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Sex@mour - Das Internet als menschlicher emotionaler Warenkorb

sex@mour_minicoverMit dem Einzug des Internets hat sich für die breite Masse vieles verändert. Als eine besondere Veränderung erweist sich der starke Einfluss des WWW auf das Liebesleben von Millionen von Menschen. „Sex@mour - Wie das Internet unser Liebesleben verändert“, geschrieben von dem Soziologen Jean-Claude Kaufmann, bietet zu diesem Thema bei Weitem nicht nur einen amüsanten Streifzug durch die virtuell geprägte mailende und chattende Liebeswelt. Im Gegenteil, denn bei vielem Amüsement zeigt sich, dass es leider mit dem amourösen Liebesklick nicht zeitgleich einen Beipackzettel mit dem Hinweis „Bei Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Arzt oder Psychologen“ gibt.

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Die Liebe und die Suche nach dem glücksverheißenden Partner (gilt natürlich auch in weiblicher Form) haben sich gegenüber der Zeit vor der globalen Nutzung des Internets real betrachtet wirklich verändert. Jean-Claude Kaufmann, tätig als Soziologe am Centre National de la Recherche Scientifique der Uni Paris V - Sorbonne, durchleuchtet in einer gut verständlichen Schreibform das neue Zeitalter der Liebes- und Sexsuche. Bezeichnend: Der Autor sieht die Weiten des Netzes als einen riesigen Supermarkt für die Liebe und natürlich auch für Sex. Und bei genauerer Betrachtung hat er sogar recht.

Angesichts der Tatsache, dass in den letzten Jahren Chat- und Partnerportale wie Pilze aus dem Waldboden geschossen sind, mit jedem Klick ein wahrer Partnerkatalog präsent ist und dem Schüchternen ebenso die Möglichkeit zur Liebelei geboten wird als auch dem dicklichen Mauerblümchen „rühr mich nicht an“, liegt der Autor mit seinen gewonnenen Erkenntnissen goldrichtig. Dass Lug und Trug im Internet eine bedeutende Rolle spielen, Fakes gang und gäbe sind, viele sich nur einen Spaß mit der Hilfe von Amor erlauben, sei hier nur am Rande erwähnt. In „Sex@mour - Wie das Internet unser Liebesleben verändert“ taucht der Soziologe in die virtuelle Welt ein, „belauscht“ und befragt die Personen hinter den oft vielversprechenden Nicknames und zeigt unter anderem auf, dass ein virtuelles Treffen kaum etwas mit einem möglichen folgenden realen Date gemeinsam hat.

Das Buch richtet sich hierbei nicht nur an Frauen und Männer die sich bereits in den Tiefen des Internets auf der Suche nach Prinz und Prinzessin (oder doch zumindest lustvollen Spielgefährten) sind, sondern auch an all diejenigen, sexmour_coverwelche sich mit den modernen Themen rund um Internet, Liebe, Lust und Frust beschäftigen wollen. Und den Gefahren, die unweigerlich hinter jedem Klick oder folgenden realen Treffen versteckt sein können. Denn sicher ist, dass gerade in Chatrooms oder hinter den Profilen auf Partnerportalen Risiken verborgen liegen, die nicht nur das Herz brechen können.

Dass dem so ist bzw. sein kann, lässt sich recht gut den Worten von Jean-Claude Kaufmann entnehmen. Empfehlenswert ist dieses Sachbuch meines Erachtens allemal, auch wenn man nun nicht zwingend notwendig alle Tipps und Hinweis für sich selbst beherzigen muss oder sollte und das eine oder andere Mal ein Schmunzeln nicht ausgeschlossen ist.

Das Buch umfasst 194 Seiten, ist im UvK Verlag zu einem Preis von 19,90€ erschienen und sowohl im Buchhandel als auch direkt hier erhältlich.


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