlagerungen

Zunächst einmal sollte der Zuckerkonsum reduziert werden. Zucker in Übermaßen genossen kann ebenfalls zu Wassereinlagerungen führen. Besser ist es, du isst mehr Reis und Spargel, denn diese beiden Lebensmittel entwässern. Hier solltest du allerdings gerade beim Spargel aufpassen, dass nicht zu viel entwässert wird, denn er ist in diesem Punkt extrem wirksam. Normalerweise wird gesagt, dass Salz entwässernd wirkt. Dies ist richtig, jedoch bewirkt ein erhöhter Salzkonsum wie z. B. in Fertigprodukten oder in Käse, genau das Gegenteil – es sammelt sich mehr Wasser im Gewebe an. Nebenbei belastet ein erhöhter Salzkonsum Kreislauf und Herz, ist also nicht nur für die Wassereinlagerung in den Beinen verantwortlich. 4 bis 6 Gramm Salz täglich sind vollkommen ausreichend, wobei Vorsicht vor den versteckten Salzen angeraten ist. Hier ist also weniger mehr! Schüßler Salze, allseits bekannt, hingegen entwässern wiederum. Dies ist eine natürliche Hilfe gegen Einlagerungen von Wasser und ist mit der Nummer 10 als Natrium sulfuricum und der Nummer 8 als Natrium chloratum besonders hilfreich.

Schwimmen bei Wassereinlagerungen in den Beinen
Abtauchen und Wassereinlagerungen den Kampf ansagen / Bild: Survivor – Pixabay.com/de

Sportliche Betätigung gegen Wassereinlagerungen

Gute Wadenmuskeln, Unterstützung des Lymphflusses und Beweglichkeit der Venen:

Ideal sind Rad fahren, eine fünfminütige Gymnastik täglich mit Pumpfunktion für Fuß- und Wadenmuskeln sowie Strecken und Einrollen der Zehen oder vom Zehenspitzengang in den normalen Gang wechseln.
Schwimmen

Alle Schwimmstile mit starker Bewegung sind geeignet. Beine müssen im Wasser auf- und abgebogen werden. Der Körper wird beim Schwimmen entlastet.
Gymnastik

Ideal bei überwiegend stehender oder sitzender Arbeit: einfach aufrecht und barfuß hinstellen, mit dem gesamten Körpergewicht vorwärts und rückwärts wippen und Ferse und Zehenspitzen abwechselnd belasten. Während der sitzenden Arbeit, können die Zehen (ohne Schuhe) auch greifende Tätigkeiten ausführen:  Zehen einrollen und strecken.
Fitnessübungen

Spezielle Trainingsmethoden gegen Wassereinlagerungen in den Beinen werden ebenso in Fitnessstudios von den dortigen Physiotherapeuten angeboten. Nur regelmäßig betrieben ist dies wirklich wirkungsvoll. Zudem wird überschüssiges Körperfett abgebaut, die Muskulatur sowie das Herz-Kreislauf-System gestärkt. Dies sind alles Dinge, welche die Wassereinlagerungen minimieren.

Da bereits viele Menschen von den Wassereinlagerungen in den Beinen (Ödeme) betroffen sind, und es sich nicht immer um eine krankhafte Angelegenheit handelt, besteht Handlungsbedarf. Knöchel und Füße schwellen an, die Beine werden schwer.

Wird der Daumen auf die betroffenen Stellen gedrückt und hinterlässt eine sich nur langsam zurückbildende Delle, spricht man von Ödemen.

Kein Ödem herrscht vor, wenn die Beine an heißen Tagen anschwellen, denn dies kann durch Kühlung wieder rückgängig gemacht werden. Häufigste Ursache der anschwellenden Beine und Füße ist der Mangel an Bewegung. Lassen sich Ödeme nicht durch die oben genannten Mittel beheben, liegt eine Organschwäche vor, die unbedingt ärztlich behandelt werden muss. Die Lymphen, Nieren, Leber, Venen oder das Herz können hier geschwächt sein und werden in der Regel medikamentös oder mit Kompressionsstrümpfen behandelt.

Titelbild: Urheber: sborisov / 123RF

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