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BlaBlaBla – Dirk Niebel im Bullshit-Test

blablameterVor einiger Zeit hatte ich mich mit der FAZ beschäftigt. Auf der Seite „Ich schreibe wie“ kann man eigene und andere Texte einsetzen und analysieren lassen, welcher Autorin, welchem Autor der eingegebene Text vom Stil her ähnelt. Keine Angst, auch heute versuche ich nicht zu beweisen, ich sei eine Art von Kishon aus der Südpfalz. Heute geht es um ganz neue Erkenntnisse, denn die Technik bewegt sich in Riesenschritten vorwärts. Mir scheint, die momentane Kurzatmigkeit, welche mich heimsucht, sie hat eindeutig mit dem Affenzahn der Veränderung und deren Geschwindigkeit zu tun.

Nun zum Thema, dank der „Zeit“ habe ich eine neue und wunderbare Seite entdeckt, den „blablameter.de“. Diese Seite macht es möglich, Texte auf ihren Inhalt - oder den vermeintlichen - nach Geschwafel abzuchecken. Jetzt zitiere ich aus der Zeit: „Eine Software untersucht Texte systematisch nach unnötigem Geschwafel. Entwickler ist ein Kommunikationswissenschaftler, der sich über Worthülsen geärgert hat.

Nun, wenn das kein Angebot ist, ich musste den Blablablameter testen.Und weil es um die „Zeit“ geht und weil in dieser Zeit ein Interview mit Dirk Niebel zu lesen ist, deswegen habe ich folgenden Text aus dem Interview eingegeben:

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DIE ZEIT: Bekommt Deutschland in Nordafrika ein Problem, weil die Bundesregierung Panzer nach Saudi-Arabien liefern will?

Niebel: Ich kann mich zu dem konkreten Sachverhalt nicht äußern. Generell berücksichtigt die Bundesregierung bei derartigen Entscheidungen alle notwendigen Aspekte, also auch die politische Situation der gesamten Region. Dort hat Deutschland einen hohen Stellenwert.

DIE ZEIT: Wäre eine solche Lieferung vereinbar mit dem Menschenrechtskonzept Ihres Ministeriums?

Niebel: Die Stabilisierung einer Region trägt durchaus dazu bei, die Menschenrechte zu wahren – vielleicht nicht in dem Land, in dem man tätig ist, aber in den Nachbarländern.

DIE ZEIT: Das umfasst auch militärische Mittel?

Niebel: Es ist nicht immer so einfach, wie es scheint. Erinnern Sie sich an die Zeiten des Kalten Krieges. Da hat die militärische Abschreckung dazu beigetragen, dass der Krieg nicht stattfand.

DIE ZEIT: Und wie findet es ein werteorientierter Minister, wenn die Bundeskanzlerin der Regierung Angolas Patrouillenboote anbietet?

Niebel: Patrouillenboote sind schwer gegen Demonstranten einzusetzen, sie dienen im vorliegenden Fall dem Küstenschutz und insbesondere auch dem Schutz der heimischen Fischfanggebiete vor illegaler industrieller Überfischung.

Die Maschine hat den Herrn Niebel wie folgt beurteilt:

Ihr Text: 1297 Zeichen, 180 Wörter
Bullshit-Index :0.33
Ihr Text zeigt schon erste Anzeichen heißer Luft. Für Werbe- oder PR-Sprache ist das noch ein guter Wert, bei höheren Ansprüchen sollten Sie vielleicht noch ein wenig daran feilen.

Lieber Herr Niebel, sie haben sich schon ziemlich am Riemen gerissen, der Faktor ist nicht so schlecht. Für die FDP, meines Wissens gehören sie dieser Partei an, für sie erscheint mir mehr als treffend, es geht in Richtung heißer Luft und für höhere Ansprüche reicht es nicht aus. Weiter so, bald reicht es überhaupt nicht mehr.

Aber, auch ihnen, verehrter Herr Minister, ihnen steht Fairness zu, deswegen ließ ich selbstverständlich auch meine Geschichte prüfen, hier das Ergebnis:

Bullshit-Index :0.21
Ihr Text zeigt erste Hinweise auf 'Bullshit'-Deutsch, liegt aber noch auf akzeptablem Niveau.

Tja Herr Niebel, tut mir leid für sie, ich bin besser, geprüft besser....

© Peter Reuter


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