Dienstag , 6 Dezember 2016
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Kalkflecken entfernen und vermeiden

Kalkflecken entfernen und verhindern

Wasser ist ein lebensnotwendiges Gut. Der Mensch sollte am Tag genügend davon zu sich nehmen und auch Tiere und Pflanzen benötigen das klare Nass. Wasser aus der Leitung gilt als sicher und unbelastet. Die Richtwerte für Leitungswasser liegen höher als für so manch anderes Trinkwasser. Dennoch ist Wasser nicht einfach H2O – reines, destilliertes Wasser wäre ungesund für den Körper. Zu große Mengen gelten als stark gesundheitsgefährdend. Ein gewisser Anteil an Mineralien ist also wichtig, um eine gesunde Wirkung zu garantieren.

Der Weg des Wassers führt nicht nur durch Leitungen – der natürliche Kreislauf beginnt mit dem Weg durch Sedimente und andere Gesteine. Der Grund dafür, dass Wasser in manchen Regionen hart und in anderen weich ist, liegt in den Kalkablagerungen. Viel Kalk im Trinkwasser sorgt dafür, dass technische Geräte schneller Kalkablagerungen zeigen, Armaturen, Wasserhähne, Duschköpfe und alle anderen Utensilien mit viel Wasserkontakt, die Ablagerungen zeigen. Die folgenden Hilfsmittel erleichtern das Entfernen der lästigen Rückstände.

So werden Kalkflecken entfernt

Kalk lagert sich an vielen Oberflächen ab und sorgt für eine unschöne Erscheinung. Nach und nach bilden sich gelblich-weiße Ränder, welche zudem einen guten Nährboden für Bakterien liefern. Der Fachhandel hält viele Mittel bereit, um den Kalk schnell zu entfernen. Die Ablagerungen sind sehr widerstandsfähig und oft an Stellen, welche unmittelbar nach der Reinigung wieder mit Trinkwasser in Verbindung kommen.

Chemische Reiniger sind somit ein absolutes Tabu.

Die Rückstände der Reiniger an Wasserhahn und Duschbrause geraten direkt in oder auf den Körper. Doch wie so oft hat die Erfahrung der Generationen, die Wirkung natürlicher Reiniger bestätigt. Als besonders zuverlässig und verträglich gelten Apfelessig, Zitronensäure und Backpulver. Auch Zahncreme kann genutzt werden.

Kalk mit Zahnpasta entfernen
Mit Zahnpasta lässt sich Kalk leicht entfernen / Bild: stevepb – Pixabay.com/de

Verschmutzungen auf Oberflächen

Verschmutzungen an Armaturen und auf dem Wachbecken, können mit Zahncreme beseitigt werden. In der Zahncreme befinden sich Putzpartikel, welche den kristallinen Strukturen des Zahnbelags und auch dem Kalk zu Leibe rücken. Mit der Zahncreme-Reinigung ist der Nachteil verbunden, dass diese im Anschluss restlos entfernt werden muss, weil sonst ebenfalls schnell neue Verschmutzungen entstehen werden.

Setzt sich Kalk in Flaschen oder anderen Behältnissen aus Glas ab, hilft meist eine Flaschenbürste in Verbindung mit einem Gemisch aus Wasser, Zitronensäure oder Apfelessig. Selbiges funktioniert auch bei Tontöpfen und anderen Übertöpfen. Die Möglichkeit der natürlichen Reinigung durch ein Einlegen in die Lösung, kann auch an Duschkopf und Wasserhahn genutzt werden. Die Lösung ist ein Gummiballon, welcher zunächst etwas aufgeblasen wird, sodass er elastischer wirkt, mit Apfelessig befüllt- und dann fest um den Duschkopf oder den Wasserhahn gebunden werden kann. Etwas Wasser über den Hahn zuzugeben ist möglich aber erzeugt noch mehr Druck im bereits befestigten Ballon. Nach einer viertel Stunde sollten alle Rückstände aufgelöst sein. Der Vorteil an Apfelessig ist, dass sich der anfangs üble Geruch nach einigen Minuten verzieht.

Das WC kann ebenfalls mit den Mitteln gereinigt werden. Erfolg verspricht hier ein Beutel Backpulver, welcher einfach in das stehende Wasser geschüttet wird. Das Problem: Die Flüssigkeit kommt nicht bis oben zum Rand. Wer Toilettenpapier in Streifen im Inneren des Porzellans verteilt, kann ebenfalls vom lösenden Effekt profitieren. Da die Streifen das Backpulver nicht nach oben transportieren, sollten diese wieder mit Apfelessig oder Zitronensäure getränkt werden.

Die Lösung: Der Wasserfilter

Kalk aus Wasserkocher entfernen
Kalkreste lagern sich gern im Wasserkocher ab / Bild: Josch13 – Pixabay.com/de

Eine ständige Reinigung von elektrischen Geräten wie Wasserkochern und Kaffeemaschinen  ist sehr nervenaufreibend – Vor allem in einer stark kalkhaltigen Region, wenn nach einer Woche schon wieder die ersten, hartnäckigen Ablagerungen erscheinen, platzt schnell der Geduldsfaden. Die Lösung liegt in einem Trinkwasserfilter.

Verschiedene Modelle lassen sich zum Beispiel direkt an den Wasserhahn schrauben, wodurch die Verschmutzung auf Armaturen und vor allem in elektrischen Geräten eingedämmt wird. Gute Wasserfilter verfügen über eine Anzeige, wann diese gewechselt werden müssen und sind zu normalen Wasserhähnen kompatibel.

Kalk und Körper

Die negative Wirkung von Kalk auf den menschlichen Körper ist umstritten. Einige sagen er hätte in zu hohen Dosen negative Auswirkungen auf Zähne und Haare, andere behaupten, er sei gesundheitlich absolut bekömmlich. Fakt ist, dass weiches Wasser, also kalkärmeres Wasser, den meisten besser schmeckt.

Viele Menschen denken, dass  Kalkwasser auch die Arterien im Herz verkalken kann – dies ist jedoch ein Fehlschluss. Wichtig ist die Herkunft des Leitungswassers und ob der Herkunftsort sauber ist. Wer wirklich sehr viel Wert auf Wasserqualität setzt und das kalkhaltige Wasser nicht trinken möchte, greift auf Wasser aus der Flasche oder eine kostenintensive Umkehrosmoseanlage zurück.

Um bei Pflanzen die lästigen Ablagerungen und eine Überkalkung der Erde zu vermeiden, genügt es meist schon, das Wasser eine Nacht stehen zu lassen. Der Kalk bleibt dann in der Gießkanne.

Titelbild: Urheber: purplequeue / 123RF

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