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China protestiert gegen Dalai-Lama-Besuch

dalailamaWie u. a. die Welt-Online berichtet, fordert die chinesische Regierung die USA direkt auf, den für Donnerstag geplanten Besuch des Dalai Lama im Weißen Haus abzusagen. Nicht nur, dass China daran gewöhnt ist, gegen jeden Empfang des Staatsoberhauptes des, von China besetzten, Tibets zu protestieren, könnte es sich gleichzeitig auch um eine Reaktion auf die Proteste bezüglich der Urteilsbestätigung gegen den Schriftsteller Liu Xiaobo handeln. Wie schon in Die Zeit zu lesen war, wird der amerikanische Präsident, Barack Obama, den Dalai Lama jedoch nicht im „Oval-Office“, sondern im sogenannten Kartenzimmer empfangen, um zu demonstrieren, dass es sich nicht um ein Treffen mit einem Staatsoberhaupt handelt.

Bemerkenswerterweise wird in den Medien selten an die Gräueltaten in Tibet erinnert. Zwar lässt sich darüber diskutieren, ob, historisch bedingt, der chinesische Gebietsanspruch zu Recht besteht, doch das Vorgehen der chinesischen Armee während und nach des Einmarschs war von gröbster Brutalität geprägt. Während nur wenige tausend Soldaten das tibetische Bergland zu verteidigen versuchten, wurde eine Unzahl von Mönchen und Nonnen ermordet. Die Schätzungen der Zahl der Todesopfer sind unterschiedlich, reichen aber mit Sicherheit in die Hunderttausende.

Wie Heinrich Harrer in seinem Bildband, „Lost Lhasa“ (Titel der englischen Ausgabe) erwähnte, wurden praktisch alle arbeitsfähigen Männer zwischen 16 und 60 in chinesische Lager verschleppt. Diese Behauptung basiert auf einem, als Tourist getarnten, Besuch Heinrich Harrers in Tibet, während der 1980er. Gleichzeitig werden tibetische Mädchen noch im Kindesalter zwangssterilisiert. Die Einkommen der tibetischen Bevölkerung werden von der chinesischen Regierung derart niedrig gehalten, dass es Eltern nicht möglich ist, ihre Kinder auch nur ähnlich gut ausbilden zu lassen wie es unter der chinesischen Bevölkerung der Fall ist.

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Das folgende Video ist ein Zusammenschnitt der wenigen, in den Westen gelangten, Bilddokumente, die das brutale Vorgehen der chinesischen Polizei gegenüber tibetischen Protestanten, während der Ausschreitungen im März 2008, zeigt. Die tibetische Unabhängigkeitsbewegung hat damals gehofft, im Zusammenhang mit den Olympischen Sommerspielen in Peking, mehr Aufmerksamkeit in der Weltöffentlichkeit zu erregen, was jedoch leider nur zu äußerst beschränktem Erfolg geführt hat. Die englischsprachige Kommentatorin erklärt, dass während dieser Proteste 220 Tibeter ihr Leben verloren haben, zumindest 1.294 wurden verletzt, 5.600 verhaftet, 290 verurteilt, und 1.000 Menschen sind einfach verschwunden.

 

 

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