top_abstand_2
top_abstand_1000x4
weiterempfehlen_banner

Pulverfass Erde

u-boot_suedkoreaVor knapp einem Jahrzehnt kreierte George W. Bush den Begriff einer „Achse des Bösen“, der Irak, Iran und Nordkorea angehören sollten. Während das erstgenannte Land im Jahr 2003 unter falschem Vorwand von amerikanischen Truppen angegriffen wurde, bietet der iranische Regierungschef Mahmud Ahmadinedschad regelmäßig Anlass für Schlagzeilen und hin und wieder, bei weitem nicht so oft, hören wir auch von möglichen Gefahren im Zusammenhang mit Nordkorea. Jüngsten Behauptungen Südkoreas zufolge, gelte es nun als bewiesen, dass ein, am 26. März gesunkenes, Kriegsschiff von einem nordkoreanischen U-Boot angegriffen wurde.

Irak und Iran zeigen zwei deutliche Parallelen. Den moslemischen Glauben und Erdölvorkommen. Was an Nordkorea wirklich so interessant sein könnte, liegt nicht im Vordergrund. Es gibt dort weder religiöse Extremisten noch nennenswerte Rohstoffvorkommen. Also sollte schon etwas dran sein, wenn Staatschef Kim Il-sung Eigennutz, Machtgier und Ausbeutung des Volkes vorgeworfen wird.

Doch, ungeachtet möglicher humanitärer Probleme, die sich von außen nur schwer beurteilen lassen, eine Bedrohung für die Welt stellt dieses Land mit 24 Millionen Einwohnern wohl kaum dar.

Und warum provoziert Nordkorea regelmäßig, durch Atomwaffentests und nun durch den Angriff auf ein südkoreanisches Schiff? Ein Sprecher der „Nationalen Verteidigungskommission“ Nordkoreas wies jegliche Vorwürfe zurück, sprach von einer „Fabrikation“ Südkoreas und warnt gleichzeitig, dass ein Vergeltungsschlag zum „totalen Krieg“ führen könnte.

Anzeige

Die Vorwürfe Südkoreas basieren auf den Untersuchungsergebnissen einer Gruppe von Experten, sowohl aus dem zivilen als auch aus dem Militärbereich. Es wird angegeben, dass das versenkte Schiff zweifellos von einem Torpedo nordkoreanischer Herstellung versenkt wurde. Nordkorea kündigte dabei die Absendung eigener Inspektoren an, um die genannten Vorwürfe zu überprüfen.

Während die Weltpresse Nordkorea regelmäßig als international isoliert bezeichnet, zeigen sich doch enge Verbindungen mit China. Auf der Webseite des Council on Foreign Relations wird China als wichtigster Bündnis- und Handelspartner Nordkoreas genannt. Ein möglicher Angriff, ungeachtet ob durch südkoreanische oder internationale Truppen, würde gefährliche Spannungen mit China nach sich ziehen.

Selten wird in den Medien darauf hingewiesen, doch könnte es sich bei China auch um den Schutzpatron Irans handeln, nachdem China einen nennenswerten Anteil seiner Erdölimporte von dort bezieht.

Ohne Grund, schlicht von Megalomanie bewegt, werden keine Schiffe versenkt. Ob Nordkorea wirklich verantwortlich ist, ob es sich um leere Vorwürfe handelt oder ob eine dritte Macht einen sogenannten roten Hering gesetzt haben könnte, lässt sich zum gegebenen Zeit schwer beurteilen. Beunruhigend ist die Tatsache, dass wirtschaftliche Machtkämpfe, und dabei in erster Linie das Bestreben, Rohstoffvorkommnisse unter die Kontrolle bestimmter Kreise zu bringen, derartige Ausmaße angenommen haben. Was wirklich hinter diesem Vorfall steckt, wird sich an der weiteren Entwicklung der Situation erkennen lassen.

AddThis
blog comments powered by Disqus
 
internetanbieter.info


abgeordnetenwatch_banner_180x50
The Intelligence Social Media
TwitterFacebookGoogleYoutubeFeed
Zitat des Tages

Im Ausland bin ich zur Diplomatie verpflichtet. Zuhause gehöre ich weiter dem Verein der klaren Sprache an.
Guido Westerwelle

kolumnistenschwein logo

zahl_der_woche_banner_200
tv_tipp_des_tages_32

RTL2: 22:00 - 00:15 Uhr
Road to Perdition
Spielfilm

Das perfekte Verbrechen
Aktuelles Wetter
Berlin -9 °C
Hamburg -6 °C
München -9 °C
Köln -4 °C
Frankfurt -5 °C
Stuttgart -7 °C
Wien -8 °C
Zürich -9 °C
  05.02.2012 The Intelligence
NNE_banner_200