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Ahmadinedschad: Russland steht unter dem Einfluss von Satan

S_300Seit Jahren bemühen sich gewisse Kreise im Westen, Iran eine Verbesserung der Landesverteidigung zu unterbinden. Die erste Sorge gilt natürlich der möglichen Herstellung von Atomwaffen. Russland zählte bis dato zu einem der wichtigsten Handelspartner. So wurde der kürzlich aktivierte Reaktor in Bushehr, der offiziellen Angaben zufolge der rein zivilen Nutzung dient, mit russischem Kernbrennstoff versorgt. Ein Vertrag über die Lieferung von Boden-Luft-Raketen wurde nun jedoch von russischer Seite storniert. Ahmadinedschad wirft Präsident Medwedew vor, dem Druck Amerikas nachzugeben.

Der Vertrag über die Lieferung mehrerer Luftabwehrsysteme wurde zwischen Russland und Iran im Jahr 2005 unterzeichnet. Das Volumen wird auf rund 550 Millionen Euro geschätzt. Ein Teil der Zahlung wurde bereits geleistet.

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Vom UN-Sicherheitsrat neu verhängte Sanktionen, im Zusammenhang mit der Fortführung nuklearer Projekte, veranlasste die russische Führung, die vertraglich zugesicherte Lieferung der S-300 Boden-Luft-Raketen nicht durchzuführen. Die besagten Waffen dienen der Verteidigung gegen Kampfflugzeuge, Marschflugkörper und neuere Versionen auch gegen ballistische Raketen. Obwohl der russische Präsident Dmitri Medwedew die Anordnung zur Unterlassung der Lieferungen schon im September unterzeichnete, gab das iranische Staatsoberhaupt erst jetzt eine diesbezügliche öffentliche Stellungnahme von sich. Während einer Rede in der im Nordwesten des Landes gelegenen Stadt Bodschnurd erklärte er: „Einige, die unter dem Einfluss Satans stehen, glauben, durch die einseitige und rechtswidrige Annullierung von Verteidigungs-Abkommen, die mit uns geschlossen wurden, der iranischen Nation Schaden zuzufügen. ... Sie wollen uns an unsere Feinde ausliefern und brechen einen Vertrag, für den sie bereits bezahlt wurden.“ Mit dem Begriff „Satan“ verweist Ahmadinedschad üblicherweise auf die Vereinigten Staaten. Gegenüber den begeisterten Massen erklärte er dann weiter, dass Iran von dieser Lieferung jedoch keineswegs abhängig und durchaus zur Verteidigung des Landes fähig sei. Von russischer Seite wurde bekannt gegeben, dass die geleistete Anzahlung von 119,3 Millionen Euro zurück erstattet wird.

Der diesbezügliche Artikel bei RussiaToday verweist gleichzeitig darauf, dass Israel einen militärischen Erstschlag gegen Iran, trotz internationaler Proteste, nicht ausschließt. Auch wird daran erinnert, dass US-Präsident Barack Obama während seines Wahlkampfes im Jahr 2008 versprochen hatte, sich mit Ahmadinedschad zu gemeinsamen Gesprächen an einen Tisch zu setzen. Nach seinem Einzug ins Weiße Haus fanden derartige Versprechungen jedoch keinerlei weitere Erwähnung.


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