Sonntag , 25 September 2016
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Ökostrom – Das ändert sich ab 2017

Die Energiewende ist eines der Themen, die immer da sind, die Deutschen aber meist nur dann bewegt, wenn es wieder etwas richtig Aktuelles gibt – häufig, wenn sich Bund und Länder selbst nicht einig sind, was es denn in Sachen Energiewende zu tun gibt. Denn das bedeutet oftmals, dass auch an den Kosten für die Verbraucher geschraubt wird.

Energiewende und Ökostromreform

Das Problem mit der Energiewende ist, dass sie schwierig umzusetzen ist. Gerade der Ökostrom macht in dieser Hinsicht häufig von sich reden. Schafft man es tatsächlich, die Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Co. bis zur Abschaltung der wichtigsten AKWs auf das benötigte Pensum hochzukurbeln?

Darauf arbeitet man nach dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Merkel und Wirtschaftsminister Gabriel nun hin. Denn ab 2017 soll Ökostrom vermehrt gefördert werden.

Ein Dämpfer für die Eigenheimbesitzer

So wird der Staat laut Deutschlandfunk künftig neue Windparks und große Photovoltaik-Anlagen ausschreiben und fördern. Dabei gibt der Staat die Menge vor. Der Bau der Anlagen und die versprochene Abnahme des erzeugten Stroms liegt dann bei Investoren, die günstig Solar- und Windenergie produzieren sollen, um künftige Kostenanstiege durch Ökostromförderung zu dämpfen.

Wer auf seinem Eigenheim Photovoltaikanlagen anbringt, dem steht diese Förderung allerdings nicht zu.

Ein Streitpunkt sind auch die Windkraftanlagen, die derzeit hauptsächlich in Norddeutschland vorhanden sind. Da allerdings die Verbindungen in den Süden fehlen, um den Strom überhaupt zu liefern, sollen in Zukunft laut Gabriel nur noch 60 Prozent der Anlagen in Norddeutschland gebaut.

Stundenlang wurde jedoch darüber gestritten, wie viele neue Anlagen unter diesem neuen Fördersystem jährlich noch gebaut werden sollen beziehungsweise können. Wirtschaftsminister Gabriel war mit dem erklärten Ziel in die Verhandlungen gegangen, den Ausbau des Windstroms an Land und vor allem in den Küstenländern zu begrenzen.

Hier findet allerdings alle 2 Jahre eine Überprüfung statt, um festzustellen, dass auch Stromtrassen vom Norden in den Süden immer weiter ausgebaut werden.

Kritik noch nicht abgeflaut

Auch wenn das alles auf den ersten Blick reichlich positiv klingt, wird nach wie vor Kritik laut. Kritiker sehen gegeben, dass durch weitere Einschränkungen und nur bestimmte Förderungen der Markt für Ökostrom und damit die Energiewende in Deutschland weiterhin auf der Kippe steht.

Andererseits wird aber vor allem auch befürchtet, dass die Förderung erneut auf die Verbraucher umgewälzt wird, womit die Strompreise weiterhin steigen. Den Stromanbieter zu wechseln, kann dann zwar kurzfristig den Geldbeutel entlasten, doch könnten die Strompreise insgesamt deutlich ansteigen. Ein Strompreisvergleich über einen Stromrechner kann sich aber dennoch lohnen.

 

Über Nicole Saelzle

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