Donnerstag , 23 November 2017
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Wikileaks-Gründer Julian Assange auf der Flucht

julian_assangeWie erst kürzlich bekannt wurde, gelang es den amerikanischen Behörden, den Geheimdienst-Mitarbeiter, der Wikileaks unter anderem jenes bekannte Video ausgehändigt hatte, das US-Miltärs beim Beschuss von Zivilisten, einen Verletzten mitsamt seinen Helfern eingeschlossen, zeigt, zu verhaften. Gleichzeitig wurde berichtet, dass 260.000 Geheimdokumente auf diesem Wege in die Hände von Wikileaks geraten seien. Auch wenn diese Zahl keine Bestätigung findet, so zeigen die US-Behörden großes Interesse, Julian Assange ausfindig zu machen. Er hält sich seit einiger Zeit in seinem Heimatland Australien versteckt. 

Wie The Intelligence bereits berichtete, wurde der 22jährige US-Geheimdienstmitarbeiter Bradley Manning auf seinem Stützpunkt im Irak verhaftet, und soll, Angaben seiner Familie zufolge, in einem US-Gefängnis in Kuwait festgehalten werden. Ob es den US-Behörden wirklich gelang, ihn durch eine unvorsichtige Kontaktaufnahme mit dem Hacker Adrian Lamo ausfindig zu machen, wäre dabei anzuzweifeln. Insbesondere nach der Veröffentlichung des Skandal-Videos durch Wikileaks, kann durchaus davon ausgegangen werden, dass die Amerikaner alle Hebel in Bewegung setzten, die undichte Stelle auszuforschen.

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Schon vor mehr als zwei Wochen wurde berichtet, dass Julian Assange bei seiner Ankunft in Melbourne sein Reisepass abgenommen, später jedoch zurückgegeben wurde. Am vergangenen Freitag war er in Las Vegas zu einer internationalen Journalistenkonferenz eingeladen, sagte seinen Besuch aus Sicherheitsgründen jedoch ab. Daliy Beast, die Online-Zeitung von Tina Brown, vormals Redakteurin bei Vanity Fair und The New Yorker, berichtet von einem Gespräch mit einem offiziellen US-Repräsentanten, der erklärte, dass man „die Zusammenarbeit“ mit Assange suche. Die „nationale Sicherheit“ stünde auf dem Spiel. Über die Methoden zur Ausfindigmachung von Assange wollte der US-Sprecher keine Angaben machen.

In einer Twitter-Nachricht ließ Wikileaks wissen, dass die angegebene Zahl von 260.000 Dokumenten nicht korrekt sei.

In diesem Zusammenhang quotiert Daily Beast einen anderen US-Funktionär: „Es scheint, als betrieben sie (Wikileaks) eine Art semantisches Spiel. Auch wenn sie nicht über 260.000 Nachrichten verfügten, sie haben genug, um Probleme zu verursachen.“

Eine weitere Twitter-Botschaft von Wikileaks spricht von der Befürchtung, dass die USA alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen würde, um sie anzugreifen.

Und was könnte mit Julian Assange passieren, wenn die US-Behörden, CIA etc. seinen Aufenthaltsort ausfindig machen? Die althergebrachte Strategie wäre, ihm erst einmal ein finanzielles Angebot zu unterbreiten. Sollte er dieses Ausschlagen, gut, dann wären der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Julian Assange ist 39 Jahre alt. Er könnte die sichere Zukunft wählen.

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