Sonntag , 2 Oktober 2016
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Ultranet soll Süden mit Strom versorgen

Die Stromtrassen zwischen dem Norden und dem Süden werden wieder und wieder diskutiert. Es wird schließlich auch knapp. Bis die Atomkraftwerke in den kommenden Jahren nach und nach vom Netz gehen werden, muss Ersatz parat sein.

Ultranet in den Startlöchern

Wie der General Anzeiger schreibt, steht die Bereitstellung des Ultranet bevor. Bereits im Jahr 2013 wurden im Alfterer Gebiet Höchststromtrassen erneuert und ausgebaut. Amprion bereitet nun die Umstellung von Gleichstrom auf Wechselstrom vor. Diese Umstellung wird als Ultranet bezeichnet und stellt ein Pilotprojekt dar, um den Strom effektiver zwischen Meerbusch-Osterath und Philippsburg zu transportieren.

Gerade diese Verbindung ist besonders bedeutsam, denn im Jahr 2019 wird das Kernkraftwerk Philippsburg abgeschaltet. Das im Raum Karlsruhe befindliche Kraftwerk versorgt weite Teile des Südens mit Energie. Mit der Abschaltung bricht ein großer Teil der Versorgung weg, die nun von Energie aus dem Norden wieder wettgemacht werden soll.

Projekt überrascht die Anwohner

Die Umsetzung steht kurz bevor. Eine öffentliche Auslegung der Pläne soll im Frühjahr 2017 stattfinden. Dann können Anwohner gegen das Projekt stimmen. Und so manch einer wurde wahrlich von dem Vorhaben Ultranet überrascht. Wie der General Anzeiger berichtet, hätte die Gemeinde Alfter bereits nach einer Antragskonferenz der Bundesnetzagentur im April Zweifel am Verfahren angebracht. Von dem nun beantragen Ultranet war damals allerdings noch nicht die Rede gewesen. Schließlich müsse man auch gesundheitliche Bedenken ausräumen, die eine Veränderung im Stromnetz mit sich bringen könnte.

Streitthema Nord-Süd-Trassen

Die Stromtrassen vom Norden in den Süden sorgen nach wie vor für hitzige Debatten. Erst kürzlich wurde von der Regierung beschlossen, dass der Süden künftig einen höheren Anteil an Windkraftanlagen umsetzen und betreiben müsste, um den Bedarf zu decken, obwohl sich Wind im Süden weit teurer produzieren lässt. Grund dafür ist allerdings, dass das Stromnetz nach wie vor hinter den Anforderungen zurückbleibt und der im Norden günstig produzierte Strom schlicht und ergreifend mangels Trassen nicht in den Süden transportiert werden kann.

Das sorgt auch beim Verbraucher für Unmut, der sich ohnehin schon mit enormen Kosten für den Strom konfrontiert sieht. Manch einer greift daher zum Stromrechner, um Strompreise zu vergleichen. Hat er das kleinere oder kleinste preisliche Übel gefunden, ist für den Verbraucher klar: Ein Stromanbieterwechsel kann zumindest noch den ein oder anderen Euro sparen.

Über Nicole Saelzle

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