Neue Kampfhandlungen zwischen Libanon und Israel
An der Grenze zwischen den beiden Nachbarländern setzten, nach vierjähriger Pause, wieder Kampfhandlungen ein, denen zumindest ein israelischer und drei libanesische Soldaten sowie ein Journalist zum Opfer gefallen sind. Israelischen Meldungen zufolge, warnte Verteidigungsminister Ehud Barak vor weiteren Provokationen. Bei den letzten Auseinandersetzungen im Jahr 2006 kamen vier UN-Beobachter durch einen israelischen Bombenangriff ums Leben. Sollte der Konflikt wiederum eskalieren, könnte sich für einige Länder erneut das Problem ergeben, ihre Staatsbürger so rasch als möglich in Sicherheit zu bringen.
Am 12. Juli 2006 wurden zwei israelische Militärfahrzeuge grenzüberschreitend von Hisbollah-Kämpfern angegriffen. Drei israelische Soldaten wurden dabei getötet, zwei verwundet und zwei weitere auf libanesisches Gebiet entführt. Bei einer missglückten Befreiungsaktion kamen fünf weitere israelische Soldaten ums Leben. Während die israelische Armee mit voller Gewalt daraufhin tief in libanesisches Gebiet eindrang, landeten fast 4.000, von der Hisbollah abgefeuerte, Raketen auf israelischem Gebiet. Bei den, rund ein Monat dauernden, Auseinandersetzungen kamen zumindest 1.200 Libanesen – vorwiegend Zivilisten – und 160 Israelis – vorwiegend Soldaten, ums Leben. Ein tragischer Vorfall ereignete sich am 26. Juli, als vier UN-Beobachter einem israelischen Bombenangriff zum Opfer fielen. Sie stammten aus Österreich, Kanada, China und Finnland. Der Vorfall wurde von Israel zutiefst bedauert.
Nachdem Zehntausende Libanesen mehrere Jahre im Ausland verbrachten und dadurch zu Doppelstaatsbürgern wurden, fühlen sich die temporären Gastländer in Konfliktfällen verpflichtet, ihre Staatsbürger im Kriegsfall in Sicherheit zu bringen. Im Jahr 2006 kehrten die meisten von ihnen nach Ende der Kampfhandlungen wieder in ihr eigentliches Heimatland zurück. Sollte es nun erneut zu dramatischen Angriffen kommen, könnte sich wiederum ein ähnliches Szenario ergeben.
Wie im folgenden Video von Welt-TV erklärt wird, widersprechen sich die angegebenen Gründe für den Ausbruch der jüngsten Gefechte.




