Dienstag , 6 Dezember 2016
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Verzögerung bei der Nord-Süd-Trasse

Die Energiewende löst in Deutschland derzeit besonders viele Diskussionen aus. Und in diesen Diskussionen wird deutlich, wie sehr Deutschland in Sachen Energiewende hinter anderen Ländern hinterherhinkt. Während Umweltschützer die Energiewende in Deutschland schon fast abgeschrieben sehen – nicht zuletzt aufgrund der neuesten Beschlüsse in Sachen Ökostromsteuer -, könnte man schon fast über ein damit zusammenhängendes Problem lachen, wenn es denn nicht so traurig wäre: Die Nord-Süd-Trasse.

Wenn der Norden den Süden nicht versorgen kann…

Einer der Gründe, weshalb sich in Sachen Ökostrom so manches ändern wird, ist die Tatsache, dass die Stromtrassen aus dem Norden in den Süden nicht ausreichen, um den mit Windkraft produzierten Strom weiterzuleiten. Allein deshalb sollen künftig nur noch 60 Prozent der Windkraftanlagen in Norddeutschland gebaut werden. Der Rest wird im Süden Deutschlands gebaut.

Dafür hagelte es zurecht Kritik. Schließlich lässt sich Windkraft im Norden viel einfacher und günstiger gewinnen, als das im Süden möglich ist.

Aber ebenfalls in der Kritik steht die Tatsache, dass die Stromtrassen für eine Versorgung des Südens mit der Windkraft des Nordens gar nicht erst ausreichen.

Verzögerung um Jahre

Bei der Verzögerung, die nun von der Bundesnetzagentur bekanntgegeben wurden, dreht es sich dabei nicht um Monate sondern gar um Jahre. Der Grund soll hauptsächlich der sein, dass die Kabel nun statt über Land unter der Erde verlegt werden, was teurer und zeitaufwändiger ist. Die sogenannte SüdLink-Trasse wird dadurch nach aktuellen Angaben wohl erst im Jahr 2025 fertiggestellt. Zunächst war das Jahr 2022 veranschlagt gewesen.

Diese Trasse soll den Strom von den Windkraftanlagen im Norden Deutschlands nach Bayern und Baden-Württemberg liefern. Sie spielt eine enorm wichtige Rolle, wenn es um Ersatz für AKWs geht, die ebenfalls bereits ihrem Ende entgegenblicken – und zwar im Jahr 2022.

Wie es dann mit der Stromversorgung weitergeht, ist unklar. Experten warnen davor, dass die Regierung statt auf erneuerbare Energien viel zu lange auf Kohlekraftwerke und weitere umweltschädliche Produktionsarten setzt. Dass sich die Probleme bei der Energiewende früher oder später auch auf die Strompreise auswirken wird, dürfte klar sein. Verbraucher können daher Stromrechner zu Rate ziehen, um einen Strompreisvergleich anzusetzen. Ob es sich lohnt, den Stromanbieter zu wechseln, das zeigen diese Hilfsmittel gut und gerne auf.

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