Schafzüchter gegen die EU-Bürokratie
Die deutschen Schäfer wollen vor den Europäischen Gerichtshof ziehen. Eile sei geboten, mahnt Dr. Stefan Völl an, Geschäftsführer der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) in Berlin. Rund 35000 Euro soll das Verfahren kosten, das die Schäfer quasi stellvertretend auch für ihre Rinder und Schweine züchtenden Kollegen durchziehen wollen. Die Schäfer regen sich über die elektronische Markierung auf, die ab 1. Januar 2010 für jedes neugeborene Schaf Pflicht ist, das älter als ein Jahr wird. „Viel zu umständlich und vor allem zu teuer, das ist das Hauptargument“, nennt Arnd Ritter, Berater für Schafzüchter, Gründe, die bei ihm auflaufen. Selbst die Veterinäre in den zuständigen Fachdiensten der Landkreise seien sich einig, dass die EU-Richtlinie 21/2004, die die Grundlage bildet, mehr Bürokratie als Nutzen bringe. Die Schäfer hoffen nun auf breite finanzielle Unterstützung und haben ein Spendenkonto eingerichtet. Einen ausführlichen Bericht gibt es beim Mittelhessenblog.




