Claudia spricht Hartz IV-Sklaven angetreten!
Ich grüße Sie! Es ist immer wieder schön alte Bekannte zu treffen, nicht wahr!? Wie Sie bereits wissen, interessiert mich das Wetter nicht sonderlich in einem Gespräche mit Ihnen, denn das macht sowieso was es will. Und was man nicht ändern kann, sollte man ja nicht ständig auf die Zunge legen. Allerdings gibt es durchaus Dinge im Leben und vor allem in einer Gesellschaft, die sehr wohl wert sind besprochen zu werden und im Besonderen auch zu ändern sind. Sagen Sie mal, bekommen Sie Hartz IV?
Oder anders gefragt, wie viele Menschen in Ihrem Umfeld kennen Sie, die von der „Stütze“ leben müssen? Ich sehe, dass Thema ist Ihnen nicht sehr angenehm, aber es muss mal auf den Tisch gebracht werden, denn die Sklaverei nimmt doch langsam überhand in unserem Land, finden Sie nicht auch?
Sklaverei in Deutschland? Gewiss doch, sagen Sie bloß, Sie haben das noch nicht mitbekommen? Nein? Na, dann sollten Sie mir mal einen Moment sehr gut zu hören, denn hier in Deutschland, trotz hoher Verschuldung eines der reichsten Ländern der Welt, wird tatsächlich immer häufiger aktiv Sklaverei betrieben und auch noch daran verdient! Allerdings, um es gleich einmal vorwegzunehmen: Die einstigen Sklaven rund um den Globus, beginnend mit den textlichen Erlassen der Hochkultur der Antike, hatten es in den meisten Fällen zwar mit einer Freiheitsberaubung und Ausnutzung zu tun, die wahrhaftig kein Zuckerschlecken war, allerdings sorgten die meisten Sklavenhalter und folglich Besitzer der „Arbeitsware Mensch“ sehr gut für diese. Sklavenbesitzer hatten neben den Rechten zum Besitzen eines Sklaven vor allem auch Pflichten, so etwa die Fürsorge zur Unterbringung oder zur Versorgung der Arbeiter mit Nahrung und Medikamenten. Zudem lag ihnen diese Fürsorge nicht nur im Sinne der Ausbeutung am Herzen, sondern besonders auch aus dem Grund, dass nur gesunde Sklaven Nachwuchs zeugen und gebären konnten, die wiederum zu neuen Arbeitern wurden. Sicherlich gab es auch von jeher Sklavenhalter, die ihre Sklaven jeglicher Menschenwürde misshandelten und aus jeder Richtung unterjochten, doch diese waren zumeist in der Unterzahl unter all den vielen „Ausbeutern“. Vielleicht fragen Sie sich gerade, was diese kurze Einführung in die Sklavenhaltung mit dem Jahr 2010 und vor allem auch Hartz IV zutun hat. Sollten Sie noch nicht selbst darauf gekommen sein, weil dieses Thema Sie bislang nicht betroffen und folglich nicht interessiert hat, dann erfahren Sie es nun, denn auch Sie können irgendwann einmal aus den unterschiedlichsten Gründen in die Verlegenheit kommen und Hartz IV benötigen. Sie brauchen gar nicht den Kopf zu schütteln! Es ist so, denn ob Sie sich nun scheiden lassen und Kinder, aber keine Verwandten zur Betreuung der selbigen haben, selbst erkranken und berufsunfähig werden oder Sie der Arbeitsplatzrationalisierung zum Opfer fallen - sollten Sie niemals nie zum Thema Hartz IV sagen, denn es kann wirklich jeden treffen.
