Sonntag , 25 September 2016
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BEE kritisiert überteuerte Strompreise

Erneut wird Kritik in Sachen Strompreise laut. Grund dafür sind die sinkenden Strompreise, die aber nicht an die Kunden weitergegeben werden.

BEE kritisiert Stromanbieter

Das angesprochene Problem ist seit langem bekannt, wird häufig kritisiert, doch ändern tut sich rein gar nichts. Außer, dass die Strompreise für die Verbraucher weiter zulegen. Dieses Mal ist es (wieder) der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE), der die Stromanbieter kritisiert. Anlass dafür gibt erneut die Tatsache, dass die Strompreise an der Börse immer weiter fallen und sich auf einem äußerst niedrigen Niveau bewegen. Seit Monaten. Wie der BEE erklärt, seien die Preise seit 2009 um 4 Cent pro Kilowattstunde gesunken.

Klingt gut, ist es für die Verbraucher allerdings nicht.

Denn die öffnen jede Stromrechnung mit Schrecken. Schließlich ziehen die Strompreise für die Verbraucher seit Monaten an. Und eine Verbesserung für die Verbraucher ist nicht in Sicht. Schließlich steigt die EEG-Umlage, wenn die Börsenpreise sinken. Das bezeichnet der Geschäftsführer des BEE Hermann Falk laut Check 24 als „Geburtsfehler der EEG-Umlage“. Er fordert nicht nur, dass sich etwas an dieser Tatsache ändert, sondern auch, dass Industrierabatte künftig verringert werden. Unternehmen, die von diesen Rabatten profitieren, zahlen in der Regel 4 bis 4,5 Cent je Kilowattstunde. Jedweder andere Verbraucher zahlte 2015 laut Falk rund 28,8 Cent je Kilowattstunde.

Ein Widerspruch in sich – aber gerechtfertigt?

Es erscheint schon fast paradox, dass die Strompreise sinken, Verbraucher aber immer öfter über einen Stromanbieterwechsel nachdenken, um womöglich doch zumindest in einen günstigeren Tarif zu rutschen. Denn anderweitig schwillt die Stromrechnung immer weiter an.

Schuld daran ist die EEG-Umlage. Der Ökostrom, dem mittlerweile Vorrang bei der Einspeisung gewährt wird, treibt den Strompreis nach unten. Es gibt ein Übermaß an Strom. Die Ökostromzulage hingegen verteuert den Strom weiterhin und steigt zudem permanent an. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen gefördert werden und die EEG-Zulage nicht tragen müssen, womit dieser Batzen an den anderen Verbrauchern wie Privathaushalten und Kleinunternehmern hängen bleibt.

Wer Stromanbieter vergleicht wird auch feststellen, dass sich die Tarife zwar unterscheiden und man eventuell gegenüber seinem aktuellen Anbieter sparen kann, dass die Strompreise insgesamt aber nun mehr deutlich höher liegen als noch vor wenigen Jahren. Günstigere Tarife lassen sich unter anderem über praktische Strompreisrechner finden, die ohne Aufwand die besten Angebote vergleichen.

Kann es wirklich sein, dass den einzelnen Verbraucher der Ökostrom – der eigentlich den Preis verbilligt – so teuer kommt?

Über Nicole Saelzle

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