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Iran verfügt über eigenes Uranerz

Ahmadinedschad1Während sich heute, Montag, Vertreter der Weltmächte in Genf mit einem Repräsentanten Irans zu einer neuen Gesprächsrunde im Atomstreit zusammenfinden, wurde gestern vom Iran verlautet, über eigenes Uranerz zu verfügen - berichtet der Guardian. Irans Bestrebungen, aufbereitetes Uran von anderen Ländern zu beziehen, wurden seit langem von internationalen Beobachtern mit Aufmerksamkeit verfolgt. Veröffentlichungen bei Wikileaks zufolge, soll der Iran jedoch auch aktiv in Venezuela und Bolivien nach Uranerz gesucht haben.

Internationalen Meldungen zufolge, sind die Erwartungen, beim derzeit laufenden Treffen in Genf, an dem sich neben Deutschland die USA, Russland, Großbritannien, China, Frankreich sowie ein Bevollmächtigter Irans zusammenfinden, eine gemeinsame Lösung auszuarbeiten, nicht sonderlich hoch. Eine der Bestrebungen der, Iran gegenüber kritisch eingestellten, Weltmächte ist, dessen Belieferung mit aufbereitetem Uran zu verhindern. Wie in der Online-Ausgabe des Guardian jedoch gestern mitgeteilt wurde, verfügt der Iran über eigene Uranerz-Vorkommen. Angaben der iranischen Atombehörde entsprechend, wurde in der Anlage von Isfahan bereits Yellowcake, der Ausgangsstoff für die Herstellung von Brennelementen, aus eigenem Uranerz hergestellt.

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Unter Berufung auf die spanische Zeitung El Pais berichtete Ria Novosti schon am Samstag von Wikileaks-Dokumenten, in denen amerikanische Diplomaten erklärten, dass Iran während der letzten sechs Jahre 57 Ingenieure nach Venezuela gesandt hätte, um die dortigen Uranerz-Lagerstätten zu erkunden. Außerdem hätte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad bei seinem Bolivien-Besuch im November 2009 mit Präsident Evo Morales Vereinbarungen über den Bau eines Atomkraftwerkes getroffen, um im Austausch Uranerz-Lieferungen zu erhalten. Sofort nach Auftauchen der von Wikileaks veröffentlichten Depeschen wurde jedoch, u. a. auf der iranischen News-Plattform Press-TV erklärt, dass die Echtheit der Dokumente von iranischer Seite angezweifelt werde. Diese Behauptung wurde damit begründet, dass Präsident Mahmud Ahmadinedschad mit jenen arabischen Ländern, die den Dokumenten entsprechend einen Angriff des Landes durch amerikanische Streitkräfte erbaten, beste Beziehungen unterhielt.

Ende November wurden zwei Attentate auf Atomexperten im Iran durchgeführt, wobei ein Wissenschaftler ums Leben kam und der andere schwer verletzt wurde. Der Stil der Angriffe – von Motorrädern aus wurden Bomben an die fahrenden Autos geheftet – erinnert an Geheimdienste, worauf iranische Medien umgehend den israelischen Mossad verdächtigten. Zu den größten Gegnern des iranischen Atomprogramms zählen die Vereinigten Staaten und Israel, die beide über ein beachtliches Arsenal von Atomwaffen verfügen.


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