Raucher machen dem Fiskus einen Strich durch die Rechnung
Ob das Rauchen gesund oder schädlich ist, bleibt an dieser Stelle ebenso thematisch unbehandelt als auch die Tatsache, dass jeder Mensch für sich selbst entscheiden muss, ob er zur Zigarette oder einer anderen Form des Tabaks greift. Für den Fiskus ist es allerdings eine wichtige Frage, wie sich das Rauchverhalten der Bevölkerung entwickelt, denn die Steuereinnahmen aus den Tabakwaren-Verkäufen sind beträchtlich. Oder besser gesagt sie waren es einmal, denn inzwischen sinken die Steuereinnahmen aus diesem Konsumbereich, denn Raucher geizen mittlerweile mit dem Geldausgeben für Zigaretten und Co.
Wie die Ärztezeitung berichtete, konnte das Statistische Bundesamt aktuelle Zahlen nennen, welche die Einnahmen aus der Tabaksteuer für die ersten beiden Quartale 2010 beinhalten. Für die Regierung sind besonders aus dieser Steuer beträchtliche Einkünfte zu verzeichnen, denn allein von einer Zigarette aus der Schachtel, gehen von einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 23 Cent je Zigarette, sage und schreibe 14 Cent an den Fiskus. Eine Zahl, die den wenigsten Tabakkonsumenten bewusst ist, jedoch die Realität darstellt. Allerdings scheinen sich immer mehr Raucher dazu zu entschließen, entweder gar nicht mehr oder deutlich weniger zu rauchen oder auf losen Tabak und somit auf Self-Made Zigaretten umzusteigen. bei letzterer Methode lassen sich nämlich bis zu 70% der Kosten einsparen.
Für den Staat bedeutet natürlich dieses veränderte Konsumentenverhalten den bereits erwähnten Verlust der Steuereinnahmen. Rund eine Viertelmilliarde Euro weniger an Tabaksteuer-Einnahmen konnte das Statistische Bundesamt für das zweite Quartal 2010 ermitteln, was einen Rückgang von sechs Prozent aus dem Verkauf von Tabakwaren bedeutet. Während die fertigen Zigaretten, und somit die Schachtelverkäufe abnehmen, scheint allerdings der Verkauf von losem Tabak anzusteigen. Hier konnte ein Zuwachs von 5,3% gegenüber dem Quartalsvergleich aus dem Vorjahr ermittelt werden. Bei den anhaltenden finanziellen Belastungen der breiten Bevölkerung, würde es nicht erstaunen, wenn zum Jahresende die Steuereinnahmen aus der Tabaksteuer nochmals ein Minus aufzeigen würden.



