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Der Aufstand der Kopftuchmädchen

lale_akguenEine seltsame Buchbesprechung ist das. Ich habe das Buch nämlich noch gar nicht gelesen. Auf meinem Nachttisch stapelt sich noch mancherlei anderes, auch sehr lesenswertes. Zum Beispiel „Im Taxi“. Geschichten die einer erlebt, der sehr viel mit dem Taxi in Kairo unterwegs ist. Von Chalid al- Chamissi. Keine Ahnung wie man das ausspricht, aber ich habe es gerade sehr ordentlich, Buchstabe für Buchstabe vom Einband des Buches abgetippt. Es wäre keine Kunst arabisch zu sprechen. Denn mit 600 Vokabeln kommt man schon recht weit. Hätte jeder von uns zum Beispiel ab der der 1. Klasse täglich nur 5 Vokabeln gelernt, könnten wir jetzt alle 23 offiziellen Sprachen von Europa meistern. Kann jeder ruhig mal nachrechnen.

Aber kommen wir zurück zu der Buchbesprechung. „Aufstand der Kopftuchmädchen“ heißt es und ist von Lale Akgün. Diese ist wiederrum seit 1982 Mitglied der SPD, war 2002 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages und in der Verwaltung der Stadt Köln tätig. Also fast ein bisschen überintegriert. Und eine bewundernswerte Frau.

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Ihr ist es gelungen den Blick freizuhalten, für das, was wesentlich ist. Zum Beispiel, dass wir westlichen Christen immer wieder versuchen den Islam in die Organisationsform der katholischen und evangelischen Kirche zu pressen. Sie kann mit wenigen Worten erklären, dass es keine legitimen Vertreter der Moslems gibt. All die Vereine, die da bei uns in Europa existieren, haben aus Sicht des Islam und des Koran keine Vertreterberechtigung. Die deutsche Politik hätte gerne genau einen, an den man sich wenden und mit dem man verhandeln kann. Das geht aber nicht. Das einzige was damit erreicht wird sind Islamvertreter die von der Heimat gesteuert werden und einen mittelalterlichen Islam betonieren.

aufstand_der_kopftuchmaedchen_coverOb es einen legitimen Vertreter auf Erden für Christen gibt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Im Christentum Europas kann man diese Entscheidung gefahrlos treffen. Lale Akgün ist schon dadurch eine mutige Frau zu nennen, weil sie es wagt, den islamischen Kulturvereinen das Recht auf Vertretung und die allein selig machende Wahrheit abzusprechen.

Was so eine Frau zum Kopftuchthema zu sagen hat, sollte uns doch neugierig machen. Und hätten wir auch noch arabisch (für das Buch „Im Taxi) und türkisch (für den Aufstand der Kopftuchmädchen) gelernt, könnten wir jetzt vielleicht nur 21 europäische Sprachen, wären aber in der Lage zwei höchst interessante Bücher im Original zu lesen. Wenn es einer von ihnen in den nächsten Tagen liest, wäre ich neugierig auf sein Feedback. Viel Spaß wünsche ich jetzt schon beim Lesen und erstaunt sein.


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