Sonntag , 11 Dezember 2016
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Neues Kraftwerk nutzt Wind und Wellen

Ökostrom ist in aller Munde. Mal im positiven, mal im negativen Sinne. Negativ meistens dann, wenn es um die Ökostromzulage geht und der Strom für die Verbraucher durch diese künstlich verteuert wird. Positiv… An dieser Stelle sind wir uns wohl alle einig, dass es positiv ist, auf sauberen Strom zu setzen, dessen Gewinnung die Umwelt nicht in dem Umfang belastet, wie es Kraftwerke tun, die auf fossile Rohstoffe setzen.

Kraftwerk setzt auf Wind und Wellen

Wie die Wirtschaftswoche berichtet, soll die Erzeugung nachhaltigen Stroms nun noch effektiver werden. In der belgischen Nordsee wird von dem deutschen Unternehmen NEMOS derzeit ein Kraftwerk umgesetzt, das auf Wind und Wellen setzt.

Die Idee dahinter: Gibt es Wind, treten häufig erst zeitverzögert Wellen auf. Hingegen kommt es jedoch noch eine ganze Weile zu Wellen, während der Wind bereits abflaut.

Mit einem Schwimmkörper, der an drei Punkten mit dem Meeresgrund und einem Punkt mit einem Generator verbunden ist, wird aus den Wellen Strom erzeugt, womit die Kraft des Windes in jedweder Hinsicht genutzt wird.

In der Vergangenheit gab es bereits einige Prototypen, doch bislang konnte keiner so recht überzeugen. Das soll sich mit dem NEMOS-Projekt ändern, das sich bereits jetzt in Zahlen effizienter zeigt, als andere Versuche.

Ökostrom nutzlos aber teuer

Nach wie vor besteht allerdings ein anderes Problem. Natürlich ist es fantastisch, wenn sich in Sachen grüner Strom bessere und effizientere Ergebnisse erzielen lassen. Und schließlich soll die Abdeckung mit Ökostrom in Europa und Deutschland weiter zunehmen.

Doch weiterhin besteht das Problem, dass zum einen AKWs und Kohlekraftwerke die Stromtrassen förmlich „verstopfen“ und so fossiler Strom statt sauberem, grünen Strom eingespeist wird. Zum anderen ist das Stromnetz noch nicht weit genug ausgebaut, um Deutschland effektiv mit grünem Strom zu versorgen. Hinzu kommt sehr zum Ärgernis der Verbraucher, dass die Politik die Energiewende über die Ökostromzulage finanziert, die den eigentlich günstigen Strom künstlich teurer macht. Deshalb raten mittlerweile sogar zahlreiche Experten dazu, Strompreisrechner zu nutzen. Mit diesen können Verbraucher Strompreise vergleichen und ohne Aufwand abwägen, ob sich ein Stromanbieterwechsel lohnt.

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