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Nein, ich lasse mich nicht mehr diskriminieren – Die Antwort

screenshot_antidiskriminierungsstelleVerehrte Leserin, verehrter Leser – es ist tatsächlich passiert. Sie erinnern sich noch? Ich hatte an dieser Stelle über die offensive Aufforderung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes berichtet, welche mich am Hauptbahnhof zu Karlsruhe mittels eines Posters, eines von hinten beleuchteten Posters erreichte. Was hat man an diesem Platz nicht alles verkündet, welche Hoffnungen wurden in mir geweckt. Die Antidiskriminierungsstelle hat per Mail und sehr schnell geantwortet und sich meiner Eingabe angenommen. Die Rente von Herrn Eichel und die 100 Mrd. an einen Immobilienfinanzierer wurden von mir moniert. Eindeutiger Verstoß gegen das Gleichheitsgebot unseres Grundgesetzes, dies habe ich reklamiert. Einzelheiten bitte ich selbst nachzulesen. Die Geschichte finden sie in unserem Archiv.

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Nun gut, sie wollen endlich die Antwort wissen, hier ist sie:

 

Sehr geehrter Herr Reuter,

vielen Dank für Ihr Mail an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Ihr Unmut wird darin sehr sichtbar.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes kann allerdings nichts für Sie tun.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz AGG schützt Sie vor Benachteiligungen wegen folgender Gründe: der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, des Alters, der Religion oder Weltanschauung, der sexuellen Identität oder einer Behinderung. Der Schutz erstreckt sich auf unmittelbare und mittelbare Benachteiligungen, aber auch auf Belästigungen, sexuelle Belästigungen und Anweisungen zur Benachteiligung.

Die Anwendungsbereiche des Gesetzes sind einerseits das Arbeitsrecht, andererseits das allgemeine Zivilrecht, und dort vor allem Massengeschäfte und privatrechtliche Versicherungen.

Aus den der Antidiskriminierungsstelle von Ihnen bisher mitgeteilten Informationen können wir weder entnehmen, dass einer der genannten Anwendungsbereiche noch einer der genannten Gründe betroffen wäre. Insofern kann das AGG Ihnen nicht weiterhelfen.

Wir wünschen Ihnen dennoch eine Lösung, mit der Sie einverstanden sein können.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Dr. Alexander Sopp
Referent
-----------------------------------------------------------
Referat Grundsatzangelegenheiten und Beratung
Antidiskriminierungsstelle des Bundes

 

Liebe Leute, damit ist alles gesagt, man will die Diskriminierung nicht erkennen, nicht sehen, nicht akzeptieren, nicht bekämpfen, nicht abstellen. Und so wird Herr Eichel weiter seine Rente kassieren, die Banken werden weiterhin durch diese Regierung gerettet, und man weigert sich, durch all das, was gerade passiert, eine Diskriminierung unserer selbst zu erkennen. Keine weiteren Fragen, Euer Ehren.

In diesem Sinne...

© Peter Reuter


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