Montag , 25 September 2017
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Sommerreifen im Winter richtig lagern!

Verantwortungsvolle Autofahrer wechseln in der kalten Jahreszeit die Reifen an ihrem Fahrzeug um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und um alle gesetzlichen Auflagen erfüllen zu können. Das Umstecken der Räder ist eine der wenigen Tätigkeiten, die man an modernen Autos noch in Eigenregie selbst durchführen kann. Außerdem hilft es die Kosten zu minimieren und ist eine Tätigkeit, die durchaus Spaß machen kann. Auch bleibt man zeitlich flexibel, langwierige Terminvereinbarungen und Wartezeiten beim Reifenhändler bzw. der Werkstätte bleiben einem dadurch erspart. Allerdings sollten bei der Einlagerung der Sommerreifen zu Hause einige wichtige Punkte unbedingt beachtet werden, damit die Bereifung keine Schäden erleidet.

So halten Sie ihre Reifen fit

Damit die Sommerreifen in der nächsten Saison wieder ihren vollen Dienst leisten können, gibt es einige grundlegende Punkte, die man bei vor bzw. bei der Lagerung der Pneus beachten muss. Sollten diese nicht eingehalten werden, so können die Fahreigenschaften der Reifen durchaus beeinträchtigt werden.

So spielt der richtige Luftdruck nicht nur im Fahrbetrieb, sondern auch bei der Lagerung der Reifen eine wichtige Rolle. Schon vor der Demontage empfiehlt es sich, den Luftdruck der Sommerreifen um gut 0,5 bar zu erhöhen. Den auch während der Lagerung kann der Druck langsam abfallen. So vermeidet man, dass man nach dem Winter mit halbvollen Reifen zum Luftauffüllen fahren muss und die Sommerreifen im Extremfall dadurch beschädigt.

Eine ausgiebige Reinigung der Pneus nach dem Wechsel sollte nicht vergessen werden. Kleine Steine können vorsichtig mit einem Schraubendreher aus den Profilrinnen entfernt werden. Erdablagerungen, Bremsstaub und andere Verschmutzungen lockert man am besten mit einer Bürste und spült danach mit klarem Wasser nach. Auch ein Hochdruckreiniger mit geringem Druck kann eingesetzt werden. Gummischädigende Lösungs- und Reinigungsmittel dürfen natürlich nicht verwendet werden.
Nach Abtrocknung der Pneus sollten diese unbedingt gekennzeichnet werden. Sehr gut eignet sich Kreide dazu, aber auch ein mit Klebeband an der Felge angebrachter Zettel erfüllt den Zweck. So wird die Position des Reifens am Fahrzeug notiert, also ob er vorne oder hinten und links oder rechts vom Fahrer ausgesehen montiert wird. Soweit nicht am Reifen selbst die Fahrrichtung angezeigt wird, sollte diese auch vermerkt werden. Bei der Neumontage kommt der Reifen wieder an die richtige Fahrzeugachse, wo er schon in der Vorsaison montiert war. Da der Abrieb der Reifen an Vorder- und Hinterachse unterschiedlich ist, kann man diesen so besser kontrollieren. Ein gleichmäßiger Verschleiß wird erzielt, indem man nach zwei oder drei Saisonen die Pneus von vorne nach hinten wechselt und umgekehrt.

Vor der Einlagerung ist eine Kontrolle der Sommerreifen auf eventuelle Beschädigungen empfehlenswert. Entdeckt man Beulen an den Flanken der Reifen, so ist höchste Vorsicht geboten. Diese weisen auf einen Schaden an der Karkasse, dem aus hochfesten Fasern bestehenden Geflecht des Reifenunterbaues, hin. Bei höheren Geschwindigkeiten können sich an diesen Stellen Teile der Laufflächen des Reifen ablösen oder der Reifen sogar platzen. Als Ursache für diese Beschädigungen gilt oft das falsche bzw. zu unvorsichtige Fahren über Randsteinkanten, wie es beim schlampigen Einparken praktiziert wird. Reifen mit Beulen sollten in der kommenden Saison also nicht mehr montiert werden. Dasselbe gilt für Reifen mit starken, augenscheinlichen Rissen auf der Lauffläche. Sinnvoll ist es auch, die Profiltiefe vor der Einlagerung zu messen. Ab einer Profiltiefe von 3 Millimetern steigt die Gefahr des Aquaplaning stark an, auch hier wären neue Sommerreifen eine sinnvolle Investition.

