Donnerstag , 28 Juli 2016
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FBI-Agent bricht Schweigen: Oswald war nicht der Kennedy-Mörder

kennedy_dallasIn einem Interview mit Fox-News erklärte der mittlerweile 80-jährige pensionierte FBI-Agent Don Adams, dass er anhand Tausender Dokumente beweisen könne, dass es sich bei Lee Harvey Oswald nicht um den Mörder John F. Kennedys gehandelt habe. Die Warren-Kommission bezeichnete er als „einen Haufen von Lügnern“. Er arbeitet sowohl an einem Buch als auch an einer ausführlichen Dokumentation und will dadurch bewirken, dass die Ermittlungen neu aufgenommen werden. „Wenn wir wegsterben, wird niemand mehr über diese Dinge sprechen. Ich hoffe, die Wahrheit kommt heraus, wie immer sie auch aussieht“, erklärte er am Ende des Gespräches.

Die offizielle Version des Mordanschlages gegen den amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy am 22. November 1963 ist allgemein bekannt: Der kommunistisch angehauchte Lee Harvey Oswald hätte aus einem Fenster drei tödliche Schüsse abgefeuert. Oswald blieb keine Chance, seine mögliche Unschuld zu beweisen. Zwei Tage später wurde er von Jack Leon Rubenstein, der seinen Namen auf Jack Ruby geändert hatte, erschossen. Ruby litt an Krebs und verstarb vier Jahre später.

Zweifel an der offiziellen Version werden grundsätzlich in den Bereich „Verschwörungstheorien“ eingereiht. Die Palette der möglichen Hintermänner ist sehr weitreichend. Vom KGB über Fidel Castro zur amerikanischen Waffenlobby, der italienischen und nichtitalienischen Mafia, Mossad, nachdem Kennedy am 18. Mai 1963 ein Schreiben an Ben-Gurion gerichtet hatte, das verdeutlichte, dass der US-Präsident der Entwicklung von Atomwaffen in Israel Einhalt gebieten wollte, und der Federal Reserve Bank, wegen einer möglicherweise von Kennedy geplanten Reform des US-Währungssystems. Als weitere Spekulation, die manchen Menschen gefälliger erscheint, bleibt dann noch die Tat eines verrückten Einzelgängers.

Don Adams’ Ermittlungen sagen nichts über die Drahtzieher aus. Er sammelte Fakten über den Tathergang. Auf die Frage am Beginn des Interviews mit Fox-News, ob Oswald den Präsidenten getötet habe, folgte die klare Antwort: „Nein, er hatte nichts damit zu tun!“

Der Armeeveteran Don Adams gehörte erst seit einem Jahr dem FBI an. Er wurde mit Ermittlungen gegen einen gewissen Joseph Adams Milteer beauftragt, der als der gewalttätigste Mann im Land bezeichnet wurde. Einem FBI-Informanten, der mit Milteer „befreundet“ war, zufolge, hätte dieser einen Anschlag auf Kennedy vorbereitet. Eine Woche nachdem die Ermittlungen gegen diesen abgeschlossen waren, wurden die tödlichen Schüsse auf Kennedy abgefeuert.

Adams konnte Milteer ausfindig machen. Ein ausgedehntes Verhör wurde von seinen Vorgesetzten unterbunden. Eine Behauptung, dass dieser zum Zeitpunkt der Tat in Georgia gewesen sei, verschaffte ihm ein Alibi. Milteer wurde auf freien Fuß gesetzt und Adams wurde versetzt..

Das bekannte Filmdokument, dass Kennedys Ermordung zeigt, verweist, laut Adams, deutlich darauf, dass ein Schuss von vorne abgegeben wurde. Der Standort Oswalds war jedoch eindeutig hinter dem Fahrzeug. Abgesehen davon, ist Adams überzeugt, dass insgesamt elf Schüsse abgefeuert wurden. In der offiziellen Version wird von drei gesprochen, die Oswald mit einem manuell nachzuladendem Gewehr in sieben Sekunden abgegeben hätte. Selbst einem ausgebildeten Scharfschützen wäre es nicht möglich, mit einer nichtautomatischen Waffe in dieser kurzen Zeitspanne drei gezielte Schüsse auf ein bewegliches Objekt in großer Distanz abzufeuern.

