Dienstag , 6 Dezember 2016
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Mit Powerline und Co: Das WLAN zu Hause erweitern

Darf es etwas mehr WLAN sein? Häufig sorgen verwinkelte Wohnungen, dicke Wände oder weite Flure für Frust beim Nutzen des heimischen Netzwerks. Wenn man deshalb sein WLAN vergrößern will, sind Repeater und Powerline-Adapter die Mittel der Wahl. Hier erfahren Sie, warum.

Repeater: Halbe-halbe, aber immerhin

Wenn im eigenen Heim weite Wege oder massiver Beton dem WLAN Grenzen setzen, können sogenannte Repeater dieses Problem lösen. Bei ihnen handelt es sich um kleine WLAN-Adapter, die direkt aus der Steckdose mit Strom versorgt werden. In den Räumen, wo man sie einsetzt, bauen die Repeater ein eigenes WLAN auf. So kann man längere Strecken in seinem Haus oder seiner Wohnung überbrücken und die Reichweite seines Heim-WLANs erhöhen. Allerdings: So ein Repeater muss zwischen dem Ur-WLAN und den Endgeräten wie Smartphone, Tablet und Co ständigen Kontakt halten, damit das Ganze funktioniert. Das hat zur Folge, dass sich bei seiner Nutzung die Bandbreite des Netzwerks schnell mal halbiert: Aus 300 Mbit pro Sekunde werden dann 150 Mbit pro Sekunde. Da kann es je nach Leistung des vorhandenen DSL-Anschlusses bei der Performance schon mal eng werden. Außerdem sollte man beim Kauf darauf achten, dass der Repeater dem WLAN-Standard und der Leistung des verwendeten Routers entspricht. Ist dies nicht der Fall oder handelt es sich um ein Gerät älterer Bauart, kann es passieren, dass der Router seine Leistung auf die des Repeaters automatisch herunterstuft. Das wiederum legt womöglich das Netzwerk auf ganzer Strecke lahm – und nicht nur den Bereich, den der Repeater abdeckt.

Die Powerline-Lösung: WLAN aus der Steckdose

Wenn es im Haus besonders verwinkelt ist oder ein WLAN-Netzwerk über mehrere Stockwerke hinweg funktionieren soll, sind sogenannte Powerline-Adapter meistens die Lösung des Problems. Ein Powerline-Netzwerk holt sich das Signal vom Router über ein Netzwerkkabel. An eine Steckdose angeschlossen, kann sich das WLAN via Powerline über das ganze Stromnetz im Haus verbreiten. Voraussetzungen dafür sind mindestens zwei Powerline-Adapter, zwei freie Steckdosen im selben Stromkreis und das Netzwerkkabel zum Router. Wichtig: Wenn die Adapter zur Verwendung kommen, dürfen die Steckdosen nicht mit einem Überspannungsschutz versehen sein. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann der zweite Powerline-Adapter in dem Raum in eine Steckdose gesteckt werden, der damit ans häusliche Netzwerk angeschlossen werden soll. Hier kann der Powerline-Adapter jetzt weitere Geräte vernetzen.

Powerlines als stockwerkübergreifende Netzwerk-Lösung

Bei größeren, verwinkelt geschnittenen Gebäuden ist ein WLAN via Powerline fast alternativlos. Im Gegensatz zum Repeater lassen sich die Adapter in der Dose von dicken Wänden nicht sonderlich beeindrucken. Will man den Herstellerangaben Glauben schenken, beträgt die Reichweite einiger Adapter ein paar hundert Meter. Allerdings messen die Anbieter unter Idealbedingungen, sodass man im realen Einsatz von einer kürzeren Reichweite ausgehen sollte – dennoch: Unterm Strich dürfte die Leistung der Powerline-Adapter allemal etagenübergreifend reichen.

Wichtig in Sachen Performance: Nur ein Adapter für eine Steckdose

Wichtig bei der Verwendung von Powerline-Adaptern: Sie sollten nicht zusammen mit anderen Geräten an einer Steckdose hängen, sondern nur allein. Sonst kann es sein, dass die Leistung massiv nachlässt – man käme also in Sachen Netzwerk-Performance vom Regen in die Traufe. Außerdem ist es wichtig, keine Mehrfachsteckdosen zu verwenden – das könnte zu Problemen bei der Kompatibilität führen, wenn Adapter von unterschiedlichen Herstellern zum Einsatz kommen.

Extra-Optionen erhöhen den Preis

Obwohl die Vorteile überwiegen, muss eine Netzwerkerweiterung über eine Powerline nicht sonderlich teuer sein. Allerdings gilt das nur, wenn man die Standardausführungen der Adapter verwendet. Für Powerline-Adapter mit mehreren Schnittstellen-Anschlüssen für weitere Computer und mit integriertem Stromstecker muss man schon etwas tiefer in die Tasche greifen.

Bildernachweis:
Titelbild: andibreit – CC0 Public Domain / Pixabay.com

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