Gummi altert unter dem Einfluss von Wärme und Licht, vor allem UV-Strahlung, aber auch bei Luftbewegungen. Er verliert dadurch an Festigkeit und Elastizität, wird spröde, rissig und härtet aus. Die Pneus verlieren damit ihre guten Fahreigenschaften. Zur Lagerung der Sommerreifen sollte daher immer ein dunkler, trockener und kühler Raum gewählt werden, in dem auch kein Kontakt mit Benzin und Schmiermittel möglich ist. Zur Lagerung kann man die Reifen stapeln. Dies muss allerdings ordentlich erfolgen, es sollten auch nicht mehr als vier Reifen übereinanderliegen. Wesentlich besser ist ein Felgenbaum geeignet, bei dem die Reifen übereinander ohne Kontakt aufbewahrt werden. Diese Methode ist, genauso wie das einzelne Aufhängen an einer Wand, nur mit auf Felgen montierten Pneus möglich. Nicht auf Felgen montierte Reifen lagert man am besten nebeneinanderstehen.

Richtiges Einlagern nach Reifenwechsel


Vorteile von guten Sommerreifen

Die Zahl der Hersteller die hochwertige Sommerreifen produzieren ist groß. Dazu gehören Branchengrößen wie Continental, Michelin, Goodyear, Dunlop und Bridgestone, die unter ihrem Firmennamen sehr gute Reifen vertreiben. Zusätzlich haben all diese Hersteller noch etliche Untermarken im Angebot, die zumeist gleich bis annähernd gute fahrtechnische Eigenschaften wie die Top Reifen bieten können, bei den Preisen aber erheblich unter den bekannten Produkten liegen. Zunehmend stoßen auch neue Produzenten aus Übersee, vor allem aus Asien, neu auf den Markt dazu. Hier sind teilweise überraschend gute Produkte zu besonders brieftaschenfreundlichen Kosten zu finden. Tipps und Informationen zu den Fahreigenschaften solcher Sommerreifen findet man in Reifentests der Autofahrerclubs, die auch im Internet veröffentlicht werden. Auch auf diversen Testportalen kann man Kundenmeinungen zu dieser Thematik nachlesen und auf diesem Weg den richtigen Sommerreifen für die eigenen Ansprüche finden.

Gute Sommerreifen sorgen in der warmen Jahreszeit für beste Sicherheitsreserven und vergrößern den Fahrspaß wesentlich. Moderne Gummimischungen mit Silica verbessern die Bodenhaftung, was der Fahrer beim Kurvenfahren und beim Bremsen besonders merkt. Die computerentwickelten Profile der Reifen ermöglichen sogar bei starkem Regen relativ hohe Geschwindigkeiten ohne Aquaplaning-Gefahr. Stellt sich der Pilot auf die Wetterbedingungen ein und reduziert das Fahrtempo entsprechend, dann können Sommerreifen bis zum gesetzlich geregelten Index von 1,6 Millimeter Profiltiefe benützt werden. Aus Sicherheitsgründen empfehlen Experten aber die Montage von neuen Sommerreifen ab rund 3 Millimeter Profiltiefe. Aber auch wenn noch genug Profil an den Sommerreifen vorhanden ist, sollte nach spätestens acht Jahren Verwendung ein Wechsel der Reifen aus Altersgründen erfolgen.

Bildernachweis:
Titelbild – CC0 Public Domain/Pixabay.com

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