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Bevölkerungsexplosion in Afrika: Und was wird aus Europa?

african girlVersuchen sie einmal, sich folgendes Szenario so realistisch wie möglich vorzustellen: In Deutschland leben 256 Millionen Menschen, 209 Millionen in Frankreich, im kleinen Österreich 25 Millionen und in der gesamten EU 1,6 Milliarden. „Völlig sinnlose und unrealistische Hirngespinste“, werden sie zurecht denken. Aber halt! In einem Europa sehr nahe gelegenen Kontinent ist so eine Entwicklung bittere Realität.

In Ägypten, vergleichsweise einen Katzensprung von uns entfernt, ist die Bevölkerung seit 1960 (26 Millionen) um das 3,2-Fache auf 83 Millionen angewachsen. Und dies in einem Land, das zwar viele von uns, während des Urlaubs, von der Schokoladenseite kennengelernt haben, das aber zum größten Teil aus völlig unfruchtbarem Boden besteht, also nicht in der Lage ist, die heimische Bevölkerung zu versorgen.

Deshalb muss etwa viermal so viel Weizen eingeführt werden als im eigenen Land wächst. Die Gesamtimporte, also alle Warengruppen einschließend, betragen das Doppelte der Exporte.

Allein schon anhand dieser Zahlen lässt sich erkennen, dass der „arabische Frühling” in Ägypten keinen Erfolg bringen konnte. Jede neue Regierung findet sich mit denselben Problemen konfrontiert. Was soll ein Wechsel letztendlich also bringen? Sollten deswegen etwa mehr Nahrungsmittel auf den Feldern wachsen? Wie sollte es auch der besten Regierung gelingen, Ägyptens Industrie so zu modernisieren, dass eine Konkurrenzfähigkeit mit Ländern wie Deutschland erreicht wird? Da hilft auch der hingebungsvollste Glaube nichts!

Doch nicht nur in Ägypten wird die Bevölkerungsexplosion vorangetrieben. Auch in den sogenannten „Armenhäusern Afrikas“ geschieht dies mit Vollgas. Während in Deutschland gerade einmal 8,25 Kinder pro tausend Einwohner geboren werden, liegt diese Rate zum Beispiel in Mali und Niger mit 50 Geburten pro tausend Einwohner um mehr als das Sechsfache höher.

So nebenbei sei bemerkt, dass es gewissenlose Machthaber in afrikanische Länder gibt. denen das Wohl der eigenen Bevölkerung von nur wenig Bedeutung zu sein scheint, denn sie verpachten fruchtbare Ackerflächen an ausländische Konzerne. (Da liegt man mit dem Gedanken, dass die Entwicklungshilfe in diesen Ländern möglicherweise nicht an der richtigen Adresse landet, sicherlich nicht ganz falsch.)

Zwar hat die jährliche Zuwachsrate der Weltbevölkerung seit den 1960er-Jahren deutlich abgenommen, doch insbesondere in den ärmsten Regionen ist sie immer noch beachtlich. So schätzen die Vereinten Nationen, dass die Bevölkerung Afrikas von derzeit knapp über einer Milliarde bis zum Jahr 2050 auf rund zwei Milliarden ansteigen wird. Wie wird sich diese Bevölkerungsexplosion auf die Zukunft von Europa auswirken? Wie viele Millionen werden versuchen, den Weg ins „Paradies” zu finden?

Mit der Not dieser Menschen lässt sich viel Geld verdienen, ungeachtet, ob es die Schlepper aus den eigenen Ländern sind oder westliche Konzerne, denen der Zulauf an neuen Arbeitskräften willkommen ist, um die Löhne weiter unter Druck zu halten.

Dürfen die Politiker diese Gefahr erkennen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen oder müssen sie stillhalten, weil dies die „internationalen Investoren“ so wollen?

Ignorieren wir diese Gefahr weiterhin aus Gemütlichkeit oder falsch verstandener Menschlichkeit, wird es mit dem sozialen Frieden in Europa eines Tages – und vielleicht schon sehr bald – vorbei sein. Doch auch dann werden sich Einige ins Fäustchen lachen, sich die Hände reiben, denn Geld lässt sich in jeder Krise verdienen. – Nur die Menschen leiden. Doch wer kümmert sich schon um die?

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