Mittwoch , 18 Januar 2017
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“Stille Hilfe” – Hilfe für wen? Für Nazis!

himmler_mit_tochter_gudrunAuch wenn es schwer zu glauben ist, „Stille Hilfe“ ist eine Vereinigung, die ehemaligen Nazis Unterstützung anbietet. Noch größer wird die Verwunderung, wenn wir erfahren, dass eine 81-jährige Frau mit Namen Gudrun Burwitz, geborene Himmler, dieser Organisation angehört, die seit fast 60 Jahren unbehelligt existiert. Ein heute in der Prawda erschienener Artikel verweist auf die „stillen“ Aktivitäten. Demzufolge gehörte der, im November 89-jährig verstorbene, mutmaßliche Kriegsverbrecher Samuel Kunz zu den Begünstigten. Wie die Jerusalem Post am 2. Dezember wissen ließ, soll die SPD nach einer Überprüfung der „wohltätigen Vereinigung“ verlangt haben.

Sie haben noch nie von „Stille Hilfe“, einer Organisation mit 25 bis 40 Mitgliedern und Hunderten von Spendern gehört? Ich bis heute auch nicht, obwohl es bei Wikipedia einen Artikel über die, am 7. Oktober 1951 in München offiziell ins Leben gerufene und am 15. November 1951 ins Vereinsregister der oberbayrischen Stadt Wolfsratshausen eingetragene, Vereinigung gibt. Helene Elisabeth Prinzessin von Isenburg wurde damals zur ersten Präsidentin gewählt. Über sie ist, ebenfalls bei Wikipedia, zu lesen, dass sie ihre Kontakte zu Hochadel und Vatikan nutzte, um Nazis zur Flucht über die sogenannte „Rattenlinie“, über Südtirol nach Rom und von dort weiter nach Südamerika, zu verhelfen. Die Prinzessin verstarb im Jahr 1974.

Verschiedenen Meldungen zufolge, gehört die, am 8. August 1929 geborene, Tochter von Heinrich Himmler, Gudrun, verehelichte Burwitz, die mittlerweile in einem Münchner Altersheim leben soll, der Vereinigung an. Wie der Artikel in der Prawda wissen lässt, zählte ihre Anwesenheit beim berüchtigten Treffen im Jahr 1995 in Ulrichsberg, im österreichischen Bundesland Kärnten, zu ihren seltenen öffentlichen Auftritten. Schlagzeilen machte die Versammlung damals aufgrund einer umstrittenen Rede des, im Oktober 2008 bei einem mysteriösen Verkehrsunfall ums Leben gekommenen, Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider, der die Anwesenden, die sich teilweise aus ehemaligen SS-Mitgliedern zusammen setzten, als charakterfeste Menschen ansprach. Gurdrun Burwitz hätte, so wird berichtet, die Reihe spalierstehender ehemaliger Nazi-Offiziere abgeschritten.

Am 1. Dezember berichtete Mail-Online, dass die Organisation „Stille Hilfe“ unter Mitwirkung von Himmlers Tochter, von diesem „Puppi“ genannt, sowohl dem wegen Kriegsverbrechen angeklagten Klaas Carel Faber als auch Samuel Kunz (in der Prawda „Koontz“ geschrieben) finanzielle Unterstützung gewährt haben soll. Faber wurde schon 1947 in den Niederlanden zum Tode verurteilt, später zu lebenslanger Haft begnadigt, doch gelang im 1952 die Flucht nach Deutschland. Aus juristischen Gründen wurde eine Auslieferung verwehrt. Am 25. November dieses Jahres wurde von den Niederlanden ein Europäischer Haftbefehl gegen Faber erlassen. Vorgeworfen wird ihm die Mitwirkung bei der Tötung von Gefangenen in Konzentrationslagern sowie von niederländischen Widerstandskämpfern. Dem kürzlich verstorbenen Wolgadeutschen Samuel Kunz wurde zur Last gelegt, zehn Gefangene selbst ermordet zu haben und als KZ-Wachmann im Konzentrationslager Belzec für den Mord an mehr als 400.000 Menschen mitverantwortlich gewesen zu sein.

Ohne auf Quellenangaben zu verweisen, berichtete die Jerusalem Post am 2. Dezember von einem „kürzlich stattgefundenen Treffen“ der Organisation „Stille Hilfe“, bei dem Unterstützung für John Demjanjuk besprochen worden sein soll. Dieser wurde im Jahr 1988 bei einem Prozess in Israel bereits einmal zum Tode verurteilt. Nachdem sich jedoch herausgestellt hatte, dass die Vorwürfe, die Demjanjuk zur Last gelegt wurden, sich auf einen Mann namens Iwan Martschenko bezogen, wurde das Urteil im Jahr 1993 wieder aufgehoben und Demjanjuk die Rückkehr in die Vereinigten Staaten gestattet. Später fanden sich jedoch andere Anschuldigungen, die ihn in Zusammenhang mit, im Konzentrationslager Sobibor vorgefallenen, Verbrechen bringen.

Am Ende des Artikels in der Jerusalem Post wird erwähnt, dass die SPD nach einer Überprüfung des Status’ von „Stille Hilfe“ als wohltätige Vereinigung verlangt habe, von Berlin bis jetzt jedoch keine Schritte unternommen worden seien.

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