Mittwoch , 24 August 2016
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Sensation: Paläoanthropologen entdecken lebenden Gewerkschafter in Frankfurt

dgb_fahne(Achtung Satire!) Frankfurt – „Das war ein unglaublicher Glücksfall! Die wissenschaftliche Bedeutung dieses Zufallsfundes lässt sich noch gar nicht abschätzen.“ äußerte sich Prof. Dr. Ernst Nehm von der Universität Bochum begeistert. Nehm ist Leiter des internationalen Forscherteams, dem die Sichtung der spätestens seit 2004 als in Deutschland ausgestorben geltenden Spezies gelang. Eigentlich beobachteten die Wissenschaftler die Occupy-Demonstration am Samstag aus ganz anderen Gründen. Dr. Solange Sérieux, französische Spezialistin für Verhaltensforschung und brennende Vorstädte, erläuterte, man habe untersuchen wollen, ob die im weiter südlich gelegenen Stuttgart überraschend aufgetretene Gattung der Wutbürger sich ausgebreitet habe oder bereits wieder erloschen sei.

Kein ernst zu nehmender Wissenschaftler habe an eine Begegnung mit einem Gewerkschafter gedacht. Plötzlich sei man aber auf eine etwas abgesondert stehende Person aufmerksam geworden, die ein kaum mehr als handtellergroßes, aber deutlich beschriftetes DGB-Schild in Händen hielt. „Einer unserer Assistenten meinte zunächst, es sei vermutlich ein ausgestopftes Exemplar, das als historische Dekoration bei der zu Ende gehenden Frankfurter Buchmesse gedient habe.“ schildert Prof. Nehm die spannendsten Momente seines Forscher-Lebens. Doch bereits nach wenigen Minuten Beobachtung habe die Person sich bewegt und sei sogar mit Vertretern neuerer gesellschaftlicher Gruppierungen wie in Attac in Kontakt getreten.

Das Verblüffendste war, es habe sich bei dem Gewerkschafter um eines der bereits seit den achtziger Jahren vergangenen Jahrhunderts verschwunden geglaubten Exemplare des Typs „G“, nicht des Typs „L“ gehandelt. In der wissenschaftlichen Klassifikation steht „G“ für Gesellschaftspolitik, „L“ für Lohnforderungen. „Bis in die jüngere Vergangenheit gab es immer wieder unbestätigte Meldungen über „L“-Sichtungen im Umfeld von Tarifverhandlungen. Da wir nun aber sogar einen lebendigen Typ „G“ dokumentieren konnten, werden unsere Soziologen-Freunden eine Menge zu erklären haben.“ schloss der Bochumer Anthropologe mit schadenfrohem Grinsen.

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