Die Krise News (34) – Im freien Fall…
Also, die Achterbahn der Gefühle hat irgendwie etwas Verbindendes: Diese Woche lösten neben zahlreichen bekannten und unbekannten Mitfahrern sogar noch der Dax, Mr. Dow Jones und ein weiteres freigestelltes „A“ ein Ticket. Und dass der Chef mit “Schwerpunktverlagerung“ unter anderem höflich umschreiben wollte, dass ich für ein paar Wochen gefälligst seine edle Auslegeware schonen und dafür das Parkett bei The Intelligence ruinieren solle, haut mich auch nicht mehr aus der Kurve! Denn eines wurde mir bei den Recherchen rund um die Bühnenbretter, die die Welt bedeuten sollen, klar: Auch unsere Promis haben zu knabbern, und zwar nicht zu knapp - Nur keine Nägel mehr, die sind schon weg!
Gründe gibt’s ja viele für diese Angewohnheit. Bei Britney Spears lässt wohl die innere Zerrissenheit die Nagelhaut ausfransen, bei Robbie Williams führt der Begriff „Take That“ zwanghaft die Finger zum Mund und die überklebten Kuppen des ehemaligen Formel1-Chefs Jean Todt könnten durchaus auch von einem missglückten Bremsmanöver mit einem seiner Boliden herrühren. Der Meinungsacker der Psychologen ist vielfältig bestellt: Sie sprechen von Stress und innerer Anspannung als mögliche Kauauslöser, dann wieder soll es sich um eine ausgewachsene psychotische Störung handeln. Zumindest eine Ursache passt ausgezeichnet zu unserer Bundeskanzlerin, die ihre Nägel allerdings weniger kaut, sondern eher reißt: Die nagenden Zweifel am Bewältigen einer Aufgabe scheinen sie dazu zu verleiten. Überraschender weise kommt es so doch noch zu einer Gemeinsamkeit zwischen Merkel und dem aktuell 65 prozentigen Wähleranteil, der sich von ihr wendet: Der hegt offensichtlich die gleichen Bedenken.
Wacker dagegen hält sich Ozzy-Fürst-der-Finsternis-Osbourne. Der 62jährige, der in seinem Leben schon viel Skurriles ans Tageslicht gezaubert hat - einschließlich Tochter Kelly - will’s nochmal wissen und startete seine vielleicht letzte Tournee. In Wacken traf er dabei sogar auf Schwer-, Jung-, Edel- und altes Metall. Sollte er in diesen Kreisen jedoch ähnlich paranoid gewissen Bedürfnissen nachgehen wie einst in Roger Whitakers Domizil - seinerzeit missbrauchte er die hauseigenen Gardinen als Hämorrhoiden schonendes Toilettenpapier - dürfte die rockige open Air gewaltig scheppern. Zumindest theoretisch bliebe ihm die Flucht in der Blechkiste auf vier Rädern, schaffte er doch jüngst nach nur 19 Anläufen die Führerscheinprüfung.
Dennoch: Der Sportwagen, der sich vor kurzem im englischen Haddon an einen Baum verhedderte, wurde nicht von ihm gesteuert. Der verantwortliche Fahrer hierfür war kein geringerer als Rowan Atkinson. Als Mr. Bean überstand er ja bereits fliegende Windeln (gebraucht), einen übergestülpten Truthahn (küchenfertig), einen verklemmten Teddy (von der Schublade geköpft) und zahlreiche zwischenmenschliche Begegnungen der in Katastrophen endenden Art. Seiner Rolle gerecht entstieg er denn auch dem demolierten McLaren F1 zwar zerknittert und leicht verbeant, aber ansonsten unverletzt.
Bleibt zu hoffen, dass Mr. Jones und Freund Dax ähnliche Gene besitzen; die nächsten Wochen werden es zeigen.
Meine Wenigkeit macht sich vorsorglich auf die Suche nach einem Fallschirm, ob´s geklappt hat, erfahren Sie… hier…
In diesem Sinne
Kri Se




