Dienstag , 6 Dezember 2016
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Neustart bei Eon

Die Energiewende kriecht langsam voran, die Verbraucher sehen sich nach wie vor hohen Strompreisen gegenüber und nutzen munter Stromrechner, um den günstigsten Tarif für sich zu finden. Stromanbieter wechseln oder nicht? Das ist die Frage für viele Kunden.

Eher im Hintergrund läuft ab, dass sich auch die Energiekonzerne an so manchen Strompreisvergleich wagen – nicht, wenn es um den Verbrauch geht, sondern vielmehr in Sachen Erzeugung. Denn auch bei den Unternehmen, die dafür verantwortlich sind, uns mit Strom zu beliefern, kriselt es.

Eon-Aufspaltung beschlossene Sache

Damit der Konzern überleben kann, wurde ein Antrag zur Aufspaltung gestellt – der nun bei der Hauptversammlung nahezu einheitlich genehmigt wurde. Gegenwind kann aufgrund von Anfechtungsklagen zwar noch kommen, doch scheint die Aufspaltung beschlossene Sache zu sein.

Damit wird Eon zu zwei Unternehmen. Während sich Eon selbst in den kommenden Jahren auf erneuerbare Energien, den Vertrieb und das Netzgeschäft konzentrieren wird, wird die Gesellschaft Uniper für die altbekannten Kraftwerke und den Energiehandel zuständig sein, so berichtet unter anderem n-tv.

Hoffnung oder doch eher das Ende?

Während sich das strauchelnde Eon selbst dadurch besser positioniert und sich eine Chance auf ein Überleben in den kommenden Jahren gesichert hat, steht der Umgang mit Uniper in der Kritik. Denn genau das, wofür Uniper steht, hat Eon größtenteils die Probleme eingebrockt, in denen sich das Unternehmen lange Zeit befand. Die sinkenden Energiepreise katapultieren Uniper in eine äußerst schlechte Ausgangsposition.

Ob sich diese Lösung zumindest für Eon lohnen wird, werden die kommenden Monate zeigen. Viele Experten loben jedenfalls den Schritt, dass sich das Unternehmen nun vermehrt den erneuerbaren Energien zuwenden möchte.

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