Sonntag , 11 Dezember 2016
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Warzen selber entfernen

Warzen selber entfernen

Warzen sind lästige Hauterkrankungen, die durch Viren ausgelöst werden. Die Übertragung kann häufig im Schwimmbad, am Strand oder in der Sauna stattfinden. Wer ohne Fußdesinfektion solche Lokalitäten besucht, wird früher oder später mit den Warzen bekannt, die es in verschiedenen Arten gibt. Bei der Entfernung der Warzen sprechen wir hier nicht über Warzen im Genitalbereich oder im Bereich der Augen oder von Schleimhäuten. Diese gehören unbedingt in ärztliche Behandlung. Aber es gibt harmlose Warzen, die man auch selbst gut behandeln kann. Der Erfolg ist umso wahrscheinlicher, wenn man noch kleine Warzen früh erkennt. Die Warzen als gutartige Geschwulste der Epidermis, können nach einer langen Inkubationszeit auftreten. Sie sind verursacht durch humane Papillomviren. Es hängt von der Gesamtkondition eines Menschen ab, ob er nach einer Infektion Warzen bekommt. Wer ein starkes Immunsystem hat, kann sich gegen die Infektion selbst schützen. Dies sei an dieser Stelle besonders zur Vorbeugung gesagt. Das gesunde Immunsystem bekämpft Warzen bereits bei der Ansteckung.

Warzenarten

Die am häufigsten vorkommende Warzenart ist die Vulgäre Warze oder auch Stachelwarze. Sie tritt einzeln auf oder wird mit Schmierinfektion viele Tochterwarzen hervorbringen. Daneben gibt es noch Alterswarzen, Dellwarzen, Feigwarzen, Fleischerwarzen, Dornwarzen, Mosaikwarzen, Pinselwarzen oder Flachwarzen.

Pflanzliche Mittel gegen Warzen

Eine natürliche Behandlung gegen Warzen kann mit einem Pflanzensaft zu einem Erfolg führen. Dabei sollte man mehrmals täglich die Warze mit frisch gepresstem Saft des Schöllkrautes benetzen. Die Pflanze wird dazu nur zerzupft und mit dem Stengel auf die Warze gedrückt. Der ausfließende gelbe Saft muss die Warze vollkommen abdecken. Das Verfahren soll etwas langwierig sein, ist aber erfolgreich in der Anwendung bei kleineren Warzen. Außerdem ist diese Behandlung schmerzfrei.

Warzen mit Schöllkrautsaft entfernen
Mit Schöllkraut die Warze entfernen / Bild: Hans – Pixabay.com/de

Warzen vereisen mit einem Stift

Es gibt in der Apotheke Präparate, die die Warze vereisen können. So sind diese Mittel als Stift oder als Spray erhältlich. Nach dem Auftragen des Mittels löst sich die Warze aus der Haut, weil sie abgestorben ist und kann leicht entfernt werden.

Der Stift hilft bei einer genauen Dosierung im Warzenbereich, ein Spray wird sicher neben der Warze ebenfalls Gewebe zerstören.

Da dies gesundes Gewebe ist, sind Komplikationen eventuell zu befürchten. Auf jeden Fall sollte man sorgfältig mit der Dosierung verfahren, damit keine zu große Verletzung entsteht. Die Vereisung ist eine sehr schnell wirksame Methode, die auch von Ärzten durchgeführt wird. Bei sehr kleinen Warzen kann sie aber nicht immer helfen, da ein zielgenaues Auftragen nicht so gut möglich ist.

Warzen mit Hühneraugenpflaster bekämpfen

 Die meisten Warzen sind am Fuß schwer von Hühneraugen zu unterscheiden. Da hier auch das altbewährte Hühneraugenpflaster zu einer Entfernung geeignet ist, kann man dieselbe Methode für beide Beschwerden anwenden. Der Vorteil der Methode liegt in der simplen Anwendung. Das genau auf die Warze aufgeklebte Pflaster hält die Salicylsäure auf der infizierten Stelle und bleibt dort den ganzen Tag wirksam.

Jeden Tag nach der abendlichen Körperwäsche, kann man das Pflaster erneuern. Zu diesem Zeitpunkt ist ein Fußbad eine gute Möglichkeit, das Herauslösen der Warze aus der umgebenden gesunden Haut zu unterstützen.

