Kalaschnikow – Made in Venezuela
Nicht wirklich zur Freude der Vereinigten Staaten, intensivieren sich die Kontakte zwischen Venezuela und Russland. Mit russischen Krediten kauft Venezuela russische Panzer und Kampfhubschrauber. Der nun unterzeichnete Vertrag zur Herstellung von Kalaschnikows, das weltweit verbreitetste Sturmgewehr, ist Teil einer Reihe von Vereinbarungen, die bei Hugo Chavez’ Moskaubesuch im Vorjahr getroffen wurden. Die Waffen- und Munitionsfabrik soll im Laufe des kommenden Jahres fertiggestellt werden. Amerika fürchtet gleichzeitig, dass die Gewehre den Schwarzmarkt versorgen könnten.
Einer Meldung der Pravda zufolge, ist Venezuela das erste Land der Welt, dass die „dritte Generation“ von Kalaschnikows unter Lizenz herstellen wird. Entwickelt wurde das erste Modell der Waffe, AK-47, im Jahr 1947 von Michail Kalaschnikow. Mittlerweile wurden mehr als 100 Millionen Exemplare hergestellt. Die Armeen von 60 verschiedenen Ländern sind damit ausgerüstet. Eine der Besonderheiten der Kalaschnikow ist die Möglichkeit, zwei verschiedene Kaliber, NATO 5,56 mm sowie sowjetische 7,62 mm, zu verwenden. Laut Pravda schließt dieser „Doppel-Standard“ jede Konkurrenz aus. Die Kalaschnikow sei, so wird stolz berichtet, die beste Waffe der Welt.
Unter der Clinton-Regierung wurde in den USA ein striktes Einfuhrverbot für alle Kalaschnikow-Modelle verhängt, nachdem sich die Waffe bei Verbrecherorganisationen immer größerer Beliebtheit erfreute. Die Herstellung im nahe gelegenen Venezuela könnte, so befürchtet Washington, den Schwarzmarkt erneut damit versorgen.