Trotzdem, ein Vorgesetzter warnte ihn: „Don, sei vorsichtig was du sagst und wie du es sagst. Denn es gibt die Warren-Kommission und die haben bereits bestimmt, dass Oswald der Schütze war und es gab keine Schüsse, die von vorne kamen.“

Erst nach Ende seiner Dienstzeit beim FBI, im Jahr 1992, entdeckte Adams in einem Buch ein Foto des Fahrzeuges mit Kennedy, Augenblicke vor dem Attentat. Im Hintergrund, also vor dem Auto stehend, erkannte er Joseph Adams Milteer, der sich angeblich zu diesem Zeitpunkt in Georgia aufgehalten hätte.

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Erst dann begann er mit seinen Recherchen und stellte fest, dass viele der ursprünglichen Dokumente verschwunden waren, inklusive einige seiner eigenen Berichte. Allerdings, unter Tausenden von Aufzeichnungen fanden sich auch Tonbandaufnahmen. Einem Polizeiinformanten gegenüber hatte Milteer am 9. November, also knapp zwei Wochen vor dem Attentat, erklärt, dass, um Kennedy bei seinem Dallas-Besuch zu erschießen, der beste Standort ein Bürohaus sei. Dem Tondokument entsprechend, fragte der Informant daraufhin, ob ein Anschlag wirklich geplant sei. Die Antwort: „Oh ja, er ist in Arbeit!“. Auf einem weiteren Tonband, das nach der Tat aufgezeichnet wurde, bemerkte Milteer zu dem gleichen Informanten: „Du hast geglaubt, ich mache einen Scherz, als ich dir gesagt habe, dass man ihn von einem Fenster aus mit einem Scharfschützen-Gewehr töten wird!“

Auch wenn Don Adams in diesem Interview nicht darauf eingeht, so ist durchaus anzunehmen, dass mehrere Attentäter an verschiedenen Orten postiert waren. So befindet sich in einem Hochsicherheitsgefängnis in Illinois ein Mann namens James Files, der wegen des versuchten Mordes an einem Polizisten zu 30 Jahren Haft verurteilt wurde. Dieser James Files behauptete mehrmals, John F. Kennedy ermordet zu haben. Von offizieller Seite wird sein „Geständnis“ als Wichtigtuerei abgetan.

Lässt sich darauf hoffen, dass Don Adams’ Bemühungen zu einer Wiederaufnahme der Ermittlungen führen werden? Es ist nicht auszuschließen. Wie in unzähligen Dokumentationen bereits belegt wurde, ist die offizielle Version voll von Widersprüchen und Ungereimtheiten. Früher oder später wird es vermutlich anerkannt werden, dass das Attentat nicht von einem, sondern von mehreren Mördern ausgeführt wurde. Allerdings, ob dies Aufschlüsse darüber vermitteln könnte, wer die Auftraggeber waren, ist zu bezweifeln. Wenn es damals gelungen ist, die Tatsachen, von höchster Ebene aus gelenkt, zu vertuschen, wenn über Jahrzehnte hinweg am Ergebnis der Warren-Kommssion nicht gerüttelt wurde, so ist es kaum vorstellbar, dass eine Neuaufnahme der Ermittlungen, 47 Jahre später, die Drahtzieher ans Tageslicht bringen könnte. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird diesbezüglich weiterhin nur eine Möglichkeit offen bleiben. Politische Aktionen Kennedys mit der weiteren Entwicklung in Vergleich setzen, Schlüsse über mögliche Motive zu ziehen – und diese letztendlich für sich zu behalten.

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