Doch zurück zum Thema, weshalb inzwischen Deutschland und seine „Entscheider“ eine Sklaverei betreiben. Dass Hartz IV Betroffene sich fast nackt machen müssen, wenn sie einen Antrag stellen, ist ja hinlänglich bekannt. Ob als Single oder in einer sogenannten Bedarfsgemeinschaft innerhalb einer Beziehung mit oder ohne Kinder, ist es Fakt, dass jeder vorhandene oder im Laufe der Hartz IV - Leistungen verdiente, gesparte oder geschenkte Euro auf den Beamtentisch gelegt werden muss. Und hier fällt wirklich jeder Euro darunter, denn selbst das mühsam verdiente Taschengeld des Kindes wird angerechnet und folglich der gesamten Gemeinschaft von den Regelleistungen abgezogen. Schlimm genug, nicht wahr? Und sehr motivierend überhaupt zu versuchen eigenständig etwas zu verdienen. Doch das ist ja noch die fast harmlos zu nennende Seite der „Sozialhilfe“, wie Hartz IV immer noch im Volksmund betitelt wird. Weitaus empörender ist es nun, dass betroffene Menschen zu Sklaven der Kommunen und des Mittelstandes werden! Ja, Sie lesen richtig und wenn Sie das noch nicht gewusst haben, dann sage ich Ihnen „Guten Morgen, werden Sie doch bitte mal wach!“ Es ist inzwischen Realität, dass Hartz IV Betroffene nicht nur Sanktionen erhalten, wenn sie einen absolut unsinnigen und folglich schwachsinnigen Kurs besuchen oder sich nicht zu einem Termin beim Amt einfinden, nein, mittlerweile wird mit Kürzungen oder gar gänzlich Einstellung der Gelder gedroht, wenn ein Betroffener keinen 1€-Job annimmt. Annimmt? Er hat leider kaum eine Wahl nein zu sagen, denn da sorgen die netten Menschen samt ihrer Paragraphen schon dafür, dass nur ein „Ja, mache ich“ zu hören ist.
Einst noch unter dem Deckmantel der gemeinnützigen Arbeit durch die Behörden eingesetzt und als „Chance“ für Frauen und Männer dafür angesehen, um wieder ins Arbeitsleben zurück zu finden, sowie dem tödlichen Einerlei eines unstrukturierten Alltags entfliehen und sich auch noch stolze 100€ nebenbei verdienen zu können, erweisen sich heute die 1€-Jobs als Sklaverei unter extrem schlechte Bedingungen. Der Mittelstand (wo ist hier die Gemeinnützigkeit?!?), und auch viele kleinere Firmen, bedient sich der Billigkräfte, die aufgrund widriger Lebensumstände von Zahlungen des Job-Centers abhängig sind, um einen fetten Reibach machen und sich die Konten mit Euros und Dollars vollzuladen zu können. (bitte Video unten beachten) Diese Menschen unter dem Hartz IV-Bezug, arbeiten zum Teil in drei Schichten und legen brav Überstunden ein, die nicht immer mit einem Euro abgegolten werden. Die Arbeitgeber, oder besser gesagt Sklavenhalter mit der Hilfe eines Sozialstaates (auch hier sei die Frage erlaubt, ob sich Deutschland so noch nennen darf), sorgt sich jedoch weder um die Wohnung noch um Nahrung oder geschweige die teuren Medikamente, die so manch einer der Hartz IV - Bezieher für sich oder eines seiner Familienmitglieder benötigt. 8 Euro (!!) Tageslohn plus der Regelsatz vom Job-Center ist die Belohnung des modernen Sklaven im Land. Faszination, sage ich Ihnen, zumal jeder Euro, der über die Grenze der erlaubten dazuverdienenden Summe liegt, wiederum an die Regelleistungen angerechnet wird. Pfui Teufel! Und soll ich Ihnen mal was sagen?! Die Regierungsmitglieder und Beamten im Land schämen sich nicht einmal für derartige Praktiken! Iwo, warum auch, sie geben doch nur Chancen für eine neue Integrität und Eigenständigkeit der Arbeitslosen! Hallo!? Geht’s eigentlich noch! Und was tun all die Betroffenen im Land? Sie halten still und lassen sich versklaven anstatt an die Öffentlichkeit und Regierung zu gehen. Glauben Sie immer noch Hartz IV ist nicht so tragisch und all die Faulen im Land leben auf Ihre Kosten? Falls ja, dann dürfen Sie mir gleich beide Schienbeine hinhalten und ich sage Ihnen offen und ehrlich: Von mir erhalten Sie sicherlich keinen Eisbeutel, um die schmerzenden Stellen zu kühlen!
In diesem Sinne wünsche ich jedem Menschen, der unter Hartz IV - Bedingungen leben und malochen muss, dass sich bald etwas im Land ändert und IHNEN, die nicht betroffen sind von solch einer Misere, dass Sie nie in die Verlegenheit kommen, solch eine Sklaverei am eigenen Leib erfahren zu müssen!
Herzlichst Ihre Claudia









