Horst Köhlers Verabschiedung - Ein Kommentar
Und wieder hat ein Tag begonnen. Und was für einer! „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ meinte einst Gorbatschow. „Wer zu früh kommt, den auch“ könnte der heute mit großem Zapfenstreich in die Versenkung zu verabschiedende Bundespräsident Horst Köhler sagen. Das würde auch gut zur anhaltenden Legendenbildung beitragen. Es ist doch ein Witz, wie ungebremst orakelt wird, warum der Mann wohl das Handtuch geschmissen hat.
Toprenner unter den Gewissheiten sind solche, die man nicht sagen darf. Würde ein Geheimnis verraten, wäre es ja keines mehr. Und so wird Köhler einer selbstlosen Opfervermutung anheim gegeben, über das man nicht sprechen darf, weil sonst ja das Opfer völlig umsonst gewesen wäre. Da passt das Tschingderassa heute gut rein.
Es kann einem völlig schnurz sein und ebenso auch ob es Absicht war, oder nur unglücklich formuliert, wenn er sinnierte, dass eben auch wirtschaftliche Interessen notfalls mit kriegsähnlichen Zuständen irgendwo in der Welt gesichert werden müssen. Das wäre dann nicht persönlich gemeint, sondern eine vorbeugende Verteidigung.
Nun stellt sich dies als sinnenhafte Weissagung heraus. Gigantische Bodenschätze auf afghanischem Terrain und alle von geopolitischer und wirtschaftsstrategischer Bedeutung. Soll man die wirklich den Taliban zum Missbrauch überlassen?
Sicher ist doch, auch bei stärkstem Kooperativgedanken, die unbemittelten Opiumbauern werden keine Bergwerke bauen. Deshalb ist es gut, wir sind schon da und können nun auch nicht mehr weg. Das ist schon kein Kampf gegen den Terror mehr, sondern unabdingbare Wirtschaftshilfe.
Ein Kommentar von Franz Wanner - http://blog.corporatebookstore.de




