Montag , 29 Mai 2017
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Die steigenden Gebühren bei der GEZ für die ARD

Die Einnahmen, die die ARD mit den GEZ-Beiträgen erwirtschaftet, sollen laut Prognosen, bis zum Jahr 2020 um rund 233 Millionen Euro geringer als erwartet ausfallen. Für diesen Zweck hat die Sendeanstalt zwar ein entsprechendes Sparprogramm vorgesehen, um die Kosten abdecken zu können. Experten gehen jedoch davon aus, dass sich die Gebühren der GEZ in Zukunft entsprechend erhöhen werden, um die fehlende Summe wieder auszugleichen.
Um was genau es sich dabei bei der GEZ handelt, wofür diese gezahlt werden muss und ob das Konzept der GEZ-Beiträge noch aktuell ist, können Sie einfach unter unserem Artikel nachlesen:

Die Machenschaften der GEZ

Allgemeine Informationen über die Erhöhung der GEZ und auf was Sie dabei achten müssen, erhalten Sie hingegen in den nachfolgenden Textabschnitten.

Der Grund für die fehlenden Beträge beim ARD

Ende April wurde von der „Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF)“ berechnet, dass zwischen den Jahren 2017 und 2020 der ARD rund 233 Millionen Euro fehlen werden. Die Berechnung findet dabei auf älteren Berichten von der KEF statt, die entsprechend höhere Einnahmen durch die GEZ-Gebühren prophezeit haben. Der entsprechende Bericht von der KEF wird dabei alle zwei Jahre erstellt und soll einen Einblick in die aktuelle Situation und die zukünftige Entwicklung geben. Weiterhin ist aufzuführen, dass beim Westdeutschen Rundfunk (WDR), als größte Landesrundfunkanstalt der ARD, viel weniger Werbeeinnahmen als angenommen erzielt werden konnten. Somit fehlt auch hier entsprechendes Kapital, das bereits eingeplant war.

Der Grund für die geringen Einnahmen der ARD sind dabei nicht die GEZ-Beiträge, die mit 17,50 Euro im Monat höher als nötig ausfallen müssten. Die Einnahmen durch diese Summen waren sogar so hoch, dass der KEF eine Reduzierung der Kosten auf 17,20 Euro pro Monat vorgeschlagen hat. Diese Kürzung wurde jedoch von den Landesregierungen abgelehnt, mit der Begründung, dass die ARD die Mehreinnahmen als Rücklage aufheben sollte. Der aktuelle Beitragsrückgang der ARD hängt hingegen viel mehr damit zusammen, dass es weit weniger Haushalte gibt, die beitragspflichtig ausfallen. Hinzu kommen noch immer mehr Haushalte, die von der Zahlung der GEZ ausgeschlossen beziehungsweise befreit sind.

Bild Beiträge bezahlen

Die hohen Forderungen der ARD

Die Rücklagen, die bis jetzt mit den Zahlungen der GEZ erwirtschaftet werden konnten, befinden sich aktuell noch auf einem Sperrkonto. Dieses Soll sowohl für die ARD als auch für das ZDF in Zukunft freigegeben werden. Durch die moderate Planung und Geschäftsführung vom ZDF sollten die jeweiligen Rücklagen von 383 Millionen Euro entsprechend ausreichen.

Die ARD kommt hingegen nicht mit diesem Kapital zurecht und verlangt dementsprechend 99 Millionen Euro mehr im Jahr, als es der Verteilungsplan vorsieht. Der Mehrbedarf wird dabei durch den Vorsitzenden Lutz Marmor mit dem kurzen Statement: „Gute Programme kosten Geld“ begründet. Jedoch liegt der Grund für den erhöhten Bedarf wohl eher bei den steigenden Gehältern der Angestellten und den höheren Kosten für die unzureichende Zukunftsplanung.

Das Sparprogramm der ARD im Bereich IT

Um dennoch mit den verringerten Einnahmen auskommen zu können, hat die ARD einen strickten Sparkurs ausgearbeitet. Hierzu gehört zuerst einmal, dass bis zum Jahr 2020 weitere 370 Arbeitsstellen gekündigt werden sollen. Als Vergleich kann dabei der Rückgang der Arbeitsstellen von 1993 bis 2020 benannt werden. In diesen 27 Jahren wurden insgesamt rund 4.900 Stellen gekündigt, was 20 Prozent der kompletten Mitarbeiter der ARD entspricht. Zusätzlich zu den reduzierten Arbeitskräften, will die ARD-Vorsitzende Karola Wille noch im IT-Bereich einsparen. Das Ziel hierbei ist es, eine einheitliche IT-Landschaft zu erschaffen. Auf diese Weise soll nicht nur die Effizienz bei jedem Sender gesteigert werden, sondern es soll auch möglich sein, jedes Jahr Millionenbeträge einzusparen.