Man sieht ganz genau, inwieweit die Lösung schon vorangeschritten ist und kann eventuell sich abhebende Hautschichten abtragen. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Umgebung um die Warze herum nicht bluten darf, sonst übertragen sich neue Viren auf die umgebende Haut. Zum Ablösen von Hautschichten, darf man nur wenig nachhelfen und nur mit stumpfen Hilfsmitteln.

Auf keinen Fall darf man eine Schere oder spitze Gegenstände verwenden, die zu Verletzungen führen.

Warzen nach Fußbad entfernen
Ein Fußbad hilft bei der Warzenentfernung / Bild: graceie – Pixabay.com/de

Bei den meisten Warzen dauert die Behandlung etwas länger als bei Hühneraugen, da diese nicht so tief in die Hautschichten eindringen. Eine hartnäckige Dornwarze, die bis in tiefe Hautschichten wächst, kann lange Zeit auch bei dieser Behandlung das Herauslösen verhindern. Man darf nicht die Geduld verlieren. Wer die Warze dauerhaft loswerden möchte, setzt die Behandlung bis zum Erfolg fort. Wichtig ist die komplette Herauslösung der Warze, da sonst ein Nachwachsen möglich wäre, wie es häufig bei chirurgischer Entfernung beobachtet wird.

Für die Behandlung eines Hühnerauges werden vom Hersteller der Pflaster oft drei bis vier Tage angegeben. Bei Warzen ist mit einer deutlich längeren Behandlung zu rechnen. Trotzdem hat diese Behandlung den Vorteil, dass durch das passgenaue Sitzen des Pflasters, die sichere Entfernung gewährleistet ist durch die größtmögliche Einwirkdauer und -intensität der Salicylsäure. Die hygienische Abdeckung der Wunde bleibt garantiert.

Warzen direkt bepinseln mit Salicylsäure

Im Handel sind Präparate der Salicylsäure erhältlich, die mit einem Pinsel auf die Warze aufzutragen sind. Diese Mittel sind preiswert, da sie nicht nur sparsam verwendet werden, sondern auch über lange Zeit ihren Platz in der Hausapotheke innnehaben können. So sind sie griffbereit bei einem nächsten Warzenbefall eines Familienmitgliedes, oder bei dem Entstehen von Hühneraugen. Der Nachteil dieser Präparate gegenüber dem Verfahren mit dem Hühneraugenpflaster ist, dass man die bepinselte Fläche beim Auftreten mit dem befallenen Fuß, beim Laufen in Socken oder beim Waschen wieder abrubbelt. Das Mittel wirkt nicht so lange und andauernd auf die Warze ein und muss öfters aufgetragen werden.

Die Behandlung kann somit etwas länger andauern, als die Methode mit dem Pflaster. Außerdem lösen sich hier oft Hautschichten in mehreren Schritten ab. Die Warze muss immer wieder mit dem Mittel behandelt werden, bis die Wundfläche, aus der sich die Warze löst, eine nichtblutende saubere Wölbung nach innen zeigt. Flache Hautablösungen sind nicht das Ende der Behandlung. Man muss darauf achten, die Warze vollständig zu entfernen, da sie sonst nachwächst. Wichtig ist auch, die Umgebung der Warze nicht zu benetzen. Die gesunde Haut wird durch die Salicylsäure geschädigt – ähnlich wie bei einer Verbrennung. Das verursacht Schmerzen.

Wer gut auf die genaue Dosierung achtet, wird keine Schmerzen bei der Entfernung des toten Warzengewebes erleiden. Es bleibt trotzdem die Möglichkeit, dass die Warze auf unter ihr liegendes Nervengewebe drückt und Schmerzen verursacht. Auch nach einer erfolgreichen Behandlung der Stelle, kann es Schmerzen verursachen, wenn man z.B. auf der offenen Wundfläche läuft. Dieser Schmerz hat aber nichts direkt mit der Entfernung des toten Gewebes zu tun und man kann mit einem Pflaster die Stelle polstern und hygienisch abdecken. Bei Warzenentfernung an den Händen sollte man sich mit einer Wundcreme und Gummihandschuhen ausstatten. Die Nachbehandlung und das Heilen der kleinen Wunden kann man mit einer wundheilungsfördernden Creme beschleunigen. Kontakt mit Spülwaser und Schmutz sollte vermieden werden.

Titelbild: Urheber: arvebettum / 123RF

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