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„Der Hebel des Grauens!“ Schäubles Euro-Rettungshebel knickt ein (Achtung Satire!)

schaeuble_1Berlin - Die Abgeordneten des Bundestages zeigten sich zunächst irritiert: Bei der Abstimmung über den europäischen Rettungsschirm vor zwei Wochen hatte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) alle Erwägungen zu einer "Hebelung" der Hilfsgelder weit von sich gewiesen. Gestern präsentierte er den überraschten Parlamentariern nun doch ein beeindruckendes Instrument dazu. Der Hebel zur Eurorettung ist zweieinhalb Meter lang, besteht aus Pappmaché und ist unter hohem politischen Druck mit heißer Luft befüllt.

Der Finanzminister erläuterte, sein Haus habe intensiv nachgerechnet und auch externe Experten, wie beispielsweise einen namentlich nicht genannten Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, befragt. Man sei zu dem so nicht erwarteten Ergebnis gelangt, dass sich mit 240 Milliarden Euro Rettungsgeldern ein Schuldenberg von ca. 2 Billionen wohl nicht ohne weiteres aus dem Weg räumen lasse. Dennoch sei das Problem zu lösen. Dazu hatte er "ä kleine Demonschtration" vorbereitet.

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Mitarbeiter des Ministeriums der Finanzen platzierten einen ca. 200 kg schweren Pappmaché-Block vor dem Redenerpult, Martin Kotthaus, Leiter der Pressestelle, reichte dem Minister das beeindruckende Papprohr von rund 20 kg Gewicht. Das Problem sei klar, es käme auf die Art des Einsatzes der zur Verfügung stehenden Mittel an, erklärte der Minister. "Sehet Sie, wann i schiebe tu, passiert gar nix." Was nicht ganz stimmte, da sich Schäuble rückwärts bewegte. "Wann i aber heble - Kotthaus! - da sehet Sie, wie der Schuldenberg aus dem Weg rückt."

Damit setzte der Schäuble den Hebel auf dem Rücken seines Pressesprechers an, der inzwischen auf allen Vieren kauerte. Als er jedoch mit erstaunlicher Energie daran zog, bog sich der Hebel und knickte daraufhin bereits im unteren Drittel ein, woraufhin Schäuble ihn wutentbrannt in die Ränge der Linke-Fraktion warf. "Herr Kotthaus, Sie habet einfach zu viel Rückgrat. Mit dem Offer wäre des nicht passiert!" fauchte er im Hinausrollen. Peinlich berührt beharrte der Pressechef beim Aufstehen noch, "im Prinzip" sei die Lösung richtig, bevor er mit eiligen Schritten seinem Minister folgte. Die Abgeordneten im Plenarsaal des Bundestages sind leicht konsterniert zurückgeblieben.


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