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Täglich neue Todesopfer in Syrien. Assads Frau nach London geflüchtet

asma_assadDie Revolution in Syrien wird immer blutiger. Die Zahl der Todesopfer soll, Menschenrechts-Organisationen zufolge, bereits bei 800 liegen. 580 tote Demonstranten sind Amnesty International namentlich bekannt. Allein am Mittwoch sollen rund 50 Menschen den Kugeln und Granaten der Regierungstruppen zum Opfer gefallen sein. Gleichzeitig informieren Berichte in englischen Zeitungen, dass sich die Frau des Diktators, Asma Assad, mit ihren drei Kindern nach London in Sicherheit gebracht haben soll. Zwar verlief die Flucht unter strengster Geheimhaltung, The Telegraph beruft sich jedoch auf verlässliche diplomatische Quellen.

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Berichten von Amnesty International zufolge, waren der Organisation schon vor zwei Tagen 580 Namen von Todesopfern bekannt. Nicht nur Demonstranten, die sich zu Protesten gegen die Diktatur von Bashar al-Assad zusammenfinden, sollen ums Leben gekommen sein, sondern auch völlig Unbeteiligte. Im Wall Street Journal wird berichtet, dass am Mittwoch zumindest 20 Menschen im Zentrum einer im Süden Syriens gelegenen Stadt getötet wurden. In Bab-Amro, zehn Kilometer von Homs entfernt, erlagen zehn Menschen dem Feuer der Regierungstruppen. Am gleichen Tag wurden in Al Hara zumindest neun Menschen von Panzern getötet. Ein Ende der Unruhen und des Blutvergießens ist nicht in Sicht. Insbesondere in Anbetracht des raschen Eingreifens ausländischer Militärkräfte in Libyen, verwundert die passive Haltung der „internationalen Gemeinschaft“. Die Ölförderung in Syrien beträgt 400.000 Fass pro Tag, wovon mehr als die Hälfte dem Eigenverbrauch zugute kommt. Die libysche Ölproduktion wird mit 1,8 Millionen Fass pro Tag angegeben.

In einigen englischen Zeitungen, u. a. im Telegraph, wird berichtet, dass die 35-jährige Frau des Diktators, Asma Assad, zusammen mit ihren drei kleinen Kindern, an einen geheimgehaltenen Ort in oder in der Nähe von London geflüchtet sei. Zwar ist die Schlagzeile als Frage formuliert, doch wird die Erklärung eines, namentlich nicht genannten, hochrangigen arabischen Diplomaten angeführt, der den Grund für die Wahl des Zufluchtsortes mit der dort lebenden Familie begründet. Asma Assas ist gebürtige Britin.

Gleichzeitig verweist The Telegraph auf arabische Nachrichtenquellen, denen zufolge sich Frau Assad bereits seit drei Wochen in London aufhalten könnte.

Für die Bevölkerung Syriens bleibt zu hoffen, dass Diktator Bashar al-Assad in naher Zukunft einen ähnlich Entschluss fassen könnte, anstatt seine vermutlich unabwendbare Entmachtung unter weiteren Todesopfern hinauszuzögern. Von der „internationalen Gemeinschaft“ sollte erwartet werden, dass sie sich schon bald auch für die Zivilbevölkerung in Syrien einsetzen wird. Auch wenn dieses Land für die Rohölmärkte von geringer Bedeutung ist.


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