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Iran: Nuklear-Inspektoren versorgten Terroristen mit Informationen

iran aussenministeriumBeim jüngsten Attentat auf den iranischen Wissenschaftler Mostafa Ahmadi Roshan handelt es sich bereits um den vierten Terroranschlag dieser Art innerhalb von zwei Jahren. Bei der Gedenkfeier am Samstag erklärte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums, dass Beweismaterial existiere, das belegt, dass Inspektoren der Nuklearanlagen Terroristen mit detaillierten Informationen über die leitenden Mitarbeiter versorgt hätten. Obwohl die Vereinigten Staaten jede Anschuldigung einer Mitverantwortung zurückweisen, wurden am Samstag offizielle Protestschreiben nach Washington und nach London gesandt.

Am 11. Januar fiel der stellvertretende Direktor der Atomanlage in Natans, zusammen mit seinem Chauffeur, einem professionell durchgeführten Mordanschlag zum Opfer. Die ersten iranischen Reaktionen äußerten Verdächtigungen insbesondere gegen die Geheimdienste von Israel und den USA.

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In Natans befindet sich eine unterirdische Anlage zur Uran-Anreicherung. Sie ist rundum durch eine 2,5 Meter dicke Wand aus Stahlbeton geschützt und nach oben außerdem noch mit einer 25 Meter dicken Erdschicht gesichert. Dass alle dort durchgeführten Aktivitäten, die Namen der Beschäftigten eingeschlossen, höchster Geheimhaltung unterliegen, entspricht der Logik. Trotzdem verfügten die Terroristen, von denen der Anschlag ausgeführt wurde, offensichtlich über präzise Informationen über Mostafa Ahmadi Roshan.

Ramin Mehmanparast, Sprecher des iranischen Außenministeriums, erklärte am Samstag am Rande der Gedenkfeiern, dass Beweismaterial zu Verfügung steht, durch welches belegt werden könne, dass bestimmte internationale Inspektoren „Terroristengruppen“ – so die Formulierung in der Teheran Times – mit persönlichen Angaben über mehrere Nuklearforscher versorgt hätten. Nähere Informationen über die Art des Beweismaterials stehen vorläufig noch nicht zur Verfügung.

Im gleichen Artikel findet Erwähnung, dass ebenfalls am Samstag zwei offizielle Protestschreiben an die Regierungen der Vereinigten Staaten und Großbritanniens übermittelt wurden. Folgender Satz wird aus dem an die USA gerichteten Schreiben zitiert:

„Authentischen Dokumenten und verlässlichen Informationen zufolge, wurde der Mordanschlag von der Central Intelligence Agency (C. I. A.) angeordnet, unterstützt und geplant, und wurde unter der direkten Mitwirkung von Agenten ausgeführt, die dieser Organisation nahe stehen, wodurch die Regierung direkt verantwortlich wird, und diese sollte somit, nach internationalem Recht und zwischenstaatlichen Abkommen, zur Rechenschaft gezogen werden.“

Im Schreiben an die Regierung von Großbritannien wird auf den Direktor des Geheimdienstes MI6, Sir John Sawers, verwiesen. Am 28. Oktober 2010 gab dieser folgende Äußerung von sich, die sich durch einen Artikel beim Telegraph verifizieren lässt: „Die Verhinderung einer Erweiterung nuklearer Bewaffnung kann nicht ausschließlich durch konventionelle Diplomatie angesprochen werden. Wir brauchen Geheimdienst-Operationen, um es Ländern wie dem Iran zu erschweren, Atomwaffen zu entwickeln.“


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