Sonntag , 11 Dezember 2016
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Strom: Unternehmen sparen, Verbraucher zahlen…

Die Energiewende kostet. Der Strom ist – trotz Tiefstwerten an der Börse – für Verbraucher teurer als je zuvor. Da kommt eine Nachricht doch wie gerufen, die besagt, dass der Strom günstiger werden soll. Doch auf so eine Nachricht folgt dann auch gleich der nächste Nackenschlag. Nur Unternehmen sollen günstiger wegkommen, auf Kosten der anderen Verbraucher.

Energiewende für teurere Preise

Verbraucher schlucken beim Blick auf die Stromrechnung ohnehin schon. Obwohl Strom an der Börse zu Tiefstwerten gehandelt wird, kommt davon beim Kunden kaum etwas an. Gründe gibt es viele, unter anderem die Energiewende, für die teure Trassen und teure Anlagen gebaut werden müssen.

Wie Spiegel Online nun berichtet, schlägt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel vor, mehr Unternehmen satte Rabatte zu gewähren, was den Strompreis anbelangt. Bislang werden Unternehmen, deren Stromverbrauch mehr als 17 Prozent der Bruttowertschöpfung ausmacht, begünstigt. Diese Zahl soll auf 14 Prozent gesenkt werden, womit man mit „über hundert, gegebenenfalls auch mehrere Hundert“ Unternehmen dazu berechtigt, nur noch 20 Prozent der Ökostromzulage zu zahlen.

Die anderen Verbraucher – hauptsächlich private Haushalte und kleinere Unternehmen – gucken dagegen in die Röhre. Sie müssten im Jahr rund sieben Euro mehr für ihren Strom bezahlen. Nicht die Welt, aber bei den steigenden Kosten in zahlreichen Bereichen des Lebens, summieren sich auch die kleinen Beträge früher oder später.

Vorschlag äußerst umstritten

Diese Idee trifft aber nicht nur auf positive Reaktionen. Tatsächlich löst sie laut Spiegel Online heftige Kritik aus. Denn laut Koalitionsvertrag müssten Unternehmen, die von solchen günstigeren Tarifen profitieren, „wirtschaftlich sinnvolle und technologisch machbare Fortschritte bei der Energieeffizienz“ leisten.

Gabriel wird für sein Vorpreschen nun massiv kritisiert, insbesondere, da er einen Koalitionsvertrag gebrochen hat und das Wirtschaftsministerium aktuell mit einer Kampagne namens „Deutschland macht’s effizient“ zu einem effizienten Energieverbrauch innerhalb der Bundesrepublik aufrufen möchte.

Die Verbraucher auf dem Spielbrett

Viel tun können die Verbraucher aktuell nicht. Während die Politik darum streitet, wer nun im Recht ist, müssen Verbraucher auf das Beste für sich und Ihren Geldbeutel hoffen. Wer trotz eventuell steigender Kosten immer noch einen der günstigeren Tarife erwischen möchte, der kann natürlich weiterhin Strompreise vergleichen und sich überlegen, den Stromanbieter zu wechseln.

Denn auch bei steigenden Strompreisen, unterscheiden sich die Preise von Stromlieferant zu Stromlieferant teils beträchtlich. Strompreisrechner helfen hier genauso weiter und runden eine gute und ausführliche Beratung bestens ab.

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