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Liegt ein totaler Zusammenbruch in der Luft

angela_merkel_2008Angela Merkel bemerkte in einer Regierungserklärung im Bundestag, dass Europas Schicksal auf dem Spiel stünde. Der Euro hat einen neuen Tiefstand erreicht. An den internationalen Börsen herrscht Unsicherheit. Restlos überschuldete Staaten der EU sollen einem noch verschuldeteren Staat aus der Patsche helfen, um den totalen Zusammenbruch zu verhindern. Und wie wird dem Bürger die Situation präsentiert? So schonend wie möglich, um Panik zu verhindern. Dafür hat Kanzlerin Merkel schon vor anderthalb Jahren gesorgt.

Die Situation in Griechenland eskaliert immer weiter, was mittlerweile sogar Menschenleben forderte. Rund 100.000 Demonstranten versuchten wieder einmal das Parlament zu stürmen und setzten mehrere Gebäude in Brand. In einer Bank kamen dadurch zwei Frauen und ein Mann ums Leben.

Extrem großzügige Sozialleistungen in Verbindung mit den allgemein akzeptierten Gepflogenheiten, Steuern zu umgehen, praktizierte Misswirtschaft und Korruptionsskandale, sind die denkbar ungünstigsten Vorraussetzungen, um eine finanzielle Krise zu bewältigen.

Angela Merkel erinnerte in ihrer Rede daran, dass die „Stabilität des Euro langfristig gesichert werden muss“. Ihren Worten entsprechend, ist eine Einbindung des Internationalen Währungsfonds unumgehbar.

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Kann sich gleichzeitig der Bürger, dessen eigene finanzielle Sicherheit auf dem Spiel steht, der letztendlich durch seine Steuerleistungen für die Fehler Anderer zur Verantwortung gezogen wird, darauf verlassen, durch die Medien objektiv informiert zu werden? Keineswegs!

 

Einem Beitrag in Wikipedia zufolge, war es der 8. Oktober 2008, an dem die deutsche Regierung eine Garantiererklärung für Spareinlagen abgab. Am gleichen Abend lud Angela Merkel die Chefredakteure der bedeutendsten Medien zu einem vertraulichen Gespräch ein. Natürlich fand dieses Treffen bestenfalls beiläufig Erwähnung. Die Süddeutsche erinnerte am 16. Februar 2010 jedoch daran. Dort steht geschrieben:

Ein paar Monate zuvor, am 8. Oktober 2008, hatte es ein sonderbares Treffen gegeben, das in diesem Zusammenhang Erwähnung finden soll. Die Bundeskanzlerin hatte an jenem Tag die bedeutenden Chefredakteure der bedeutenden Medien eingeladen. Es war die Zeit, in die der Ausbruch der großen Finanzkrise fiel. Man findet keinen ausführlichen Bericht über dieses Treffen, der veröffentlicht worden wäre und überhaupt nur wenige Erwähnungen in den Archiven, nur hin und wieder einen Nebensatz, eine knappe Bemerkung. An einer Stelle liest man in dürren Worten, worum es an diesem Abend im Kanzleramt ging: Merkel bat die Journalisten, zurückhaltend über die Krise zu berichten und keine Panik zu schüren.

Sie haben sich daran gehalten, die Chefredakteure. Noch im Februar 2009, vier Monate später, wunderte sich die taz über die Medien: "Sie halten die Bürger bei Laune, auf dass diese stillhalten. Wie viel Geld bereits in die Banken gepumpt wurde, wie viele Milliarden Bürgschaftszusagen vergeben wurden (und wie viele Hartz-IV-Monats"löhne" das sind), das steht auch nicht in der Zeitung.

Die Annahme, dass es sich bei den Medien um eine Kontrollinstanz handelt, ist somit grundlegend falsch. Im politischen Bereich funktionieren sie mittlerweile als Sprachrohr der Regierung. Der Bürger wird nicht mehr informiert, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt.

Dank des Internets, verbreitet sich die Wahrheit zwar trotzdem, doch ist es letztendlich nur ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung, der sich durch objektive und unabhängige Informationsportale, zu denen sich auch The Intelligence zählt, angesprochen fühlt. Wir werden uns jedenfalls weiterhin aufs äußerste Bemühen, unsere Leser mit Fakten und Hintergrundinformationen zu versorgen.

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  22.05.2012 The Intelligence

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