Dienstag , 6 Dezember 2016
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Der Kampf um die Ökostromzulage geht weiter

Für Stromkunden trudeln jede Woche erneut schlechte Nachrichten ein. In gewisser Weise haben diese gerade in den letzten Monaten vor allem mit der Energiewende zu tun.

Energiewende ein Flop, EEG-Zulage nicht tragbar

Galt Deutschland vor wenigen Jahren noch als ein Vorreiter in Sachen sauberer Energie und Klimaschutz, hat das Land diesen Status seit geraumer Zeit eingebüßt. Andere Länder strafen Deutschland mittlerweile sogar mit harten Worten dafür ab, dass die Energiewende hierzulande floppt.

Aber nicht nur die anderen Länder sind erzürnt, was Deutschlands Umgang mit der Energiewende angeht. Auch die Bürger sind entrüstet. Während sich zwar viele darüber beschweren, dass statt grünen Energien nach wie vor Emissions-Schleudern wie Kohlekraftwerke verwendet werden, beschweren sich über die Situation noch weit mehr Personen deshalb, weil es sie am Geldbeutel trifft. Strom wird durch die Energiewende immer und immer teurer. Die Gründe dafür sind schon zu komplex, um sie erneut in Kürze durchzukauen.

Fördervolumen muss gedeckelt werden

Wie die Neue Osnabrücker Zeitung schreibt, ruft die Union Michael Fuchs, dem Vizechef der Unions-Bundestagsfraktion Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) nun dazu auf, das Fördervolume für die Erneuerbaren Energien zu deckeln.

Er hält es nicht länger zumutbar, wie stark die Strompreise steigen. Zuletzt war davon ausgegangen worden, dass die Ökostromzulage von 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde steigen wird. Angelastet wird dies natürlich dem Verbraucher, denn die Stromkonzerne wollen natürlich nicht auf diesen Kosten sitzen bleiben. Zuletzt war ein Anstieg der Stromkosten um 70 Prozent bis zum Jahr 2025 im Gespräch. Kosten, die für viele Verbraucher nicht mehr zu stemmen sind.

Fuchs sprach sich deshalb dafür aus, die Kosten der deutschen Energiewende von einer unabhängigen Instanz prüfen zu lassen. Bereits das Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomik (DICE) hatte sich im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) einer solchen Rechnung angenommen und die Kosten der Energiewende allein bis 2025 auf 520 Milliarden Euro angesetzt. Mit 408 Milliarden Euro sei daran maßgeblich die EEG-Umlage beteiligt.

Stromkosten zu hoch

Obwohl die Politik und die Stromkonzerne nach wie vor über die zu hohen Kosten für den Strom streiten, ändert sich an der Situation aktuell nichts. Die Strompreise steigen weiter ins Unermessliche und treiben vielen Menschen die Tränen in die Augen. Während sich Politik und Konzerne teilweise weiterhin damit rechtfertigen, dass die Kosten der Energiewende geschuldet seien, wird Kritik laut, dass sich die Energiewende wieder und wieder verzögert und dadurch künstlich noch teurer wird, in etwa durch die heftigen und sinnlosen Debatten um die Stromtrasse Sued Link.

Um bei den Stromkosten zumindest so günstig wie möglich wegzukommen, raten mittlerweile nicht nur Verbraucherschützer sondern auch Verbände und die Politik den Verbrauchern dazu, die Stromanbieter zu vergleichen. Mit einem Strompreisrechner ist ein schneller Vergleich ohne Aufwand für den Verbraucher möglich. Dadurch lassen sich schnell Strompreise vergleichen und abwägen, ob es sinnvoll ist, den Stromanbieter zu wechseln.

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