Sonntag , 11 Dezember 2016
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Apfelsaft selber machen

Apfelsaft selber machen – so wird er richtig lecker

Es ist eines der beliebtesten Erfrischungsgetränke hierzulande und bei Kindern ebenso beliebt wie bei Erwachsenen. Ob pur oder als Mischung mit Mineralwasser, er erfrischt und ist ein wohlschmeckender Begleiter zum Essen oder für Zwischendurch. Die Rede ist vom Apfelsaft. Das beliebte Getränk gibt es nahezu überall zu kaufen und das in unterschiedlichen Qualitätsstufen vom Saft aus Konzentraten bis hin zum naturtrüben, direkt gepressten Saftgenuss. Und wie alles was uns nährt, schmeckt auch der Apfelsaft am besten, wenn er selbst gemacht wird – und dies bedarf keineswegs einer speziellen technischen Ausstattung und ist prinzipiell in jeder Küche möglich, die ein paar einfache Gerätschaften mit sich bringt. Das Herstellen des eigenen, hausgemachten Apfelsaftes ist zwar mit einem gewissen Aufwand an Zeit und Mühe verbunden, der Einsatz lohnt sich jedoch auf jeden Fall, zumal der so hergestellte Apfelsaft auch als Kochzusatz oder in vergärter Form als Apfelwein großartige Geschmackserlebnisse beschert.

Was braucht man, um Apfelsaft selber zu machen?

Grundsätzlich gibt es eine Reihe von technischen Hilfsmitteln, die das Herstellen von Saft aus frischem Obst auf die ein oder andere Art erleichtern können.

Der prinzipielle Ablauf der Saftherstellung ist jedoch immer der gleiche:

Zunächst gilt es das Obst zu waschen und gegebenenfalls wurmstichige oder dunkle Stellen zu entfernen. Anschließend müssen die Äpfel zerkleinert und zu Apfelmus verarbeitet werden. Das Apfelmus ist dann die Grundlage für den Saft, der dadurch gewonnen wird, dass man das Mus entsaftet. Und damit ist der Apfelsaft aus eigener Herstellung auch schon zubereitet.

Apfelsaft selbst machen
Verwenden Sie nur gesäuberte Äpfel / Bild: bykst – Pixabay.com/de

In diesem immer gleichen Prozess ist es vor allem das Zerkleinern der Äpfel und die Herstellung des Mus, sowie das anschließende Entsaften, das die meiste Arbeit erfordert und daher gerne mit technischen Hilfsmitteln angegangen wird – wie beispielsweise einem Häcksler (für das Zerkleinern), einer Obstpresse (für die Herstellung des Mus), einem Schnellkochtopf (ebenfalls für die Herstellung von Apfelmus) oder einem Entsafter (für das „Auswringen“ des Mus zu Saft). Aber auch ohne diese Hilfsmittel gelingt die Herstellung des eigenen Apfelsaftes.

Tipp: Siehe unseren Entsafter Test

Alles was man dazu benötigt, findet sich in nahezu jeder Küche: ein Messer um die Äpfel zu entkernen, dunkle Stellen zu entfernen und in einem ersten Schritt zu zerkleinern; ein großer Kochtopf um die zerkleinerten Äpfel weich zu kochen; einen weiteren Kochtopf, in den der Saft aus den weich gekochten Äpfeln mittels Sieb und Baumwolltuch gepresst wird; und Flaschen, um die feine Eigenkreation abzufüllen. Gegebenenfalls kann auch eine Einmachhilfe, d.h. handelsübliche Konservierungsmittel, verwendet werden um den Saft länger haltbar zu machen.

Apfelsaft selber machen
Suchen Sie sich die richtige Apfelsorte aus / Bild: Larisa-K – Pixabay.com/de

Wie geht man vor, um Apfelsaft selber zu machen?

Zunächst gilt es, eine geeignete Apfelsorte ausfindig zu machen. Am besten eignen sich unbehandelte Äpfel aus ökologischem Anbau, die eine geringe Schadstoffbelastung und einen hohen Anteil an Aromen vorweisen können. Aber auch jede andere Apfelsorte ist geeignet, wobei darauf geachtet werden sollte, dass der letztendlich hergestellte Saft seinen Geschmack der Süße bzw. dem Säuregehalt der ausgewählten Apfelsorte verdankt. Das heißt: will man einen eher süßen Saft herstellen, sollte man entsprechend süße Apfelsorten ausfindig machen – wer seinen Apfelsaft dagegen mit einer gewissen sauren Note geniessen will, der wählt als Ausgangsprodukt entsprechend sauer schmeckende Äpfel. Probieren geht hier wieder einmal über studieren. Ist die Grundlage, d.h. die Apfelsorte nach persönlichem Geschmack, erst einmal ausgewählt, beginnt die eigentliche Arbeit.

Um einen Liter Apfelsaft herstellen zu können, benötigt man 1,5 bis 2 Kilogramm frische Äpfel.

Diese werden gewaschen, entkernt und von dunklen oder wurmstichigen Stellen befreit. Anschließend zerkleinert man die Äpfel zu mittelgroßen Stücken, die man zusammen mit einem Liter Wasser in einen großen Kochtopf gibt. Bei mittlerer Hitze werden die zerkleinerten Äpfel dann 20 bis 30 Minuten gekocht, wobei die Äpfel ständig gerade so mit Wasser bedeckt sein sollten. Sollte zuviel Wasser verdunsten, giesst man entsprechende Mengen in die kochende Apfelmasse nach.

Während die Äpfel weich gekocht werden, lässt sich bereits die Apfelpresse Marke Eigenbau vorbereiten: über einen zweiten, großen Topf wird ein passendes Sieb angebracht, das man mit einem Baumwolltuch bzw. einem Geschirrtuch auslegt. Ist die Kochzeit für die Äpfel vorüber, gießt man den gesamten Inhalt des ersten Topfes über das Sieb in den zweiten Topf ab. Im Baumwollsieb verbleiben dann die nun weichen Apfelstücke und der kraftaufwendige Teil der Arbeit beginnt: die Apfelmasse wird im Baumwolltuch solange ausgewrungen, bis die Masse keine Flüssigkeit mehr abgibt.

Der frisch gepresste Saft im zweiten Topf kann nun noch je nach Geschmack mit Zucker oder Sirup nachgesüsst oder mit Wasser verdünnt werden. Anschließend erhitzt man den Saft für weitere 20 Minuten ohne ihn zu kochen. Sollte sich dabei Schaum bilden, schöpft man diesen mit einer Schöpfkelle ab. Und voila: der hausgemachte Apfelsaft ist fertig!

Wer den Saft länger lagern möchte, gibt anschließend die Einmachhilfe dazu und füllt den Saft nach gründlichem Durchrühren in sterilisierte Flaschen ab (die Flaschen dazu einfach gründlich waschen und bei 130 Grad für eine Viertelstunde in den Backofen geben). Wer auf die Konservierungsstoffe der Einmachhilfe verzichten möchte, sollte seinen Saft entsprechend zügig aufbrauchen, da nach kurzer Zeit bereits Gärprozesse einsetzen, die den Apfelsaft allmählich in Apfelwein verwandeln… der jedoch auch hervorragend schmecken kann!

Titelbild > Urheber: subbotina / 123RF Lizenzfreie Bilder

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