Samstag , 25 Juni 2016
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rote Flecken am Bein - Ursachen und Behandlung

Alarmsignal – rote Flecken an den Beinen

Rote Flecken an den Beinen können viele Ursachen haben und möglicherweise sogar auf einer Erkrankung beruhen. Wenn die roten Flecken auffällig sind und nach einer geraumen Zeit nicht abschwächen oder gar verschwinden, solltest du zu dem Arzt deines Vertrauens gehen. Ein paar der möglichen Ursachen von roten Flecken an den Beinen sind beispielsweise Hautausschlag, venöse Insuffizienz oder Vaskulitis.

Hautausschlag

Der Hautausschlag macht sich schnell bemerkbar und kann sich großflächig ausbreiten. Manchmal bilden sich an den betroffenen Stellen zusätzlich zu den roten Flecken eitrige Pickel oder Quaddeln. In den meisten Fällen jucken die vom Ausschlag betroffenen Stellen oder schmerzen sogar. Diese Symptome gehen immer mit einem Wärmegefühl an den Körperstellen einher. Manchmal macht sich der Ausschlag auch durch Fieber, Schwitzen, Husten, Schwellungen und Atemnot bemerkbar. Hautausschlag kann infolge einer Allergie, einer Hautkrankheit oder einer Infektion auftreten.

Manchmal ist es kratzige Kleidung oder es sind Cremes, die einfach nicht gut vertragen werden. Bei einem Ausschlag an den Beinen kann auch eine Wundrose im Verdacht stehen. Diese entsteht oft aufgrund der Nebenwirkung eines Medikaments. Insektenstiche sind auch dafür verantwortlich, dass Ausschlag entsteht. In den hier genannten Fällen, reicht es aber in der Regel aus, die Stelle zu kühlen und abzuwarten. Bei starken allergischen Reaktionen, vor allem nach Einnahme eines ungewohnten Medikaments, solltest du aber zum Arzt, vielleicht sogar ins Krankenhaus gehen.

Allergie durch Medikament
Medikamente können Allergien hervorrufen / Bild: Urheber: ludmilafoto / 123RF

Maßnahmen

Ist die Ursache für den Ausschlag unklar, empfiehlt es sich zu deinem Hausarzt zu gehen, um dort einen Allergietest durchzuführen. Ebenso wird dir wahrscheinlich Blut abgenommen, um mit diesem festzustellen, ob evtl. eine Autoimmunerkrankung vorliegt. Diese kann nämlich auch zu Hautveränderungen, wie Ausschlag führen. Ultraschalluntersuchungen und Gewebeuntersuchungen werden beim Hautarzt vorgenommen. Bakterielle Infektionen können mit Antibiotika behandelt werden. Auch entzündungshemmende Medikamente und Antihistaminika werden verschrieben. Cremes lindern Juckreiz und Schmerzen innerhalb kürzester Zeit.

Sollte tatsächlich eine Autoimmunkrankheit vorliegen werden ggf. Immunsupressiva verschrieben.

Bei vielen Hautkrankheiten wie Psoriasis, Lichen ruber, Pityriasis lichenoides, Neurodermitis oder Sklerodermien, hilft die Lichttherapie mit UV-Strahlen, um den Ausschlag zu mildern oder verschwinden zu lassen. Ein Klimawechsel tut Betroffenen gut, die an Neurodermitis oder Psoriasis leiden.

Vorbeugung

Teilweise ist die Empfindlichkeit der Haut genetisch veranlagt und manche Menschen leiden mehr unter Hautproblemen als andere. Trotzdem ist das größte Organ des menschlichen Körpers selbst großen Belastungen ausgesetzt und jeder ist in der Lage der Haut eine Umgebung zu schaffen, die Infektionen und Pilzbefall unwahrscheinlicher werden lässt. Pflege deine Haut gut. Lass sie nicht austrocknen, indem du dich gut eincremst und vermeide eine zu lange Sonnenbestrahlung.

Selbstverständlich solltest du auf ausreichende Hygiene achten, wobei hier gesagt werden muss, dass ein Zuviel den natürlichen Schutzmantel der Haut ruinieren kann. Reizende Stoffe und Chemikalien sind oft auch Grund für einen nervigen Ausschlag. Wenn du regelmäßig mit solchen Stoffen zu tun hast und bemerkst, dass du Hautprobleme bekommst, lass einen Allergietest machen. Ein starkes Immunsystem kann vor Infektionen schützen. Kälte schwächt die Abwehrkräfte und ist daher zu vermeiden. Genauso solltest du auf deine allgemeine Gesundheit aufpassen, indem du einen gesunden Lebensstil pflegst.

rote Flecken durch Hautcreme
Hautcremes können ebenfalls Hautunverträgleichkeiten verursachen / Bild: kornd – Pixabay.com/de

Chronische venöse Insuffizienz

Unter chronischer venöser Insuffizient leiden derzeit drei bis zehn Prozent der deutschen Bevölkerung. Es handelt sich hierbei um eine Venenschwäche, bei der die Venenklappen den Rückfluss des Blutes nicht aufhalten können. Das liegt an einer Fehlbildung oder an einem Fehlen der Venenklappen. Ebenso verhindern Krampfadern den gleichmäßigen Blutstrom zum Bein. Erste Anzeichen machen sich in Form von Wassereinlagerungen in der Knöchelgegend bemerkbar. Sehr Häufig sind auch rote Flecken ein Warnzeichen für eine chronisch venöse Insuffizienz. Später verfärben sich diese Merkmale auf der Haut eher ins Braune. In diesem Fall ist die Krankheit schon weit fortgeschritten und bedarf dringend einer Behandlung. Ein Venenkranz an den Knöcheln macht die Situation eindeutig.

Maßnahmen

Gerade bei einer sichtbaren Venenschwäche, führt kein Weg am Arzt vorbei. Es werden Venenfunktionstests durchgeführt und anschließend musst du als Therapie Kompressionsstrümpfe tragen, die den Druck auf die Venen von außen ausüben, den sie selber nicht herstellen können. Verschlimmerungen der Symptome wird so entgegengewirkt und die Flecken bilden sich innerhalb einiger Monate zurück.

rote Flecken am Bein durch Vaskulitis
Bei einer Vaskulitis unbedingt den Arzt besuchen / Bild: Urheber: alexwhite / 123RF

Vaskulitis

Im schlimmsten Fall sind die Flecken an den Beinen von einer Blutgefäßentzündung, der Vaskulitis. Diese kann jedes Blutgefäß im Körper befallen und ist daher oft nicht an äußeren Auffälligkeiten bemerkbar. Als einziges eindeutiges Zeichen gelten die Flecken, die eher wie Punkte aussehen und sich in Scharen an der betroffenen Stelle, hier der Beinpartie, ansammeln. Meistens tritt dieses Symptom nicht allein auf.

Unwohlsein, rapider Gewichtsverlust, Muskel- und Gelenkschmerzen, blutiger Urin und Taubheitsgefühle in den Beinen stellen weitere typische Anzeichen dar, die auf eine Vaskulitis hinweisen. Das Gefährliche an einer Vaskulitis ist, das sie sich auf Gefäße ausbreiten kann, die für die Versorgung der Organe mit Blut notwendig sind. Es kann zu einer Unterversorgung von Blut kommen und es tritt ein Organversagen ein, welches tödlich enden kann. So weit muss es aber nicht kommen. Rechtzeitig erkannt, wird, mit entsprechenden Medikamenten, schnell Abhilfe geschaffen.

Titelbild: Urheber: hshii / 123RF

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