Weltkrieg der Währungen – Hintergrundwissen in Sachen Geld
Der Euro kriselt, der Dollar steigt oder fällt, Gold und Silber sind auf Berg- und im Falle von Silber auch auf Talfahrt. Tagtäglich sind die Nachrichten gespickt mit Neuigkeiten über die Kurse der Zahlungsmittel und Edelmetalle. Aber sind wir einmal ganz ehrlich, den kompletten Durchblick in Sachen Geld und dessen komplexe Hintergründe haben nur die Allerwenigsten. Wer die Zusammenhänge zumindest ansatzweise verstehen will, muss auch die historischen Grundlagen kennen. Das Buch „Weltkrieg der Währungen“ von Daniel D. Eckert klärt den interessierten Leser auf.
Der Untertitel „Wie Euro, Gold und Yuan um das Erbe des Dollar kämpfen“ beschreibt den Inhalt auf den Punkt. Doch zunächst wird in Teil 1 sehr ausführlich der Auf- und Abstieg des Dollar dargestellt. Man könnte auch sagen die Lektüre ist eine Zeitreise an den Anfang des modernen Geldsystems. Ein sehr ausführliches Kapitel widmet sich der Konferenz von Bretton Woods im Jahr 1944, bei der ein internationales Währungssystem beschlossen wurde, das bis in die 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts seine Gültigkeit hatte. Ebenso erfährt man, dass die Herren Nixon (US-Präsident) und Greenspan (Vorsitzender der FED) nicht ganz unschuldig daran sind, dass der Dollar heute Konkurrenz fürchten muss.
Nachdem man nun weiß, wie es dazu kam, dass der Dollar die Weltwährung schlechthin wurde, sich aber mittlerweile auf dem absteigenden Ast befindet, erfährt man in Teil 2, wer die Konkurrenten sind. Auch hier geht es geschichtlich zu. Sehr gut recherchiert und durchaus spannend geschrieben lernt man die chinesische Währung Yuan kennen. Auch die Historie des Euro ist ein Thema, bei dem im Vergleich zum China-Geld natürlich weniger neues Wissen vermittelt wird, denn schließlich haben wohl alle Leser live miterlebt, als die ersten Münzen und Scheine in Umlauf gesetzt wurden. Wer aber kann sich noch erinnern, dass es eine Zeit gab, in der der Euro nur 0,85 US-Dollar wert war? Und last, but not least geht es auch um Gold, das Zahlungsmittel, mit der größten Lebenserfahrung, gemessen an seinen Mitbewerbern um das Erbe des Dollar.
Der dritte Teil des Buches widmet sich der „Neuen Weltordnung der Währungen“. Hier findet sich auf Seite 245 ein kleiner Absatz, der sehr deutlich macht, dass Geld durchaus eine Waffe und das im Titel des Buches verwendete Wort "Weltkrieg" keinesfalls übertrieben ist:
Entscheidungen von welthistorischer Tragweite finden sich nicht immer auf Seite eins der Zeitungen. Zuweilen verstecken sie sich in kleinen Meldungen im Finanzteil.
Wer „Weltkrieg der Währungen“ gelesen hat, wird sie erkennen, diese kleinen Meldungen.
Das Buch hat 250 Seiten und ist im FinanzBuch Verlag erschienen. Erhältlich ist es im Buchhandel oder direkt hier.