Statistik: Finden Sie die aktuelle GEZ-Gebühr angemessen? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Mit welchen GEZ-Beiträgen müssen Sie in Zukunft rechnen?

Bis zum 30. April 2019 soll der nun insgesamt 22. KEF-Bericht erstellt werden. Dieser ist entscheidend dafür, um wie viel der aktuelle Beitrag von 17,50 Euro erhöht werden soll. Hierbei gilt es als sicher, dass diese Erhöhung kommen wird und entsprechend auch von Ihnen gezahlt werden muss. Hierbei ist davon auszugehen, dass die Beitragserhöhung im Jahr 2021 stattfinden wird.

Bei diesem Vorgang können Sie damit rechnen, dass die GEZ-Beiträge auf mindestens 18,28 Euro angehoben werden. Dies entspricht einer Erhöhung von 0,78 Euro. Weiterhin können Sie noch damit rechnen, dass der Betrag bereits 4 Jahre später nochmals angehoben werden soll. In diesem Fall müssen dann 19,59 Euro pro Monat gezahlt werden, was einer gesamten Steigerung von 2,09 Euro entspricht. Ob es dann in naher Zukunft noch weitere Erhöhungen gegeben wird, ist aktuell unklar. Was jedoch klar ist, dass die neue Politik der GEZ zu Diskussionen und auch Protesten führt.

Können Sie die GEZ vermeiden beziehungsweise verringern?

Im Allgemeinen gilt zuerst einmal, dass jeder Haushalt in Deutschland, diese Gebühren bezahlen muss. Sollte dies nicht der Fall sein, kommt es als Erstes zu entsprechenden Mahnungen. Wenn Sie auf diese Mahnbriefe nicht reagieren, kann es für Sie zu Zwangszahlungen, Zwangsräumungen oder Gefängnisstrafen kommen.

Ein Tipp für Sie bietet sich dabei an, wenn Sie mit mehreren Parteien in einem Haushalt wohnen. In diesem Fall muss die Gebühr für die GEZ nur entsprechend einmal abgetreten werden. Somit ist es sinnvoll, wenn Sie sich mit Ihnen Mitbewohnern über eine Teilung der Kosten einigen. Weiterhin ist es möglich, sich komplett von dem GEZ-Beitrag befreien zu lassen. Dies ist für Sie unter anderem dann denkbar, wenn Sie in einen Haushalt ziehen, in dem entsprechend von einer anderen Person bereits die Gebühr gezahlt wird. In diesem Fall müssen Sie nur einen entsprechenden Freistellungsantrag ausfüllen. Ebenso können Sie sich aber auch freistellen lassen, wenn Sie Förderungen vom Staat erhalten.

Hierzu zu benennen sind:
  • BAföG
  • Arbeitslosengeld
  • Sozialhilfe
In diesem Fall muss für Ihren kompletten Haushalt keine GEZ bezahlt werden, wenn der Freistellungsantrag entsprechend angenommen wird.

Fazit zu der Erhöhung von den GEZ-Beiträgen

Es ist absolut nachvollziehbar, dass entsprechende Kosten benötigt werden, um Mitarbeiter fair zu bezahlen und ein hochwertiges Programm auf die Beine zu stellen. Jedoch bietet die ARD ein Programm, das als altmodisch bezeichnet werden kann und vor allem aus Wiederholungen besteht, die vergleichsweise wenige Einschaltquoten erzielen.

In Zeiten von Sendern, wie: „Amazon Prime“ und „Netflix“, die die neusten Filme und Serien auf Abruf anbieten und dabei noch weniger kosten als die GEZ, können die meisten sicherlich nicht die Erhöhung von der ohnehin schon meist ungeliebten GEZ-Gebühr nachvollziehen. Durch den Umstand, dass sich das Fernsehverhalten in den nächsten Jahren immer weiter verändern wird, muss sich die ARD und das ZDF zudem auf jeden Fall anpassen, um noch mithalten zu können.

Bildernachweis: Titelbild – Urheber: stockbroker / 123RF Lizenzfreie Bilder
GEZ-Beiträge bezahlen Urheber: hin255 / 123RF Lizenzfreie Bilder

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