top_abstand_2
top_abstand_1000x4
weiterempfehlen_banner

Claudia spricht: Regierung will sparen und wir sind die Deppen

euroWas für eine aufregende Woche liegt nun hinter uns allen. Zuerst waren, dank dem Sieg des Eurovision Contests, alle Lena, um nach nur zwei Tagen dann den überraschenden und viel diskutierten Abgang des Bundespräsidenten Köhler verfolgen zu müssen. Spekulationen darüber, wer denn nun das höchste Amt im Land übernehmen soll, Merkels merkwürdiges, ach so typisch weibliches, Spiel „Die Dame von der Leyen ist meine Favoritin! Aber eigentlich wollte ich die ja nie auf dem Podest und schon gar nicht im Bellevue haben!“, sowie hitzige Debatten über die finanzielle Krise im Land, sorgen doch reichlich für Gesprächsstoff. Bei Ihnen auch? 

Ich habe da ja so meine eigenen Gedankengänge, folglich grüße ich Sie und bitte Sie mit mir das Gespräch zu führen.

Lena oder Stefan Raab for President oder doch lieber der leicht vergessliche Herr Schäuble - in Deutschland schlagen die Wogen mal wieder so richtig hoch. Tsunamitechnisch, sage ich da nur, aber für die Regierung an sich ja nicht das Schlechteste. Warum fragen Sie? Nun mit den Diskussionen und Spekulationen, auch und insbesondere innerhalb der Bevölkerung, wird da so manches in den entscheidenden Regierungskreisen leichter gestaltbar. Während alle sich über den phänomenalen Sieg (!?) von Lena freuen und von der Leyen ebenso von dem präsidialen Siegertreppchen stoßen, als auch Schäuble und Co, wird nun zur Sparklausur vieles diskutiert, um dem Schuldenberg Herr zu werden. Das Volk im Rausch des Eurovision Gewinns nebst Bundespräsidenten zerpflücken und die anstehende Fußball-WM in Südafrika, machen zwar nicht die sprichwörtliche rosa Brille, aber die vollkommen dunkle Sichtverblendung. Wussten Sie schon, dass mal wieder der kleine Mann oder die kleine Frau zu den Verlierern, sprich den Deppen, der Nation gehören werden?

Anzeige

Sparen ist angesagt, mindestens 10 Milliarden im Jahr, damit sich dann bis 2016 der Schuldenberg etwas reduziert aufzeigen kann, wenn, ja, wenn denn alles so beschlossen und folgend auch durchgezogen wird. Von der Regierung, meine ich, denn wir als niederes, sehr demokratisch erzogenes, Fußvolk haben ja einfach mitzuziehen. Bleibt ja nicht anderes übrig, nicht wahr? Wie, Sie sind da einer anderen Meinung? Gut, ich gebe Ihnen recht, wenn Sie nun sagen, dass es ja auch den Beamten an den Geldbeutel geht. Hier liegen Gehaltskürzungen bis 2,5% auf dem Diskussionstisch, so etwa durch ein Streichen von Weihnachtsgeld und ähnlichem. Dafür, dass manche Beamtenmühlen wirklich langsam arbeiten, finde ich das vollkommen in Ordnung. Dass auch Kernkraftwerke steuerliche Entlastungen nicht mehr in dem bisherigen Umfang erhalten sollen, geht auch klar. Aber, und nun sind wir da, wo es doch viele aus der Bevölkerung trifft: Sparmaßnahmen, die den einzelnen Bürger ebenso betreffen werden als auch bestimmte Schichten. Gar nicht gut, denn aufgrund mangelnder Lohnerhöhungen bleibt da wieder reichlich viel finanzielle Bewegungsfreiheit auf der selbstbefahrenen Regierungsstrecke.

Diskutiert werden momentan die Vätermonate, die eigentlich angehoben werden sollten, sowie mögliche Sparmaßnahmen bei den Pendler-Subventionen oder auch Kürzungen der Hartz IV Gelder. Letztere zwar augenscheinlich noch nicht an den monatlichen Leistungen, allerdings hinsichtlich möglicher Fördermaßnahmen und somit doch wieder am Geldbeutel derjenigen, die aus der Misere durch Weiterbildung oder Umschulungen herauskrabbeln wollen. Spannend ist es zu verfolgen, ob sich die Regierungsköpfe doch trauen bestimmte, die meisten Bürger betreffende, Subventionen anzugreifen. Hierunter fallen eben die Pendlerpauschalen, Streichungen der steuerfreien Feiertags-, Sonntag- und Nachtarbeit oder auch die absetzbaren Handwerkerleistungen. Ob die Mehrwertstuer dank den desolaten wirtschaftlichen Regierungshänden wirklich so bleibt, ist auch fraglich, mich würde es zumindest nicht wundern, wenn auch hier schleichende Erhöhungen durchgeführt würden. Wie dem auch sei, wir werden es sicherlich in den kommenden Tagen alle erfahren, was da an diesem sonnigen Wochenende so hinter den Türen entschieden wurde. Genießen wir also den momentanen Sonnenschein, denn wer weiß wie rasch wir alle den kalten Guss von oben bekommen. Die wasserdichte Jacke liegt bei mir schon mal griffbereit. Blöd nur, dass mich keiner zur Sparklausur mitgenommen hat, denn dann hätte ich wenigstens sagen können, dass ich keine Lust auf weitere finanzielle Regengüsse habe. Aber mich fragt ja keiner.

Herzlichst

Ihre Claudia

AddThis
blog comments powered by Disqus
 
internetanbieter.info


The Intelligence Social Media
TwitterFacebookGoogleYoutubeFeed
Zitat des Tages

Ich überlege. Mein Bauch entscheidet.
Max Grundig

kolumnistenschwein logo

zahl_der_woche_banner_200
tv_tipp_des_tages_32

ZDF: 22:30 - 23:00 Uhr
heute-Show
Nachrichten Satire

Das perfekte Verbrechen
Aktuelles Wetter
Berlin -6 °C
Hamburg -3 °C
München -9 °C
Köln -1 °C
Frankfurt -4 °C
Stuttgart -9 °C
Wien -8 °C
Zürich -8 °C
  10.02.2012 The Intelligence
NNE_banner_200