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Zündfunke Iran

iran_protesteNach dem Sturz des pro-westlichen Schahs, 1979, bot sich der Iran immer wieder als Feindbild an. Lange, bevor auch der Irak von George W. und seinen Beratern auf die Liste der „Bösen“ gesetzt wurde, bot man diesem Unterstützung im Krieg gegen den Iran an. Seit 2005 regiert der konservative Mahmud Ahmadinedschad, der sich noch dazu bezüglich seiner Verlautbarungen über Deutschlands Rolle im zweiten Weltkrieg international mehrmals unbeliebt machte. Iran bastelt an der Atombombe – so wird behauptet. Der in Kanada lebende Ökonom, Michel Chossudovsky, meinte kürzlich auf einem russischen Fernsehsender, dass, wenn die großen Ölvorkommen nicht unter der Kontrolle von Muslimen stünden, sondern unter der von Buddhisten, dann wären eben diese zum modernen Feinbild erklärt worden. Iran verfügt über elf Prozent der weltweiten Rohölreserven.

Die internationalen Ankündigungen von Wirtschaftssanktionen kursieren seit Jahren. Kürzlich flog der israelische Premierminister, Benjamin Netanjahu, nach Moskau, um mit der dortigen Führung Sanktionen gegen den Iran zu besprechen. Drohungen aus amerikanischem Mund stehen an der Tagesordnung. In der Gerüchteküche brodelt es, ebenfalls schon lange, von möglichen militärischen Interventionen der (inoffiziellen) Atommacht Israel gegen iranische Atomaufbereitungsanlagen. China, Hauptabnehmer iranischen Öls, hüllt sich in Schweigen. Wie könnte sich die Sache weiter entwickeln?

Einem Artikel in der britischen Zeitung Telegraph entsprechend, warnt Russland nun vor Sanktionen, die dem Ziel dienen könnten, den Energie- und Bankensektor der islamischen Republik zu verkrüppeln. Russland, Waffenlieferant Irans, zeigt sich bezüglich der möglichen Entwicklung von Atomwaffen zwar ebenfalls besorgt, es ist allerdings unklar, welche Sanktionen gegen den Iran man bereit wäre, vor dem UNO-Sicherheitsrat zu unterzeichnen.

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Der Ökonom Michel Chossudovsky erklärte vor kurzem in einem Beitrag des russischen Senders RT (Video folgt), dass militärische Aktionen gegen den Iran einen Weltkrieg auslösen könnten. Nicht nur, dass die Situation östlich des Mittelmeers, mit Kriegen in Israel, Irak und Afghanistan, nicht ohnehin schon unstabil wäre, und durch einen Angriff gegen den Irak weiter zu eskalieren drohe, so verweist er auch auf Bündnispartner, nämlich Russland und China.

Was selten Erwähnung findet, es gibt ein Wirtschaftsbündnis, das militärische Absprachen keineswegs ausschließt, zwischen Brasilien, Russland, Indien und China, bekannt unter dem Begriff BRIC, den Anfangsbuchstaben der Länder entsprechend.

Betrachten wir parallel dazu den Stil der Berichterstattung der internationalen Medien, die immer wieder versuchen, Irans Präsidenten als Monster zu portraitieren, wären gewisse Besorgnisse bezüglich einer Eskalation der Situation nicht unbegründet. Insbesondere, die einseitige Berichterstattung im Zusammenhang mit politischen Demonstrationen gegen Ahmadinedschad, erinnern an die gezielte Beeinflussung der öffentlichen Meinung, wie sie, seit bestehen der Massenmedien, immer wieder eingesetzt wurde. Sollte die Situation eskalieren, so wären humanitäre Gründe genauso mit Vorsicht zu behandeln wie eine atomare Bedrohung durch den Iran. Auch im Irak handelte es sich bei den Massenvernichtungswaffen, die der Öffentlichkeit als Anlass für eine militärische Intervention gegeben wurde, nachgewiesenermaßen um eine Erfindung.

Das folgende Video vom 22. Februar 2010, das Chossudovskys Meinung präsentiert, ist in englischer Sprache.

 

 


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